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Ausgewählte Zeitungsartikel (von 1986 bis 1989):



Beispiele für Zeitungsartikel (von 1992 bis 2015...)



2004:


 

2005:

 


2006:


2007:


2008:

OTZ vom 27.06.08


27.05. 2013

2014

Presseartikel zum Tag des Geotops 2014      18.09.2014

2015

 OTZ 16.2.2015

16.02.2015

http://jena.otz.de/web/jena/startseite/detail/-/specific/Nur-die-Spitze-des-Eisbergs-am-Hausberg-gefunden-955991341

06.05.2015

Gipsschlotten nicht mit verkaufen

Von den am Hausberg neuentdeckten Gipsschlotten sollen alle Jenaer etwas haben. Dafür setzen sich der Naturschutzbund Nabu, der Ortsteilrat Wenigenjena und die Bürgerinitiative Hausberg ein. Die geologische Besonderheit ist beim Abriss von Kleingärten für das neue Wohngebiet freigelegt worden. Das Hausbergprojekt ist am 6. Mai, 18.30 Uhr, im Ortsteilrat Wenigenjena Thema. Veranstaltungsort ist der Schillerhof. Am Hausberg soll ein neues Wohngebiet mit vielen Häusern entstehen. Madeleine Ziegler Ditschler vom Nabu sagt, dass bisher beabsichtigt war, auch das Grundstück mit den Gipsschlotten zu verkaufen. "Was nützt es den Bürgern Jenas, wenn dieses Geotop in einem Garten unzugänglich ist?", fragt die Naturschützerin. Am Hausberg befinde sich der Geologische Wanderweg, welcher für die Bildung der Jugend Jenas sehr wichtig sei. Auch für angehende Geologen seien die ­Gipsschlotten eine Augenweide und ein Fenster in die Erdgeschichte. Gesichert ist mittlerweile, dass die Gipsschlotten nicht wieder überbaut werden. "Die Frage der Unterschutzstellung ist geklärt", sagt Wenigenjenas Ortsteilbürgermeisterin Rosa Maria Haschke . In dieser Frage habe es mit der Fachbehörde der Stadtverwaltung eine gute Zusammenarbeit gegeben. Beim Bebauungsplan gehe es nun darum, wo die künftigen Baugrenzen verlaufen. Nach Auffassung Haschkes sollte der Zugang möglich bleiben, da die Gipsschlotten nahe einer Fläche liegen, die ohnehin als Wiese vorgesehen sei. In Wenigenjena gibt es bereits an einer anderen Stelle Gipsschlotten. Diese sind von der Stadt per Verordnung im Jahre 2001 unter Schutz gestellt worden. Demnach sind in einem 0,02 Hektar großen Areal alle Handlungen verboten, "die zu einer Zerstörung, Beschädigung, Veränderung oder nachhaltigen Störung des Naturdenkmals führen können". Für diese Gipsschlotten Nr. 1 ist auch eine Pufferzone festgelegt worden. Die zweite Gipsschlotten-Gruppe war bisher wenig bekannt, da ein Gartenbesitzer sie zugeschüttet und ins Gartenhaus eingebaut hatte. Aus diesem Umstand rührt die Überlegung des städtischen Immobilienbetriebes KIJ, dass der Verkauf der geschützten Fläche möglich sein sollte. Das Gebiet sei ja schon immer in privater Hand gewesen. Madeleine Ziegler Ditschler sagt: "Da bleibt mir die Sprache weg, wir haben doch gerade jetzt die Möglichkeit, etwas zu ändern."

2016

30.3.2016:

Erster Geologischer Lehrpfad bekommt neue Station

Jena. Es gibt wieder Neuigkeiten vom „Ersten Geologischen Lehrpfad“ am Hausberg. Nachdem im vergangenen Jahr bei ­Erschließungsarbeiten im zukünftigen Baugebiet des Hausbergviertels neue Gipsschlotten, die so genannten „Gipsschlotten 2“, entdeckt und freigelegt wurden, kann der Geologische Lehrpfad auch in diesem Jahr mit einer sensationellen Neuentdeckung aufwarten. Im Zusammenhang mit Geländebegehungen wurde auf der Südseite des kleinen Tales, in dem der Fuchsturmweg verläuft, ein bisher 30 Jahre übersehener geologischer Aufschluss entdeckt. Dieser Aufschluss zeigt eine Felsgruppe mit grauen Mergelsteinen, einer Dolomitbank mit marinen Fossilien (Meerestierversteinerungen) und einer darüber liegenden Gipsbank. So einen Aufschluss in dieser geologischen Position bekommt man im Raum Jena selten zu sehen. Er würde sehr passend die fehlende Lücke in der Schichtenfolge des Oberen Buntsandsteines zwischen dem Geotop „Gipsschlotten“ und den Schichten des Unteren Muschelkalkes bei „Ulmers Ruh“ entlang des Lehrpfades schließen. Zudem befindet sich dieser Aufschluss nun auch noch im Umfeld des Ersten Geologischen Lehrpfades am Hausberg und ist durch Wege schon gut erschlossen. Gerade noch rechtzeitig wurde er entdeckt, da bereits in der Vergangenheit weite Teile der Felsbank mit Gartenabfällen und Astwerk überdeckt worden sind. Er soll nun zukünftig auch in den Verlauf des Geologischen Lehrpfades einbezogen werden. Dafür müsste der Routenverlauf des Lehrpfades im unteren Teil neu festgelegt werden. Außerdem könnte schon vorausschauend im Zusammenhang mit der späteren Erweiterung des Lehrpfades über die „Gipsschlotten 2“ vom Geotop „Gipsschlotten“ aus der bereits vorhandene Weg nach Osten verlängert werden. Zum Tag des Geotops erste Führungen Ein kurzer Verbindungsweg durch ein Waldstück zum Hauptwanderweg im Tal wäre eine günstige Option den späteren Verlauf für den Wanderer interessant zu gestalten. Das Projekt, auch als „Erster Geologischer Lehrpfad 2020“ bezeichnet, soll in zwei Etappen verwirklicht werden. Die Anbindung des neuen Aufschlusses könnte schon bis zum Tag des Geotops im September 2016 über die neue Route verwirklicht werden (Etappe 1). Erste Vorbereitungsarbeiten sind schon vorgenommen worden. Diese sind die Säuberung des geologischen Aufschlusses, ­Wegemarkierungen und Reinigung der vorhandenen Wege. Direkt an dieser neuen Wegstrecke steht übrigens seit 26 Jahren eine auf Privatinitiative aufgestellte Ruhebank mit herrlicher Aussicht auf Jena. Stadt würdigt Arbeit mit einem Straßennamen Die Erweiterung über die „Gipsschlotten 2“ (Etappe 2), die übrigens nach dem Parzellierungsplan der Kommunalen Immobilien aus dem Baufeld herausgenommen wurden und im Eigentum der Stadt Jena verbleiben, könnte dann nach Abschluss der Erschließungsarbeiten im Hausbergviertel realisiert werden. Auch hier gibt es aktuelle Neuigkeiten. Für die obere Straße (Planstraße B) gibt es von Seiten der Kommunalen Immobilien Jena, unterstützt vom Oberbürgermeister, an Stelle von „An den Gipsschlotten“ einen Straßennamensvorschlag: Otto-Wagner-Straße. ­ Otto Wagner war Anfang des letzten Jahrhunderts Bürgermeister in Jena. Er war später Oberbürgermeister von Breslau. Am Ende des Krieges kam er wieder nach Jena. Ihm wird zugeschrieben, zusammen mit einem anderen Fuchstürmlern den Fuchsturm vor der Sprengung gerettet zu haben. Vor zwei Jahren gab es zu Otto Wagner eine deutsch-polnische Ausstellung im Rathaus. Inhaltlich würde das auch gut zu Karl-Brauckmann-Straße (Planstraße A) passen meint auch die Ortsteilbürgermeisterin von Wenigenjena, Rosa-Maria Haschke. Conrad Linde / 30.03.16 / OTZ

OTZ


http://jena.otz.de/web/lokal/archiv/detail/-/specific/Erster-Geologischer-Lehrpfad-in-Jena-bekommt-neue-Station-394185645