www.geojena.de

Siebenter Teil: Visionen werden wahr (2012 - 2013)

05.01.2012:

Turbulent ging das neue Jahr mit den Sturmtiefs "Ulli" und "Andrea" im Lehrpfadgebiet los: Im unteren Abschnitt, zum Bsp. am Geotop "Gipsschlotten", gab es schon einige heruntergefallene dürre Äste zu beseitigen. Wie es weiter oberhalb aussieht, wird eine nachfolgende Begehung zeigen. Die Schäden scheinen aber weniger schlimm zu sein als bei Kyrill oder Emma (s. Chronik Teil 5). Am Zick-Zack-Weg wird weiterer Schotter aufgetragen um dem aufkommenden Schlamm dort zu begegnen.

08.01.2012:

Lehrpfadkontrollgang: Die Sturmschäden im oberen Lehrpfadabschnitt hielten sich in Grenzen. Lediglich zwischen Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege (Tanzplatz) und Springer-Denkmal war ein Baum umgeknickt und lag am Hang. Zum Schluss fand ich noch einen kleinen Aventurinquarzohranhänger nahe der Oschatzbank. Er liegt zur Abholung bereit, falls ihn jemand vermisst.


18.01.2012:

Man meint es gut mit dem Muschelkalkschotter! Nun sind auch der Zugangsweg einschließlich Treppen zum Geotop "Gipsschlotten" (das ist gut) und im Bereich der Gipsfelsen ein "Weg" bis hinter die Erläuterungstafel (das ist nicht unbedingt so gut?) geschottert. Das Ganze wird doch nicht schon als eine Art "spätere Verbindung" zur Straße "An den Gipsschlotten" vorbereitet...?


22.01./28.01.2012:

Schwerer Rückschlag für der Ersten Geologischen Lehrpfad von Jena !

Nach Presseinformationen (O T Z Artikel s. unten) hatte es am vergangenem Wochenende (vermutlich am 22.1.12) wieder einen schweren Felsabbruch am Geotop "Ulmers Ruh" (Aufschluss 4 des GL1) gegeben. Eine sofortige Nachschau vor Ort ergab folgendes Schadensbild:

Zwischen der Erläuterungstafel (sie war glücklicherweise nicht betroffen) und Ulmerdenkmal brachen mehrere Tonnen Muschelkalkplatten (Wellenkalk) aus den Bereichen oberhalb der Gelben Grenzbank ab, fielen auf den Weg und zerstörten mehrere 10er Meter des Geländers. Ein kleiner Baum unterhalb des Geländers wurde abgeknickt und fiel auf den darunter liegenden Zugangspfad, der zu den Aufschlüssen der Myophorienfolge führt. Dieser Pfad wurde auch teilweise durch Geröll verschüttet. Der Erste Geologische Lehrpfad ist in diesem Bereich durch die Felsmassen blockiert und sollte umgangen werden. Ein sehr ernst zu nehmender Schaden, der auf längere Sicht diesen Weg unpassierbar macht. Weitere Felsabbrüche deuten sich bereits links der Erläuterungstafel durch klaffende Risse an. In der Vergangenheit gab es immer wieder einmal größere Felsabbrüche (zuletzt Ende Dezember 2008, s. Chronik Teil 6). Solche Abbrüche führten schon vorher zu Sanierungsarbeiten (2003) und Abstützung des Felsens mittels einer Säule, die jedoch durch einen Felsabbruch Ende 2008 wieder zerstört wurde (s. Chroniken Teile 3 und 6). Eine kleine Chronologie der verwitterungsbedingten Schadensereignisse an den Aufschlüssen des Ersten Geologischen Lehrpfades findet man nach dem Presseartikel unten. Es erfolgte eine Information an den Autor der Beschreibung das Geotops als Earthcachepunkt auf der Geocachingseite das der Aufschluss zur Zeit gesperrt ist: Dieser Geocachepunkt ist auf Grund eines Felsabsturzes bis auf Weiteres gesperrt. Der Weg (Erster Geologischer Lehrpfad) wurde im Auftrag der Stadt Jena mit einem Geländer abgesperrt. Das bitte in der Beschreibung mitteilen. Nachfolgende Bilder zeigen auch den ersten richtigen Wintereinbruch im Lehrpfadgebiet. Das wechselhafte Wetter mit starkem Regen, etwas Frost und schwankenden Temperaturen hat den Felssturz sicher noch mit begünstigt.

Absperrgeländer am Abzweig 	des grünen Wanderweges nahe Ulmers Ruh mit dem Hinweis der 	Totalsperrung Abbruchfläche am Geotop neue Risse nahe links der 	Erläuterungstafel Am Zusammentreffen von Thüringenweg, blauer Wanderweg und 	Erster Geologischer Lehrpfad (nahe Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege) befindet 	sich das obere Absperrgeländer. Hier hätte man die Alternative den Ersten 	Geologischen Lehrpfad zu umgehen. Am unteren Abzweig fehlt jedoch ein solcher 	Hinweis auf die später folgende Absperrung.


Felssturz blockiert Wanderweg

Nach Absturz von Felsbrocken besteht Lebensgefahr auf dem Weg unterhalb des Fuchsturms. Geologe vermutet Erosion im Kalkgestein am Aufschluss "Ulmers Ruh". Es gibt aber genug andere Wege.


Beachtliche Felsbrocken liegen auf dem Geologischen Lehrpfad nach dem Felsabsturz vor wenigen Tagen. Es ist genau die Stelle des Aufschlusses, die den Übergang von Bundsandstein zum Muschelkalk deutlich macht. Außerdem hängt hier die Gedenktafel "Ulmers Ruh". (Fotos: links Michael Groß aus OTZ /rechts Thomas Stridde aus TLZ)

Jena. Wer sich am Wochenende mit der Familie auf den Weg macht, um mal wieder zum Fuchsturm zu wandern, sollte aufpassen: Der untere Wanderweg zwischen Wilhelmshöhe und Fuchsturm, auch als geologischer Lehrpfad bekannt, wo sich der geologische Aufschluss bei "Ulmers Ruh" befindet, ist mit dicken Holzbalken und Warnschild versperrt. Eine Sperrung, die sehr ernst zu nehmen ist, wie Jenas Stadtförster Olaf Schubertgestern auf OTZ-Nachfrage sagte. Denn direkt neben dem bekannten geologischen Aufschluss "Ulmers Ruh" sind am vorigen Wochenende mehrere Tonnen Felsgestein abgebrochen und liegen aufgetürmt auf dem Wanderweg. Auch das Geländer wurde umgedrückt, so dass diese Stelle völlig unpassierbar geworden ist. Glück im Unglück: Es passierte, als keine Wanderer in der Nähe waren. Doch es dürfte nicht beim bisherigen Abbruch bleiben, ist sich der Stadtförster sicher. Seiner Ansicht nach besteht hier jetzt Lebensgefahr. Mit weiteren Abstürzen sei zu rechnen. Deshalb bleibe der Weg auch auf längere Zeit nicht mehr nutzbar. Man müsse die Vorgänge weiter beobachten. Ganz unerwartet gekommen sei der Absturz freilich nicht. Hier habe man es mit einem über 200 Millionen Jahre alten Muschelkalk zu tun. Da geschehe viele Jahre überhaupt nichts, und dann plötzlich breche doch etwas heraus. Die Erosion, also die Abtragung von verwittertem Gestein durch Niederschläge, aber auch arbeitendes Wurzelwerk großer Bäume, habe Folgen. Man müsse jetzt sehr genau überlegen, wie dieser Hang wirkungsvoller gesichert werden könne. Da bedürfe es wohl auch einer größeren Investition. Der Aufschluss zeigt den Übergang vom oberen Bundsandstein hin zum unteren Muschelkalk. Anschaulich sei hier, wie der Übergang durch die so genannte "gelbe Grenzbank" gebildet werde, bei der es sich um einen gelblichen, kristallinen Kalkstein handele, wie der erfahrene Jenaer Geologe Conrad Linde zu berichten weiß. Er hat an der Konzeption dieses geologischen Lehrpfades wesentlich mitgewirkt. In der Gaststätte am Fuchsturm hat man bislang noch nicht viel gemerkt von dem verlustig gegangenen Weg. Gastwirt Thomas Moenke verweist darauf, dass viele Besucher mit dem Auto kommen bzw. den Weg von Ziegenhain nehmen. Er hofft, dass auch an diesem Wochenende die Leute sich nicht abschrecken lassen. Es gebe ja doch ausreichend Möglichkeiten, zum Fuchsturm zu gelangen. So bleibt wohl die Gedenktafel mit dem Porträt von Fritz Weimar (1827-1896), genannt "der Ulmer", auf unabsehbare Zeit dem Betrachter verborgen. Die Tafel war im Jahr 1901 in Würdigung des Einsatzes jenes Tuchmachermeisters und aktiven Mitglieds der Fuchsturm-Gesellschaft angebracht worden. Auf ihn geht auch der Bau der ersten kleinen Fuchsturm-Gaststätte zurück.

(Anm.: Buntsandstein statt Bundsandstein, Erster Geologischer Lehrpfad statt geologischer Lehrpfad, Jenaer Hobbygeologe statt Jenaer Geologe, das Alter des Gesteines hat aber nichts mit den Abbrüchen zu tun! - siehe unterstrichene Textpassagen)

Die T L Z beschreibt einen schweren Felssturz beim Jenaer Fuchsturm unter der Überschrift "Ulmers Ruh`: Der Weg ist zu" in der Ausgabe vom 28.1.2012. Der Aufschluss wird in der Zeitung auch "Ulmers Ruhe" genannt. Der Erste Geologische Lehrpfad oder der Geologische Lehrpfad wird aber nicht erwähnt.

Kleine Chronologie der Schadensereignisse im Bereich des Geotops "Ulmers Ruh" und Aufschluss 1 am Ersten Geologischen Lehrpfad von Jena:

1986: Steinschlag: Hinweise am Aufschluss 4 "Ulmers Ruh" Aufmalen des Schriftzuges mit gelber Farbe "Achtung Steinschlaggefahr" (Chronik Teil 1)

1993: Steinschlag: Hinweisschilder am Weg " Vorsicht Steinschlaggefahr - Begehen auf eigene Gefahr" durch Fuchsturmgesellschaft an beiden Wegabschnitten angebracht (Chronik Teil 2)

12/2002: Steinschlag und Felsabbruch: Zerstörung einer Bank am Ulmerdenkmal und kleinere Felsabbrüche (Chronik Teil 3)

4-10/2003: Steinschlag, Felsabbrüche, Wegnahme einer gefährlichen Felsklippe: 1. Wegeabsperrung, umfangreiche Hangsanierung im September 2003, Stützsäule wird am Geotop "Ulmers Ruh" gebaut, Kosten ca. 17000,- € (Chronik Teil 3)

1986 (?) und 7/2004: Felsabbrüche am Aufschluss 1 Schillstraße (Chroniken Teile 1 und 3)

1/2008: Risse am Geotop Ulmers Ruh links von der Erläuterungstafel (Chronik Teil 5)

12/2008: erster größerer Felsabbruch im Bereich links der Erläuterungstafel am Geotop Ulmers Ruh, Stützsäule wird zerstört (Chronik Teil 6)

10/2009: kleinerer Felssturz am Geotop Ulmers Ruh links der Tafel, neue Risse (Chronik Teil 6)

1/2011: Gelbe Grenzbank bricht an einer Stelle ab, keine weiteren Schäden (Chronik Teil 6)

1/2012: zweiter großer Felsabbruch bei Ulmers Ruh mit Zerstörung des Geländers rechts der Erläuterungstafel führt zur zunächst längerfristigen 2. Absperrung des Weges, Aufschlüsse unterhalb des Weges sind auch teilweise mit betroffen, neue Risse links der Erläuterungstafel (diese Chronik Teil 7)

2002 2003 2003 (Oktober)


2008 2012


30.01.2012:

Das Ereignis am Geotop "Ulmers Ruh" zieht weitere Kreise. Ein Anruf eines Mitarbeiters von mdr - Thüringen mit der Bitte einen Beitrag vor Ort über diesen Felssturz mit mir zu senden, konnte leider aus Zeitgründen nicht realisiert werden. Ich bot aber meine Zusage an, ihn später im Zusammenhang mit dem Ersten Geologischen Lehrpfad mit einzuplanen. Für das Mitteilungsblatt des TGV wurde ein kurzer Beitrag eingereicht:

Felssturz am Geotop „Ulmers Ruh“ am Hausberg

Mehrere Tonnen Muschelkalkgestein sind Ende Januar 2012 auf einem Wanderwegabschnitt des Ersten Geologischen Lehrpfades von Jena im Bereich des Geotops „Ulmers Ruh“ gestürzt. Direkt neben der Erläuterungstafel für dieses Geotop zerstörten die Felsmassen das seitlich am Hang angebrachte Geländer und verschütteten teilweise auch den Zugangspfad zu den unterhalb gelegenen Aufschlüssen der Myophorienfolge (Oberer Buntsandstein). Dadurch sind beide Wege zurzeit unpassierbar. Der Kommunalservice Jena hat den Wegeabschnitt beiderseits mit einem Geländer abgesperrt und entsprechende Hinweise angebracht. Es wird unbedingt geraten diesen Wegeabschnitt zu meiden, da durch Verwitterung in Zukunft weitere Felsabbrüche im Bereich des geologischen Aufschlusses zu erwarten sind. Der Erste Geologische Lehrpfad kann auch über einen oberhalb der Aufschlüsse entlang führenden Weg bis zu seinem Ende begangen werden.

04.02.2012:

Strenger Frost im Lehrpfadgebiet: Der Winter hat beide Geologischen Lehrpfade von Jena fest in Griff. Viel Schnee liegt aber nicht. So präsentieren sich die Gipsschlotten zwar weiß, aber kein Vergleich zu den Jahren 2009 und 2010 (Bild links)! Im Bereich des alten, abgesperrten Wanderweges in der Hohle im Leitewald (Thüringenweg und blauer Wanderweg) wurden die ehemaligen Symbole mit weißer Farbe übermalt (Bild mitte). Neu markiert wurde der blaue Wanderwegabschnitt über die ehemalige Fuchsturmwiese. Den Thüringenweg scheint man aber in diesem neuen Wegeabschnitt zu vergessen. Dafür findet man kurz oberhalb der Übersichtstafel die blaue Wegemarkierung gleich doppelt am Baum markiert (Bild rechts).


05.02.2012:

Am Aufschluss 1 a bemerkt man im Vergleich zu den Vorjahren nur geringe Eisbildungen (rechts im Efeu). Der Aufschluss ist Dank des neuen Gitterzaunes zumindest im Winterhalbjahr vom Fuchsturmweg aus gut zu sehen. Er ist jedoch nicht mehr frei zugänglich. Sternförmige Eiskristalle auf der Erläuterungstafel am Aufschluss 1 des Ersten Geologischen Lehrpfades von Jena.


08.02.2012:

Erneut Pressenotiz (OTZ) zum Geotop Ulmers Ruh: Dieses Mal ging es um die Verkehrssicherungspflicht, die die Stadt Jena bei solchen Wanderwegen habe. Einige Auszüge den Geologischen Aufschluss betreffend: Das hat viele Wandersleut´ beunruhigt: Der Felssturz vor einigen Tagen beim geologischen "Aufbruch"(?) - soll sicher "Aufschluss" heißen- "Ulmers Ruh" unterhalb des Fuchsturms... Beispiel "Ulmers Ruh": Die Wanderwegausweisung und das geologische Denkmal sprächen für Sicherungspflicht... Man kann nur hoffen, dass die Stadt dieser Sicherungspflicht nachkommt, damit man den Ersten Geologischen Lehrpfad auch in Zukunft wieder auf seiner gesamten Länge bewandern kann. Weiter Einzelheiten siehe unter:

jena.otz.de/web/jena/startseite/detail/-/specific/Ulmers-Ruh-Felssturz-entzuendet-Debatte-um-Verkehrssicherungspflicht-340991797

19.02.2012:

Nachdem der Schnee geschmolzen war, sah ich mir noch einmal den Felsbruch bei Ulmers Ruh genauer an. Der Hang unterhalb des Weges ist an der Stelle des Abbruches mit Geröll übersäht. Der Zugangspfad zu den Aufschlüssen der Myophorienfolge wurde am Ende des Pfades stärker betroffen, als ich das vorher unter dem Schnee annahm bzw. sah. Unter der Privatanschrift mit dem Zusatz "Geologischer Lehrpfad Jena" möchte der Landesverband Thüringen des NABU eine Veranstaltung von mir zum "Langen Tag der Natur" am 8. und 9.6.2012 mit anbieten. Da es eine Terminüberschneidung gibt, ist das leider an diesem Wochenende nicht möglich.



Von links nach rechts:

  • verschüttetes Ende des Zugangspfades zu den Aufschlüssen der Myophorienfolge
  • "Beschriftungsbaum" aus dem Jahr 1995 mit Geröll und Ästen
  • 2 Bilder: Geröll auf dem Weg
  • "Beschriftungsbaum" von unten gesehen - bedrohlich liegt noch ein großer Block am Geländerrest

 

29.02.2012:

Es gibt ein paar Hinweise auf die Geologischen Lehrpfade im jüngsten Mitteilungsheft des TGV: Veröffentlicht wurde ein kurzer Artikel über den Felsabbruch am Geotop "Ulmers Ruh", der von mir eingereicht wurde (mit s w - Bild). Dann gibt es eine Protokollnotiz zum GL1- hier zwar fälschlicherweise als 2. Geologischer Lehrpfad bezeichnet: ...Herr Linde spricht Fragen zum 2. (richtig 1.!) Geologischen Lehrpfad in Jena an und bittet um Unterstützung des TGV - Vorstandes bei der Aufwertung der bekannten Gipsschlotten durch Benennung einer dort gelegenen (richtig :geplanten!) Straße und flächenmäßige Anpassung... s. Chronik Teil 6

Im für den 20. April dieses Jahres vorgesehenen Vortag zur Wiedergründung der AG Geotopschutz wird es Bilder der Aufschlüsse vom GL 1 mit geben (Ankündigung).

13.03.2012:

Felssturz nach wie vor Pressethema: Beide Regionalzeitungen (OTZ/TLZ) berichteten erneut über den Felssturz beim geologischen Denkmal "Ulmers Ruh". "...Noch kein Sanierungsentscheid für "Ulmers Ruh" -Fuchstürmler würden helfen..." Laut Presseangaben wären ca. 50000 € (Gutachen) notwendig um eine Sanierung und Sicherung des Nordweges zu realisieren. Die Fuchsturmgesellschaft wäre auch bereit, da mit Hand anzulegen, damit die Sperrung in naher Zukunft wieder aufgehoben werden kann.

19.03.2012:

Für die Webseite des TGV für die AG Geotopschutz wurde eine Ansicht des Geotops "Gipsschlotten" genommen: siehe

www.tgv-ev.de/sites/agg.html

04.04.2012:

Kleine Führung über Teilbereiche des Ersten Geologischen Lehrpfades mit Ferienkindern der Nordschule: Zu einer Tradition geworden sind die um Ostern stattfindenden Führungen /Wanderungen über den GL 1. Die Aufschlüsse 1, 2 und 3 wurden dabei kurz besucht und "erobert" (siehe Bilder oben). Leider bemerkte ich ganz aktuelle Übersprühungen mit weißer Farbe von GL-Symbolen und Symbolen des Thüringenweges etwas oberhalb der Wilhelmshöhe (Bilder unten links). Ein Wegweiser weist auf die nun wahrscheinlich dauerhafte Sperrung des Abschnittes beim Geotop "Ulmers Ruh" hin (Bild unten rechts).



05.04.2012:

Anfrage des mitteldeutschen Verlages für einen neuen Reiseführer über Jena ein Bild vom Geologischen Lehrpfad mit veröffentlichen zu dürfen. Ich schickte einige Bilder vom Geotop "Gipsschlotten" und bemerkte den Hinweis auf Erster Geologischer Lehrpfad von Jena. Das wäre wieder eine gute Gelegenheit die Literaturliste zu erweitern. Vielleicht erhielt man den Hinweis auch aus dem Hausbergbuch?

08.04.2012:

Erster Geologischer Lehrpfad nun dauerhaft im Bereich Ulmers Ruh gesperrt? Vieles deutet auf eine dauerhafte, langfristige Sperrung des Wegeabschnittes beim Aufschluss 4 hin. Zum einem wurde die Nottafel am Absperrgeländer nun durch eine dauerhafte Tafel ersetzt ("weitere Abbrüche folgen..."). Dann sind beiderseits an den Wegweiserpfählen (am Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege und an der Wilhelmshöhe) Wegweiser angebracht, die auf die Umleitung hinweisen (s. Bild rechts oben) und der Abschnitt der Umgehung wurde grün markiert. Ob damit auch die Übersprühungen der GL Symbole zusammenhängen, kann nicht beurteilt werden (Bilder folgen später).

12.04.2012:

Keine Visionen, sondern Realität erlebte ich in Tännesberg (Oberpfälzer Wald) an der "Wiege der Geologischen Lehrpfade" in Deutschland: Nicht nur Straßennamen, auch Hinweisschilder an Bundes- und Landstraßen weisen auf den Geologischen Lehrpfad hin. Der ganze Ort scheint von diesem Lehrpfad zu leben. Nicht vergleichbar mit dem Ersten Geologischen Lehrpfad in Jena sind auch die Anlagen des Lehrpfades: Tore, Häuser, ein Büchlein, Quizfragen "Der Stein des Weisen" für Kinder und Erwachsene, Hör-Erlebnis, "Materialentnahmesandkästen", u. a. m. machen den Geologischen Lehrpfad von Tännesberg zu einem besonderen Erlebnis. Viele Sponsoren unterstützen den Lehrpfad.

Bildanhang:

Schon von der Bundesstraße 22 aus weisen große 	Hinweisschilder auf den Geologischen Lehrpfad hin an den Zufahrtsstraßen dann 	noch einmal eine Straße heißt "Am Lehrpfad" (das bemerkte ich schon bei meinem 	ersten Besuch Ostern 1991 dort)


ein Symbol entdeckte ich am Beginn des 	Lehrpfades (vgl. Heimatkundlichen Lehrpfad in Jena), dieses muss auch aus der 	Anfangszeit des Geologischen Lehrpfades stammen, im weiteren Verlauf bemerkte 	ich wahrscheinlich neue Wegesymbole gelb mit blauen Streifen die aber auf einen 	parallel dazu verlaufenden Weg hinweisen, ebenso den neuen Weg "Goldsteig" ein 	großer Granitblock mit der Aufschrift "Geologischer Lehrpfad" am Beginn des 	Lehrpfades (wurde auch mehrmals dort entdeckt) Hinweistor mit Hinweistafel am 	Beginn des Lehrpfades (ist wohl erst seit 2006)


Plan des ca. 1,3 km langen 	eigentlichen Lehrpfades der Lehrpfad als eine Art "Fahrstraße" mit Gesteinen 	und Erläuterungstafeln gesäumt (ähnlich der Steinmale auf dem Fuchsturm aber 	viel größer) der Geologenbrunnen


am Ende des Weges befindet sich eine Station, 	wo man verschiedene Gesteinsarten mitnehmen darf


Die Bilder zeigen nur einen kleinen Eindruck dieses wohl "ersten" (1.) Geologischen Lehrpfades in Deutschland bzw. Europa! Im Vergleich zu meinem ersten Besuch im Jahre 1991 ist dieser Geologische Lehrpfad in den letzten Jahren erheblich erweitert wurden: www.taennesberg.de/index.php?id=210

Hier der Link von der VFMG Weiden (B. Weber): www.vfmg-weiden.de/geol.htm

16.04.2012:

Tolle Überraschung in Buchhandlung entdeckt: Auf einer Karte sind erstmals offiziell beide Geologischen Lehrpfade von Jena mit den einzelnen Aufschlusspunkten eingezeichnet! Dazu gibt es eine Kurzbeschreibung aller Aufschlusspunkte des Ersten Geologischen Lehrpfades! Als Quelle wird der Flyer (Faltblatt) zum Ersten Geologischen Lehrpfad genannt. Da diese Beschreibung von einem Geologen vorgenommen wurde, habe ich auch keine Fehler entdecken können. Lediglich das Geotop "Gipsschlotten" wurde nicht in der Karte mit Namen erwähnt (nur als Aufschlussnummer). In einem geologischen Profil finden sich die Aufschlüsse entsprechend der Stratigraphie eingezeichnet. Im Verlauf entdeckte ich aber einen kleinen Fehler oberhalb der Wilhelmshöhe. Dort hatte man den GL 1 über die klassische Route (gepl. Aufschlüsse 3a und 3b) gelegt und dann zurück auf dem gelben Wanderweg bis zum eigentlichen Verlauf parallel zum blauen Weg und Thüringenweg. Endlich gibt es also nun nach mehreren Vorversuchen eine fundierte Darstellung des GL 1 außerhalb des Flyers. Zum GL 2 siehe unter Tagebuch des Zweiten Geologischen Lehrpfades. Die Karte wurde in den Literaturhinweisen ergänzt.

Man beachte die 	1 über dem GL Symbol!


20.04.2012:

Vortrag über den GL1 im Rahmen der 24. Tagung der Arbeitsgruppe Geotopschutz im TGV: Neben dem GL 2 und anderen Aufschlüssen der Blätter Jena und Kahla wurden die Aufschlüsse des GL 1 kurz in Bild und Text vorgestellt. Die letzten noch vorhandenen Flyer vom GL 1 wurden während dieser Veranstaltung und der am darauf folgenden Tag stattfindenden Exkursion zum GL 2 verteilt. Leider war die Beteiligung an der Abendveranstaltung trotz großflächiger Ankündigung relativ gering.

27.04.2012:

In einer Mail an die Verantwortliche des Verlages der Karte (s. 16.4.), lobte ich die Herausgabe dieser und bot meine Hilfe bei einer möglichen zweiten Auflage an. Ich wies aber auch auf den kleinen Fehler im eingezeichneten Verlauf des GL 1 hin - s. 16.4. (mit kleinem Kartenausschnitt). Nun warte ich auf eine Reaktion des Verlages.

01.05.2012:

Kontrollwanderung im Bereich des GL 1 bis Ulmers Ruh: Vor dem gesperrten Abschnitt zwischen Abzweig Thüringenweg und Ulmers Ruh wurden neue Wanderwegssymbole (grün) an den Bäumen angebracht. Dabei wurde direkt hinter dem Abzweig ein GL-Symbol mit einem Symbol den Grünen Wanderweges, der als Umgehung ausgeschildert und neu markiert wurde, übersprüht! Man ist an einer Beseitigung der Sperrung in naher Zukunft wohl überhaupt nicht interessiert! Auch die Absperrschilder am Geländer an beiden Enden des gesperrten Wegeabschnittes weisen auf eine sehr langfristige Sperrung hin. Für den gesamten GL 1 sind das keine guten Aussichten für die Zukunft. Ob damit auch die Übersprühungen von GL -Symbolen im Abschnitt Wilhelmshöhe - Oschatzbank im Zusammenhang stehen, konnte nicht herausgefunden werden. Derzeit ist eine Nachbesserung der Markierung des GL 1 auf Grund der Unterbrechung des Weges nicht sinnvoll. Sieht so die Zukunft des Ersten Geologischen Lehrpfades von Jena aus ?



von links nach rechts: übermaltes GL-Symbol kurz hinter der Abzweigung Thüringenweg, blauer Wanderweg/fest angebrachtes Absperrschild am unteren Ende des gesperrten Weges bei Ulmers Ruh/Wanderwegweiser mit Hinweis auf Umleitung am Wegweiserpfahl am Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege/Absperrschild am oberen Ende des gesperrten Abschnittes

07.05.2012:

Wieder liegt ein defekter, ausgesonderter Kühlschrank (Kühlkombination) direkt am Weg in Höhe des Abzweiges zum Wilhelm Pitt Weg im Bereich des renaturierten Grundstückes. Angesichts der Möglichkeit diese kostenlos über den K S J entsorgen zu lassen, ist das ein Frevel für die Umwelt (vgl. Chronik Teil 3, Januar 2000). Eine entsprechende Information erfolgte an die für die Beseitigung solcher abfallrechtswidrigen Zustände/wilde Ablagerungen zuständigen Stelle beim Umweltamt Jena.

28.05.2012:

Kurzbesuch eines Prof. aus den USA am GL 1: Ich zeigte ihm den Aufschluss 2 Geotop "Gipsschlotten" Herr Prof. M. Raschke war vom Aufschluss begeistert obwohl es in den USA ja wesentlich umfangreichere Geotope in den Nationalparks gibt.


01.06.2012:

Eine seit mehreren Wochen fehlende Sitzbank oberhalb vom Geotop "Gipsschlotten" scheint durch eine Neue direkt am Zugangsweg zum Geotop ersetzt zu werden. Darauf lassen Abgrabungen schließen, die unmittelbar am Weg ausgeführt wurden. Etwas grauer Röt kam dabei zum Vorschein:


17.06.2012:

Relativ ruhig geworden ist es mit dem GL 1 seit der Sperrung vom Aufschluss 4 (Geotop "Ulmers Ruh") und der Unzugänglichkeit von Aufschluss 1 a. Leider kann man die Erläuterungstafel nebst Eule offiziell nur noch von der Ferne aus von unten (s. Bild) oder seitlich am Absperrgeländer erahnen. Am Aufschluss 3 an der Wilhelmshöhe ist im Bereich des Aufschlusses durch einen Unbekannten einer kleiner Anschnitt frisch freigelegt wurden. An dem Wanderwegpfahl links daneben fehlt ein Wegweiser (gelber Wanderweg). Nahe am Aufschluss 1 in der Schillstraße wurde eine Erdwärmebohrung in einem Grundstück durchgeführt.


05.07.2012:

In einer Pressenotiz war jüngst zu lesen:... die Fuchturmgesellschaft bedauert das der Felsabbruch bei Ulmers Ruh bisher noch nicht beseitigt wurde... es gäbe auf Grund der Kürzungen im Wanderwegepflegebereich auch kaum Möglichkeiten, das dieser Zustand zeitnahe verändert werden könnte... So werden sicher keine "Visionen" wahr!

Dafür gibt es wieder eine neue Literatur, die sogar beide Geologische Lehrpfade von Jena zumindest vom Namen her beschreibt! Ein Reiseführer vom Mitteldeutschen Verlag: "JENA" weist auf S. 75 mit Eintragung in der Karte SEHENSWERTES unter Nr. 5 auf den Geologischen Lehrpfad hin "...zur Schillstraße. Hier beginnt der Erste Geologische Lehrpfad Jenas. Auf dem Weg, der mit dem orangenen Quadrat mit den blau gekennzeichneten Buchstaben "GL" gekennzeichnet ist, taucht man in die Gesteinsschichten des Erdzeitalters der Trias ein und wandert auf den nächsten 2.300 Metern vom Buntsandstein zum Muschelkalk. Erläuterungstafeln geben an einzelnen Stationen Aufschluss über die Steinformationen. Der Weg führt über die Wilhelmshöhe (Gaststätte) am Nordhang des Hausberges entlang bis zum Fuchsturm (Gaststätte), hinter dem eine geologische Steinsammlung zum "Begreifen" einlädt". Der Text ist gut gewählt und zeigt von Kenntnis des Lehrpfades. Mit einer der Autorinnen hatte ich in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Jena TV auch schon frühere Kontakte den Geologischen Lehrpfad betreffend, deshalb wohl auch dieser recht gut formulierte Text. Leider entdeckte ich dann unter dem Text eine Abbildung der Teufelslöcher mit dem Text: "Auch der Ursprung der Teufelslöcher wird auf dem Ersten geologischen Lehrpfad erläutert" Hier hätte besser ein Bild vom Geotop "Gipsschlotten" hingehört. Dieser "Ursprung" wird natürlich auf der Erläuterungstafel vom Aufschluss 2 des Zweiten Geologischen Lehrpfades erklärt. Trotzdem ist es insgesamt eine angenehme Überraschung, die es wert ist diese Literatur mit in das Literaturverzeichnis aufzunehmen (Nr.48).

12.07.2012:

Straßenbauarbeiten sind ab Abzweig Wilhelm-Pitt-Weg angekündigt: Es werden aber sicher dadurch keine neuen geologischen Aufschlüsse entstehen, da es nur eine oberflächennahe Maßnahme sein wird (laut Ankündigung).


16.08.2012:

Gut einen Monat sind wieder "ins Land gegangen" ohne über Neuigkeiten von den Geologischen Lehrpfaden berichten zu können. Das ändert sich nun schlagartig wieder, als ich eine neue Literatur in den Händen hielt. Es ist der kürzlich erschienene Reiseführer JENA kompakt von Jens Oebser aus dem Historicus Verlag Jena! Er enthält Hinweise und Erwähnungen über beide Geologische Lehrpfade von Jena. Zum Ersten steht auf S. 243 unter Weihestätte: ....Der Hain ist Endpunkt des "Geologischen Lehrpfades" mit dessen Anlage die Arbeitsgemeinschaft" Junge Geologen" der Station Junger Techniker und Naturforscher schon 1985 begonnen hat. Der Pfad beginnt am Aufschluss in der Schillstraße (Jena-Ost), verläuft über die Wilhelmshöhe und weiter am Nordhang des Hausberges entlang bis zur Weihestätte. Man wandert sozusagen vom "Buntsandstein zum Muschelkalk". ...

Ergänzt wird die Erklärung mit einem Bild der Erläuterungstafel und dem Stein der Ruppbergemeinde (Nr. 21). Wenige Seiten weiter kann man den Begriff "2. Geologischer Lehrpfad" erlesen. (s. Tagebuch GL 2). Auf S. 7 liest man dann unter Geologie:

Ein geologischer Lehrpfad im Osten der Stadt verbindet markante Aufschlüsse miteinander, z. B. (hier wird aber der GL 2 im Teilverlauf erwähnt - siehe auch hier Tagebuch des GL 2).

Neben der Erklärung zur Geologie fand ich eine Abbildung des nach der Wende verschwundenen "Eiszeitgrenzsteins" der angeblich noch (oder wieder ?) in Lobeda-West stehen soll? Da werde ich demnächst mal bei Autor nachrecherchieren, ob das wirklich so ist. Insgesamt gefällt mir auch die geschichtliche Darstellung der Sehenswürdigkeiten um Jena mit einem guten Insiderwissen! Die Literatur wird entsprechend ergänzt (Nr.49).

23.08.2012:

Auch wenn es den GL1 nicht unmittelbar betrifft: Es gibt seit kurzem eine neue Infotafel am Jenzig: "Von der WÜSTE zum MEER" über den Aufschluss im Unteren Muschelkalk am Wanderweg zum Jenzig. POM ist der Sponsor und die ÜAG stellte diese in bewährter Weise dort auf (Pressemitteilung). Vielleicht nimmt sich nun doch jemand auch wieder einmal dem Aufschluss bei Ulmers Ruh an. Nachgehakt wurde schon bei der Ortsteilbürgermeisterin. Auf Grund der Sperrung des Weges gibt es in diesem Jahr auch keine Aktivitäten zum Wenigenjenaer Sommerfest und zum Tag des Geotops am Ersten Geologischen Lehrpfad.

Die Tafel bei "Sorges Ausblick" am Jenzig Hinweis am Aufschluss ca. 80 m entfernt (Aufn. 2. Dez. 2012)


13.09.2012:

In der Serie" OTZ-Landpartie" las ich heute eine kurze Information auch zum GL1. Es ging um den Fuchsturm: ...Der Platz ist auch Endpunkt eines Geologischen Lehrpfades... Wenigstens mal wieder ein Hinweis in der sonst sehr ruhigen Zeit den Lehrpfad betreffend. Eine neue geologische Literatur vom Jenzig-Verlag zur Geologie vom Saale-Holzlandkreis/Jena lässt eine Erwähnung der Geologischen Lehrpfade und seiner Aufschlüsse erhoffen. Man darf gespannt sein. Diese Literatur wurde bestellt.

14.09.2012:

Literatur eingetroffen: Schon auf der 2. Jenaer Buchmesse im Volksbad konnte ich die neue Literatur zur Geologie vom Saale - Holzlandkreis und Jena kurz sichten. Dabei kam ich mit der Verlegerin ins Gespräch. Beide Lehrpfade werden erwähnt. Beim GL1 wird allerdings von der Schillstraße gleich zu Ulmers Ruh übergegangen. Das Geotop "Gipsschlotten" wird ignoriert. Auch sonst finde ich im Literaturverzeichnis keine Hinweise zum Bsp. zum Flyer des GL 1 oder weitere Literaturangaben. Zum GL 2 siehe Tagebuchnotiz.

08.10.2012:

Im Bereich des Geotops "Gipsschlotten" an der vorderen Schlotte wurden Teile der Gipsfelsen auf dem Boden abgelegt. Diese müssten später wieder am Felsen angebracht werden, damit solche "Abtragungen" zukünftig unterbleiben. Das seit längerer Zeit brach liegende Grundstück unterhalb des Geotops am Fuchsturmweg wurde erneut von Müll beräumt und evtl. für die Anlage von Parkplätzen des Kindergartens (?) vorbereitet. Wieder wurde dort im Laufe der Jahre illegal Müll abgelagert!


20.10.2012:

Kontrollgang im mittleren und oberen Lehrpfadabschnitt. Herrliches "goldenes" Oktoberherbstwetter luden zu dieser kurzen Wanderung geradezu ein. Ich bin den kompletten Lehrpfad einschließlich des gesperrten Wegeabschnittes bei Ulmers Ruh und der historischen Route zwischen den gepl. Aufschlüssen 3 a und 3 b oberhalb der Wilhelmshöhe abgegangen. Zunächst stellte ich am Aufschluss 3 direkt an der Wilhelmshöhe fest, dass die Holzbalken, die den Aufschluss früher einmal einrahmten, völlig morsch waren und schon teilweise im Bereich des Aufschlusses lagen. Im "Dornröschenschlaf" liegt der gesperrte Abschnitt beim Geotop "Ulmers Ruh". Auch aus der Erläuterungstafel wuchsen schon Pflanzen ! Hier ruht natürlich seit Monaten jegliche Aktivität. Entsprechend verwachsen ist dieser Wegeabschnitt. Eine Änderung scheint noch nicht in Aussicht. Es ist eben einfacher ein Absperrgeländer an den Wegeabschnitten zu errichten, einige Wegweiser zu erstellen und den Abschnitt der Umleitung neu bzw. über zumarkieren! Weiter oberhalb wurden keine Veränderungen festgestellt. Meine Ergänzung auf der Erläuterungstafel der Weihestätte zum 33 Stein war aber kaum noch zu lesen (verblasst). Schöne goldene Herbsteindrücke waren aber eine Entschädigung für den Zustand des Ersten Geologischen Lehrpfades ab dem Aufschluss 3!



27.10.2012:

Früher Wintereinbruch im Lehrpfadgebiet: Die Gipsschlotten zeigten sich schon im Schneekleid. Auf dem Ersten Geologischen Lehrpfad bestand sogar Schneebruchgefahr durch die Schneelast auf den noch mit Laub bedeckten Bäumen.


15.11.2012:

Schon seit einigen Tagen deuten sich im Umfeld des Geotops "Gipsschlotten" wieder Baumfällarbeiten an. Ein Baum ist sogar direkt im Bereich des Geotopes markiert. In Kürze werden auch die alljährlichen Säuberungsarbeiten am Geotop "Gipsschlotten" fällig. Ein Termin ab 24. 11. ist anvisiert.


Der morsche Baum (Bäumchen) mit der 7 direkt im Bereich der Gipsschlotten, Bild rechts: Nr. 3 und 4 am Weg nahe der Übersichtstafel. Die betroffenen Bäume sind glücklicherweise keine Markierungsbäume.

24.11.2012:

Gipsschlottensäuberung: Die traditionelle Geotopsäuberung (Laubbeseitigung) wurde durchgeführt. Bis auf einen kleinen Teil der hangseitigen hinteren Schlotte und der Abrissschlotte im gleichen Teil der Gipsschlotten konnte die Säuberung ohne große Probleme zügig durchgeführt werden. Ich musste jedoch feststellen, dass im hinteren Teil der Schlotten ein weiteres Stück lose auf dem Gips lag. Während der Arbeiten kam ich mit zwei "Wanderern" ins Gespräch die u. a. die Hausbergbebauung und die Problematik mit dem Neubaubesitzer oberhalb von Aufschluss 1a zum Inhalt hatten. Ich gab einige Hinweise zum Aufschluss (Geologie), zur bevorstehenden Bebauung, zur Historie und zum GL 1 im Überblick. Es entwickelte sich ein interessantes Gespräch. Die Restarbeiten werden demnächst fortgesetzt um die Säuberungsarbeiten einschließlich einer Feinreinigung abzuschließen. (Restarbeiten wurden am 27.12.2012 erledigt - Bild rechts)

Gipsschlotten vor der Reinigung Gipsschlotten nach der Reinigung


Wanderwegschild im Schlegelsberggebiet im 	Privatgarten mit Hinweis auf Ulmers Ruh (Eigenanfertigung) letzte Arbeiten am 	27.12.12


01.12.2012:

Auf historischer Spurensuche: Anlass der Spurensuche war der vierte Tag der Stadtgeschichte in Jena. Das Thema hieß "Jena macht Schule". Dort waren begleitende Bildausstellungen über Jena -Ost (Geschichte von Wenigenjena) zu sehen und ein Flyer mit Stadtplanausschnitt mit der Brauckmannschen Erziehungsanstalt (s. Chronik Teil 4, Bild 161 b) machte mich neugierig, ob diese ehemalige Schule auch Erwähnung fand. Während das Letztgenannte nicht der Fall war, fand ich in der Ausstellung einige mir bereits bekannte, aber auch neue Bilder aus dem Lehrpfadumfeld. Am Aufschluss 1 b ist das kleine Bild wieder völlig verblasst und auch der Geocachingpunkt dort scheint entfernt zu sein.


Eine bemerkenswerte Entdeckung machte ich auf dem Ausschnitt des alten Stadtplanes von vor 1930. Links meine schwarz-weiß Kopie des Ausschnittes mit der Eintragung der Brauckmannschen Erziehungsanstalt (s. Chronik Teil 4, Bild 161b). Rechts daneben der farbige Ausschnitt aus dem gleichen Stadtplan vom Flyer des Tages der Stadtgeschichte. Sogar die handschriftlichen Ankreuzungen wie auf meinem Plan finden sich am Ende der Hausbergstraße. Es musste dieselbe Bildquelle verwendet worden sein (Quelle Bild rechts: Stadtmuseum Jena)

Foto unmittelbar hinter 	Aufschluss 1 untertitelt "Fuchsturmweg/Ecke Schillstraße von 1942" (vermutlich 	von W. Eckardt für die Ausstellung zur Verfügung gestellt) Blick auf den 	Hausberg (Bild war in der Chronik schon vorhanden) Kartenausschnitt des 	Überschwemmungsgebietes der großen Überschwemmung vom 24./25. 11. 1890 im 	heutigen Lehrpfadgebiet. Der Erste Geologische Lehrpfad wäre damals aber nicht 	davon betroffen gewesen. Die Straßen waren damals noch nicht vorhanden.


03./04.12.2012:

Baumfällungen in Gange: Unterhalb vom Geotop "Gipsschlotten" wurden die durch die Markierungen an den Bäumen angekündigten Baumfällarbeiten durchgeführt. Dabei wurde die Übersichtstafel kurzerhand abgesägt(!) und lehnte am Geländer. Am Abend des 3.12. sah ich sie direkt hinter der Bank liegend. Auch das dürre Bäumchen im Bereich des Geotops wurde beseitigt. Die Anfang 2006 angefertigten Wegweiser mit Thüringenweg und Geologischen Lehrpfad am Pfahl An der Leite/Karl Liebknechtstraße (s. Chronik Teil 4, Bild 133) sind nun auch um einen Wegweiser ärmer. Der Thüringenwegweiser wurde abgerissen. Der Wegweiser zum Geologischen Lehrpfad ist auch in einem sehr schlechten Zustand.

der Thüringenweg ist am 	Abzweig zur Zeit durch die Bäume versperrt ein fast freier Blick zum Geotop "Gipsschlotten" 	vom Fuchsturmweg aus einzig dieser Markierungsbaum steht noch am Abzweig zum 	Geologischen Lehrpfad


die Bank mit der Übersichtstafel dahinter liegend ein 	Rest des abgerissenen Wegweisers zum Thüringenweg ist noch am Pfahl (vgl. Bild 	133, Chronik 4!)


07.12.2012:

Während der VFMG Weiden (Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie) Weihnachtsfeier mit Vortrag wurden meine letzten wenigen noch vorhandenen Flyer vom Ersten Geologischen Lehrpfad Jenas verteilt. Nun müsste eine Neuauflage folgen, die auch den Link zur neuen Seite enthält.

23.12.2012:

Kontrollgang auf dem Ersten Geologischen Lehrpfad. Zu meiner großen Überraschung wurde die Absperrung am Geotop "Ulmers Ruh" bis kurz hinter das Ulmerdenkmal zurück versetzt. Im Umfeld des Ulmerdenkmals wurde Erde abgetragen und ein kleiner Platz geschaffen. Die Erläuterungstafel wurde vom Felsen abgenommen und neu komplett mit Dach und Aufsteller sowie Naturschutzeule am Ende des Zugangsweges aufgestellt! Damit ergibt sich in der Zukunft für den Geologischen Lehrpfad dort ein neuer, geänderter Verlauf. Der Aufschluss direkt am Weg wird nun wohl dauerhaft umgangen werden müssen. Es entsteht ab Abzweig Thüringenweg/blau markierter Wanderweg ein Stichweg zum Aufschluss 4. Diesen Stichweg dann wieder zurückgehend wird der Geologische Lehrpfad weiter über den Thüringenweg, vorbei an der ehemaligen Mariensennhütte (Aussichtspunkt) bis zum Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege umgeleitet. Eine Ergänzungs- bzw. Neumarkierung, teilweise in beide Richtungen, wäre dann erforderlich. Der Geologische Lehrpfad würde dann auch an dem sehr schönen Aussichtspunkt unterhalb der ehemaligen Mariensennhütte vorbeiführen. Die dort im Unteren Muschelkalk anstehenden so genannten "Fossilschlauben" oder "Paläorinnen" könnte man mit in den Lehrpfad ein beziehen und eine weitere Erläuterungstafel dort planen (evtl. als "Aufschluss 5" bezeichnen). Über einen Inhalt einer solchen Tafel müsste man noch nachdenken. Außerdem wird durch diese Wegeführung der Erste Geologische Lehrpfad von Jena verlängert. Im Bildanhang einige Hinweise zum Neuverlauf:





Von links nach rechts, oben nach unten:

  • Seit 1986 waren hier die Erläuterungstafeln angebracht. Nun ist dieser Standort am Felsen Vergangenheit. Damit wurde auch die letzte bisher noch am Felsen befestigte Tafel des GL 1 entfernt!
  • Eine historische Aufnahme von 1901 zeigt den gleichen Bereich wo sich ab sofort der neue Standort der Erläuterungstafel unmittelbar neben dem Ulmerdenkmal befindet. Dieser Standort zeigt auch gut den geologischen Überblick des Aufschlusses und ist vor allem steinschlagsicher!
  • Ab hier wird bis zum Abzweig Thüringenweg (s. Bild mittlere Reihe links) eine beiderseitige Markierung in Zukunft nötig.
  • Der neue Verlauf entlang des grün und blau markierten Wanderweges sowie des Thüringenweges müsste neu markiert werden.
  • Der Blick von der "Mariensennhütte" in das Saaletal.
  • Der zugehörige Aufschluss mit der "Fossilschlaube" (Detail vergrößert)
  • Hier treffen der neue Verlauf des GL 1 wieder mit dem "alten" zusammen (nahe Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege).
  • Die Mariensennhütte auf einer historischen Aufnahme von 1906.
  • Vom gleichen Standort aufgenommen am 2.2.2013.

 

26.12.2012:

Jahresrückblick: Es war kein besonders gutes Jahr für den Ersten Geologischen Lehrpfad von Jena. Schon Ende Januar gab mit dem Felsabbruch bei Ulmers Ruh einen schweren Rückschlag für den GL 1. Seit Ende Januar ist der Wegeabschnitt nun gesperrt. Aufschluss 1a ist nicht mehr frei zugänglich (s. Bild mitte links), die Hausbergbebauung kommt nicht so recht voran, es gab keine kompletten Führungen über den Lehrpfad und am Ende des Jahres sah es unterhalb vom Geotop Gipsschlotten nicht gerade einladend aus (s. Bild links). Kurz vor Weihnachten zeichnete sich aber eine sehr gute Lösung für das Geotop "Ulmers Ruh" ab. Die Tafel wurde neu errichtet (s. auch 23.12. und Bild rechts) Hier wird einiges an Arbeit im kommenden Jahr nötig werden. Die Gipsschlotten wurden mehrfach im Geocaching gelobt:

"...Ein kurzer Aufstieg - ausgehend von Zwirn's ehemaligem Studenten-Domizil - und wir wandelten auf der Spur der Steine. Eine schöne Ecke mit interessanten Informationen."

"Ich war schon mal an dieser besonders interessanten Stelle, aber da ahnte ich nicht, dass hier ein Earthcache zu absolvieren ist."

"Bei wunderschönem Herbstwetter haben wir die Gipsschlotten besucht. Auch dies war ein sehr lehrreicher Earthcache - wie der Name schon sagt. Vielen Dank fürs Zeigen!"

"Ich bin immer von Neuem erstaunt mit welchen Highlights die Umgebung Jenas aufzuwarten versteht. Die Gipsschlotten gehören mit zu den Eindrucksvollsten. Habe mich heute mal bei zünftigen winterlichen Schneegestöber auf den Lehrpfad begeben und wieder etwas gelernt. Ein echt schönes Plätzchen, welches ich sicher noch einmal bei etwas besserem Wetter aufsuchen werde. Besten Dank für das Herlocken."

Ein positiver Lichtblick ist der neue Tafelstandort für die Erläuterungstafel am Geotop "Ulmers Ruh" (Aufschluss 4) , siehe Bild unten rechts!

Und aktuell zu "Ulmers Ruh" Geocaching betreffend:

"Die Aktualität der Disable-Meldung ist leider immer noch gegeben. Da der erste geologische Lehrpfad im Bereich des Aufschlusses immer noch gesperrt ist, kann ich dieses Listing noch nicht wieder enablen. Wie auf den Seiten von Conrad Linde (Anm.: Link stimmte nicht mehr) nachzulesen ist, wird die Sperrung auch noch eine ganze Weile andauern. Bitte Geduld in der Hoffnung, dass der Lehrpfad im Bereich des Aufschlusses wieder freigegeben werden kann."

Der Hinweis zur Wiederfreigabe dieses Geocachingpunktes erfolgte nun zeitnahe:

"Hallo,

der Geocachingpunkt "Ulmers Ruh" am Ersten Geologischen Lehrpfad von Jena kann wieder bis zum Absperrgeländer am Ulmerdenkmal besucht werden. Die Erläuterungstafel steht nun unmittelbar vor dem gesperrten Wegeabschnitt. Da der Erste Geologische Lehrpfad in Zukunft auch den Umleitungsverlauf nehmen wird, ist davon auszugehen, dass der Zustand so bleiben wird. Ob die Fragestellungen geändert und den neuen Bedingungen dort vor Ort angepasst werden müssten, sollte man vor Ort entscheiden."

Zum Aufschluss 2: Geotop "Gipsschlotten" gibt es ein schönes abendliches Bild mit Blick auf Jena Nord - Dank der neuen Sichtschneisen (mitte rechts)!




Man wird sehen, was das Jahr 2013 für den Ersten Geologischen Lehrpfad von Jena bringen wird und ob Visionen wahr werden.

01.01.2013:

Es geht gleich gut los im neuen Jahr! Laut Pressemitteilung und eigener Beobachtung vom Schlendorfer Oberweg aus (Feuerwehren an der Wilhelmshöhe) hatte es am Neujahrsmorgen oberhalb der Wilhelmshöhe einen Waldbrand gegeben, der vermutlich durch Feuerwerkskörper ausgelöst wurde. Ob der Geologische Lehrpfad bzw. die historische Route ("Aufschlüsse 3 a und b") davon betroffen sind, konnte noch nicht überprüft werden. Vor Ort Begehungen und Bilder folgen.

03.01.2013:

Erfreuliche Nachricht: Es ist wieder ein Karton voll mit Flyern vom Ersten Geologischen Lehrpfad aufgetaucht (laut Information von Frau Zander, s. Auszug aus der Mail unten). Damit könnten später wieder potentielle Interessenten (Touristinformation, Anlieger am Lehrpfad: Gaststätten, Interessenten bei Vorträgen und bei Führungen,...) befriedigt werden. Auch wenn der Inhalt nicht mehr so ganz aktuell ist (Ulmers Ruh, Verlauf, Links zu diesen Seiten, etc.) bat ich Frau Zander um Zusendung dieses Kartons. Eine Nachschau vor Ort bezüglich des Waldbrandes ergab Entwarnung für den Geologischen Lehrpfad. Die kleinräumige Waldbrandstelle befindet sich am Südhang kurz oberhalb des gelb markierten Wanderweges ca. 80 m oberhalb des historischen Aufschlusses der Myophorienschichten mit den Fasercoelestinlagen ("Aufschluss 3 b"):

Kleine Waldbrandstelle oberhalb des gelb markierten 	Wanderweges.


Auszug aus der E-Mail von Frau I. Zander:

...Ich habe die Zeit "zwischen den Jahren" zum Aufräumen an verschiedenen Orten genutzt. Dabei ist noch ein (nicht mehr ganz vollständiger) Karton mit Flyern zum GL1 aufgetaucht. Die sind jetzt sicher nicht mehr aktuell, aber falls Sie interessiert sind, kann ich sie Ihnen vorbei bringen...

04.01.2013:

(Bildquelle M. 	Groß, OTZ)


Nun auch offiziell in der Presse (OTZ): "Gefahr teilweise gebannt" Der Erste Geologische Lehrpfad wird aber nicht erwähnt. Hier ein wichtiger Auszug:

Jena. Die Wanderer haben es erfreut um den Jahreswechsel bemerkt: Das Denkmal "Ulmers Ruh" und die daneben befindliche Informationstafel zum geologischen Aufschluss sind wieder zugänglich. Das war lange nicht so. Denn vor fast genau einem Jahr stürzten Felsmassen am Hausberg auf diesen Fuchsturm-Nordweg, rissen das Geländer um und machten den Weg unpassierbar. Bisher war eine Beräumung des Wanderweges stets an den zu hohen Kosten gescheitert, zumal Vertreter der Stadt und vom zuständigen Kommunal-Service stets auf Alternativen verwiesen. So konnte man auch weiterhin auf anderen sicheren Wegen zum Fuchsturm gelangen. Der verschüttete Weg wurde nicht unbedingt benötigt. Weil sich aber dort die 1881 angebrachte Gedenktafel und das 1901 errichtete Denkmal für den verdienstvollen Fuchstürmler Fritz Weimar (1827-1896), genannt der Ulmer, sowie eine große Tafel zu den hier gut zu erkennenden geologischen Schichten befinden, entschloss man sich beim Kommunal-Service Jena (KSJ), den Weg wenigstens so zu beräumen, dass Ulmers Ruh von einer Seite erreichbar sei, sagt Uwe Feige, Werkleiter von KSJ. Mit Hilfe von Mitarbeitern der "ÜAG gGmbH Über alle Grenzen" (ehemals Überbetriebliche Ausbildungsgesellschaft) wurden mit einem kleinen Kettenbagger und mit viel Muskelkraft die Felsbrocken beseitigt und marode Stellen der Felswand befestigt, berichtet Michael Strosche von der ÜAG. "Das haben unserer Kollegen im Projekt Bürgerarbeit gemacht", so Strosche. Auch die Geologietafel habe man von der Felswand entfernt und nach vorn gerückt, so dass sie wieder gut lesbar ist. Allerdings: Hinter jener Tafel brachten die Männer der ÜAG Sperrbalken an. Weiter geht es für Wanderer nicht, wie auch deutlich an den dort noch liegenden, abgestürzten Felsbrocken zu sehen ist. Die gleichen Balken versperren auch den Beginn dieses Wanderweges, wenn man aus Richtung Fuchsturm nach unten läuft. Schilder informieren, dass Lebensgefahr besteht, sollte man sich über diese Sperren hinwegsetzen. Schließlich ist auf diesem Wegabschnitt die Gefahr weiterer Gesteinsabstürze noch nicht gebannt. Für KSJ-Chef Feige gibt es momentan keine Alternative zu diesem Zustand: "Wir werden der Stadt empfehlen, dass dies so bleibt." Weitergehende Maßnahmen, um den Weg wieder durchgängig nutzbar zu machen, bedürften größerer Investitionen, die schlichtweg zu teuer werden dürften...

Damit wird in der Zukunft klar sein: Der Erste Geologische Lehrpfad muss von nun an den neuen Verlauf nehmen. Eine Markierung des neuen Abschnittes wird damit unumgänglich werden.

10.01.2013:

Kleinbaustelle am Ende des Fuchsturmweges: Der K S J baut im Auftrag des Forstes einen Wassereinlauf neu (Bild links). Dazu wurde der Fußweg und ein Teil der Wiese planiert (Bild rechts). Das Umfeld dieser Baustelle sieht leider sehr liederlich aus (Bild mitte). Für wen (bzw. was) der ganze Aufwand betrieben wird, konnte nicht herausgefunden werden. Der Bereich nahe der immer noch nicht wieder aufgestellten Übersichtstafel ist zur Zeit eine "Schlamm- und Müllwüste"!


11.01.2013:

Eine weitere Kleinbaustelle befindet sich unweit des neuen Tafelstandortes vom Geotop "Ulmers Ruh". Dort wird die Wegeböschung unmittelbar am Abzweig des grün markierten Wanderweges und des Stichweges zu den Aufschlüssen der Myophorienfolge mit starken Baumstämmen vor dem Abrutschen gesichert (Bild links). Das ist sicher auch im Zusammenhang mit dem Stichpfad zum Denkmal und der Geologietafel zu sehen. Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Reifenspuren weisen darauf hin, das man mit einem Kleintransporter(?) bis an den Aufschluss entlang des Lehrpfades von der Wilhelmshöhe aus fährt. An eine Freilegung des Zugangsweges zu den Aufschlüssen der Myophorienfolge ist derzeit nicht zu denken (Bild mitte). Da gäbe es auch erhebliche Sicherheitsbedenken. Der Pfad ist auch zur Zeit total verschüttet. Der ehemalige Markierungsbaum oberhalb dieser Aufschlüsse ist auch nur noch eine morsche Baumruine. Man kann den damals (4/1996 - s. Chronik Teil 2), auf die Baumrinde geschriebenen Hinweis von oben aus kaum noch lesen, da die Rinde abblättert (Bild rechts).


14.01.2013:

Nun endgültig weg!!! Der Pfahl An der Leite/ Karl - Liebnechtstraße ist nun auch endgültig Geschichte. Er wurde umgerissen und alle restlichen Wegweiser waren abgerissen. Ich sicherte die Wegweiser und übergab die des blau markierten Wanderweges der ÜAG. Der schlecht erhaltene Wegweiser zum Geologischen Lehrpfad wird nun ein Platz im "Museum" erhalten. Ob später ein Neuer dort wieder an einem neuen Pfahl angebracht wird, ist noch ungewiss - s. Chronik 4 und diese Chronik:

Dez. 2012: Die Anfang 2006 angefertigten Wegweiser mit Thüringenweg und Geologischen Lehrpfad am Pfahl An der Leite/Karl Liebknechtstraße (s. Chronik Teil 4, Bild 133) sind nun auch um einen Wegweiser ärmer. Der Thüringenwegweiser wurde abgerissen...



Von links nach rechts: am Ende des Fuchsturmweges wurde schon etwas aufgeräumt, der Pfahl mit der Nr. 31 lag auf der Treppe, nur noch ein Rest des Befestigungsstabes mit Schrauben und Wegweiseresten (vom schon vorher verschwundenen Thüringenwegweiser) ragten noch aus dem Boden, verschneites Geotop, fehlende Übersichtstafel (zum 21.1.)

21.01.2013:

Es hat wieder viel geschneit im Lehrpfadgebiet! Während eines kleinen Rundganges bemerkte ich auch das Fehlen der Übersichtstafel am Ende des Fuchsturmweges. Ob die Tafel erneuert werden soll, müsste noch herausgefunden werden. (Bilder siehe oben rechts mitte und rechts)

24.01.2013:

Durch Zufall habe ich auf einem Link das GL -Symbol mit Verlinkung zum Logo entdeckt. Unter "Sehenswürdigkeiten von Wenigenjena" wird der gelogische(!) Lehrpfad in seinem Verlauf kurz beschrieben: www.siedler-schlegelsberg.de/vs/index.php/siedlung/sehenswuerdigkeiten. Der Text und das Logo wurden aus einer älteren Beschreibung des Lehrpfades von diesen Seiten kopiert: www.geojena.de/index.php?page=erster-geologischer-lehrpfad-von-jena. Dabei wurde statt die Seite zu verlinken nur das Logo, was auf der Seite zum GL-Symbol verlinkt ist, verlinkt. Offenbar war das ein Versuch die Seite zu verlinken. Die Fuchsturmgesellschaft stellt nun auch auf ihrer Internetpräsens das Buch vom Hausberg kurz vor: www.fuchsturm.de

29.01.2013:

Für das neue Mitteilungsheft des TGV (Nr. 1/13) wurde ein kurzer Beitrag mit Bild über die Zugänglichkeit vom Aufschluss 4 (Geotop "Ulmers Ruh") und die geplanten Änderungen der Lehrpfadroute im folgenden Frühjahr/Sommer eingereicht.

05.02.2013:

Pfahl wieder neu: Der Pfahl samt zwei Wegweisern wurde wieder neu durch die ÜAG "An der Leite" aufgestellt. Ob dort später auch wieder der Thüringenwegweiser und der Geologische Lehrpfadwegweiser angebracht wird, bleibt noch abzuwarten. Möge er bitte dort lange erhalten bleiben!


21.02.2013:

Man ist doch immer wieder überrascht welche Literatur über den Geologischen Lehrpfad schon seit einigen Jahren mir unbekannt in einem Büchlein schlummerte! Die schon in der Vergangenheit immer mal wieder die Lehrpfade beschreibende Buchserie aus dem Jenzig - Verlag: "Wanderungen um Jena" wartet nun im Buch "Wandern in Jena mit Kindern" mit einer Kurzbeschreibung des Ersten Geologischen Lehrpfades auf! Das Buch beinahe schon wieder in der Buchhandlung zurücklegend, entdeckte ich in einem offenem Exemplar dann diesen Artikel auf S. 22 u.f.: "7 Auf dem Geologischen Lehrpfad (GL1)". Es werden kurz die Aufschlüsse 1bis 4 beschrieben. Dazu heißt es: "Der Lehrpfad führt zu fünf spektakulären Aufschlüssen (bloßgelegtes Gestein), von denen Sie vier auf die ser (Absatz, Bindestrich fehlt) Wanderung besehen können". Natürlich ist "Aufschluss fünf" kein Aufschluss im Sinne des bloßgelegten Gesteines. Diese Nummerierung stammt ja noch aus der Anfangszeit des Geologischen Lehrpfades. Die Gipsschlotten werden als "Moosbewachsene Gipsschlotten (Moosbänke)" bezeichnet. Man empfiehlt ab Ulmers Ruh dann zurück zu gehen und den grün markierten Wanderweg zur Trebe entlang zu folgen (was ja auch aktuell wegen der Sperrung zu empfehlen ist, wenn man nicht den gesamten Lehrpfad ablaufen will). Dazu gibt es zwei Bilder (von den Gipsschlotten und von Ulmers Ruh) und Hinweise zum Symbol ("Zeichen GL"). Es werden zwei Abkürzungsvarianten vorgestellt (nach Aufschluss 2- Geotop Gipsschlotten und nach Aufschluss 4 - Geotop Ulmers Ruh). Ich war total überrascht, weil ich von dieser wohl schon seit 2009 existierenden 1. Auflage (Redaktionsschluss 1.11.2009) bis zum heutigen Tage nichts wusste! Literaturangaben fehlten allerdings, sowie Hinweise zum GL 2, obwohl einige Aufschlüsse dieses dort aber auch beschrieben werden. Die Literatur wird natürlich entsprechend ergänzt!

23.02.2013:

Extremer Schneefall im Lehrpfadgebiet! Neben den verschneiten Schlotten (siehe Chronik Teil 6) gab es Minilawinen am Geotop Ulmers Ruh und Schneeverwehungen an den Steinmalen zu beobachten. Für geologische Studien ist dieses Wetter aber völlig ungeeignet!



Von links nach rechts/oben nach unten:

  • Schneewächten auf dem Hausbergkamm (nahe GL1)
  • zwei neue Tafeln innerhalb der Fuchsturmgaststätte informieren seit kurzem über die Hausbergburgen und die Fuchsturmgesellschaft (nahe GL1)
  • Schneewehen unterhalb vom Fuchsturmaufgang am GL Abzweig zum Wirtschaftsweg
  • zwei Beispiele für Schneeverwehungen im Bereich der Weihestätte (Steinmale). Um die Steine herum wurde der Schnee "ausgeweht".

 

04.03.2013:

Erste zaghafte Anzeichen für die bald beginnende Hausbergbebauung: Zahlreiche Bäume im Bereich des Burgweges wurden für die Fällarbeiten gekennzeichnet. Ab dem 4.3.13 begannen dann auch die Fällarbeiten im Bereich des unteren Burgweges. Da werden dann in der Zukunft wieder interessante geologische Aufschlüsse zu erwarten sein. Da das aber außerhalb des Lehrpfadverlaufes zu erwarten ist, kommt hier nur die Kurzmitteilung. Bilder von den Bauaufschlüssen werden dann auf der Seite "Aufschlüsse" zu sehen sein. Die Hausbergbebauung hat aber insofern auch für den geologischen Lehrpfad eine besondere Bedeutung: Straßennamen könnten nach Aufschlüssen und nach Persönlichkeiten, die mit dem Lehrpfad in Zusammenhang stehen, benannt werden. Entsprechende Vorschläge wurden ja schon eingereicht.

10.03.2013:

Ein Tag der vom Wetter alles bot: Sonnenschein über Morgennebel, mild, am Abend Wintereinbruch mit Nebel, später wieder Schnee im Lehrpfadgebiet. Ein kleiner Rundgang diente dazu zu prüfen, ob es nach dem Tauwetter der vergangenen Tage neue Felsabbrüche im Bereich des Aufschlusses 4 gegeben hatte (Geotop "Ulmers Ruh"). Im Bereich des Ulmerdenkmals lagen zahlreiche Muschelkalkbrocken, die von einem erheblichen Steinschlag zeugten (Bild links). Auch eine Fossilschlaube (Bild links mitte), wie ich ähnliche schon während der Sanierungsarbeiten im Jahre 2003 fand, war unter den Felsbrocken dabei. Der Zugangsweg zu den Aufschlüssen der Myophorienfolge ist zur Zeit total verschüttet (Bild rechts mitte). Ob man diesen Weg später wieder freilegen könnte?



(Ansicht des Geotops vom Abzweig unten)

Ein Beitrag für die Lokalpresse wird vorbereitet (Absprache mit Herrn Groß von der OTZ).

13.03.2013:

Wieder starker Schneefall im Lehrpfadgebiet. Die Gipsschlotten sind erneut winterlich verschneit. Für dieses Datum ist das schon recht ungewöhnlich (vergleiche auch 27.10.12 diese Chronik).


21.03.2013:

Kurzartikel zum Geotop Ulmers Ruh einschließlich der Umleitung über die Mariensennhütte (neu geplanter Aufschluss) am Ersten Geologischen Lehrpfad von Jena erscheint im Mitteilungsblatt des TGV Nr. 36 (1/13). Die Literatur wird entsprechend ergänzt.

31.03.2013:

Neue Aufschlüsse im Lehrpfadumfeld: Seit kurzer Zeit gibt es zwei neue temporäre Aufschlüsse im Umfeld von Aufschluss 1a. In der südlichen Verlängerung dieses Aufschlusses 1 a entsteht zur Zeit eine Baugrube in der verlängerten Hausbergstraße. Dort ist der Sollingsandstein unmittelbar unter der Bodenkrume in einer Baugrube für eine Stützmauer zu beobachten. Im weiteren Verlauf der Hausbergstraße gibt es eine kleine Baugrube für einen Anbau, in der schräg gestellte Fasergipslagen und Porphyrgipsbänke der Salinarrötfolge zu sehen sind. Etwas weiter südlich sind dann die von Mägdefrau beschriebenen Gipsschlotten vor Haus Nr.10:


Ostern 2013:

Eiszapfen am Aufschluss 1a, völlig verschneites Geotop Gipsschlotten und andere Eindrücke wagen einen nicht zu glauben das Ostern ist:


03.04.2013:

Presseinformation: steinschlaggefärdete Orte in Jenas Umgebung auf Prioritätenliste: Neben einem Aufschluss an der Straße im Münchenrodaer Grund stehen auf dieser Liste ganz oben "...der Fels "Ulmers Ruh" am Fuchsturm Wanderweg, der geologische Aufschluss Schillstraße (Jena-Ost)..." Weiter war zu lesen: ...Auch bei Ulmers Ruh unterhalb des Fuchsturms muss etwas passieren... allerdings ist hier auch die Verlegung des Weges eine Option..." Das ist ja bereits geschehen. Ein Bild vom "Sphinxfelsen" mit GL 2 Symbol ist diesem Artikel in der OTZ beigefügt.

09.04.2013:

Während eines Rundganges über Teile des GL 1 wurde das Fehlen des letzten noch im Verlauf vorhanden gewesenen Wegweisers zum Geologischen Lehrpfad am Pfahl an der Wilhelmshöhe festgestellt. Der Wegweiser aus dem Jahr 1996 wurde abgeschraubt (von der ÜAG) um stattdessen einen in falscher Richtung zeigenden Wegweiser (gelber Wanderweg) am Pfahl zu befestigen. Da war wohl der Wegweiser zum Geologischen Lehrpfad im Wege! Nun wird es langsam Zeit zu handeln! Über eine Presseinformation zu diesem Thema wird nachgedacht. Dabei könnte auch zur Sprache kommen:

- das Fehlen der Übersichtstafel am Abzweig Fuchsturmweg/GL 1 seit Dezember 2012

- das Fehlen von Ruhebänken am Zick-Zack -Weg, ein Standort für eine Bank unmittelbar am Abzweig zum Geotop "Gipsschlotten" ist über die Abgrabung der Fläche für den Standort der Bank nicht hinausgekommen (s. 1.6 2012 diese Chronik)

- das Übersprühen von GL Symbolen mit dem grün markierten Wanderweg im Bereich Abzweig Thüringenweg bis Ulmers Ruh

- das Fehlen von Hinweisen zum Geologischen Lehrpfad auf den neu angebrachten Wegweisern die Umgehung von Ulmers Ruh betreffend

Überhaupt scheint die ÜAG den Geologischen Lehrpfad nicht in ihrem Programm zu haben (Markierung und Wegweiser). Da werde ich wohl einmal nachhaken müssen.

Bildanhang:

Pfahl Zustand Juni 2012 Pfahl mit fehlendem Wegweiser April 2013 deutlich 	erkennbare Löcher für die Verschraubungen des fehlenden Wegweisers in falsche 	Richtung zeigender Wegweiser- dafür wurde wohl der Wegweiser zum Geologischen 	Lehrpfad entfernt!


22.04.2013:

Frühjahresputz im Lehrpfadgebiet: Die Fuchsturmgesellschaft führt auch über Bereiche des GL 1 einen traditionellen "Osterputz" durch. Dabei wurden die Bereiche um den geologischen Aufschluss "Ulmers Ruh" ausgeklammert, da dieser immer noch wegen Steinschlaggefahr gemieden wird (Pressenotiz OTZ). Es erfolgte eine telefonische Kontaktaufnahme mit der ÜAG betreffs Wanderwegweiser zum Geologischen Lehrpfad. Weitere Absprachen (Forst/Umweltamt) folgen.

25.04.2013:

Nun endlich Frühling im Lehrpfadgebiet (im Bild Buschwindröschen oberhalb vom Geotop "Gipsschlotten"). Der schon seit längerer Zeit geplante Artikel über die Problemstellen am Ersten Geologischen Lehrpfad wurde bei der Presse (OTZ) eingereicht. Man wird abwarten, ob die Presse diesen unverändert veröffentlicht (mit 4 Bildern zur Auswahl). Die Inhalte dieses Artikels sind auch in dieser Chronik zu lesen.


06.05.2013:

In der OTZ (Ostthüringer Zeitung) eingereicht erschien der Artikel über die "Problemstellen am Geologischen Lehrpfad" in der TLZ (Thüringer Landeszeitung) ! Ein eingereichtes Bild von der Mariensennhütte wurde veröffentlicht. Ab Ende Mai werde ich mich nun um die Markierung des betroffenen Abschnittes kümmern und einen möglichen Text für eine neu geplante Erläuterungstafel entwerfen. Der Text soll auch auf die Historie der "Marinesennhütte" hinweisen (in Zusammenarbeit mit der Fuchsturmgesellschaft). Der neue Aufschluss wird dann als "Aufschluss 5" bezeichnet. In den Anfangsjahren wurden die Steinmale (Weihestätte) als 5. Aufschluss des Geologischen Lehrpfades benannt. Das entspricht aber nicht einem Aufschluss im geologischen Sinne.

07.05.2013:

Artikel auch in der OTZ: Der gleiche Artikel mit dem gleichen Bild erschien nun auch in der OTZ. Ein Scan dieses Artikels ist auf der entsprechenden Seite bei geojena.de zu sehen.

22.05.2013:

Übersichtstafel wieder am alten Standort am Ende des Fuchsturmweges: Die Übersichtstafel wurde wieder aufgestellt. Leider wurden an ihr keinerlei Reparaturen durchgeführt, so dass sie in einem noch schlechteren Zustand ist, als vor der Wegnahme. Das Dach ist morsch und die Plexiglasplatte zeigt wieder die Fehlstellen durch einen früheren "Steinschlag". Die Klebefolie, die damals zur Reparatur dieser Stelle aufgeklebt wurde, war entfernt. Dadurch ist die Platte sehr locker und nun der weiteren Verwitterung ausgesetzt. Leider hat der KSJ wohl nicht die finanziellen Mittel diesen desolaten Zustand zu beseitigen !

25.05.2013:

Desolaten Zustand beseitigt: Kleinere Arbeiten am Ersten Geologischen Lehrpfad zwischen Abschnitt Abzweig Thüringenweg und oberhalb Geotop "Gipsschlotten". Im Zusammenhang mit der Beseitigung des Abfalls im Bereich der Übersichtstafel am Ende des Fuchsturmweges nahm ich mir auch die Tafel vor. Eine Notreparatur der Plexiglasscheibe kann nicht mehr erfolgen, weil auch die Tafel insgesamt reparaturbedürftig ist. Da sie im Pfahlbuch der ÜAG mit der Nr. 94 verzeichnet ist, werde ich diese Arbeiten (Dach- und Plexiglaserneuerung) der ÜAG übergeben (Anruf). Die defekte Scheibe befestigte ich auf der Rückseite der Tafel und das Dach wurde notdürftig wieder angebracht. Etwas später markierte ich noch den roten Punkt für den Standort der Tafel (der fehlte schon immer bzw. war auf das Glas aufgeklebt). Die Tafel so wurde so, wie sie vorgefunden war, einfach wieder angebracht.! Im weiteren Verlauf wurde der Zick-Zack-Weg etwas ausgeschnitten und einige Äste im Bereich des Geotops "Gipsschlotten" beseitigt. Bald beginnen auch die Arbeiten an der neuen Markierung im Bereich Ulmers Ruh/Mariensennhütte.

"Baumschmuck" am Geotop "Gipsschlotten" Bank vor Müllbeseitigung Tafel vor Entnahme Plexiglas


Detail Tafel vorübergehend ohne 	Dach und Plexiglas Gesamtansicht nach Säuberung der Umfeldes


27.05.2013:

Absprache mit Umweltamt: Es wurde die neue Markierung am GL 1 und eine vorzubereitende Tafel für den zukünftigen Aufschluss 5 an der Mariensennhütte angesprochen. Es folgt ein Antrag bei der Fachdienstleiterin.

28.05.2013:

Kleiner Rundgang im Bereich Geotop "Ulmers Ruh" und Mariensennhütte: Im Bereich des Geotops wurde Geröll zur Seite geräumt. Dabei fand ich ein Tafelreststück, das man später evtl. als Nottafel für den Aufschluss 5 an der Mariensennhütte verwenden könnte. Das Verbotsschild am Absperrgeländer unmittelbar hinter der Erläuterungstafel am Geotop "Ulmers Ruh" wurde heruntergerissen (s. Bild mitte). Im Verlaufe des Weges wurden mögliche Orte für die neuen Markierungen gesucht. Am Wegweiserpfahl an der Wilhelmshöhe wurde ein Wegweiser ausgetauscht und zeigt nun in die richtige Richtung (s. Bild links). Der Wegweiser zum GL 1 wurde aber noch nicht wieder angebracht.



Die große (links) und kleine (rechts) Fossilschlaube am zukünftigen Aufschluss "Mariensennhütte".

Naturschönheiten:

Aussichtspunkt 	Mariensennhütte Orchideen direkt am Weg (nahe GL 1)


01.06.2013:

Zweites Saalehochwasser nach 1985: Der Erste Geologische Lehrpfad ist auf Grund seiner Lage natürlich nicht davon betroffen. In wie fern es aber Geröll- und Erdrutsche (umgestürzte Bäume) im oberen Verlauf gegeben hatte, bestätigte sich aber bei nachfolgenden Begehungen nicht.

Hausberg mit Wolkenfahne Bis zum Geologischen Lehrpfad ist aber noch etwas "Platz".


08.06.2013:

Erste Vorbereitungsarbeiten zur sechsten Markierung am Ersten Geologischen Lehrpfad: Seit Ende 2005 (s. Chronik Teil 4) sind doch schon einige Jahre vergangen. Die Notwendigkeit einer erneuten Markierung ergibt sich aus folgenden Gründen:

1. Viele Markierungsbäume und Markierungsstellen sind seit Dezember 2005 verschwunden und die alten Markierungen sind teilweise schlecht erhalten.

2. Im Zuge der Umleitung des grünen Wanderweges wurden einige Symbole übersprüht (zwischen Ulmers Ruh und Abzweig Thüringenweg).

3. Durch die Umverlegung auf Grund des Felsabbruches ist eine doppelseitige Markierung zwischen Ulmers Ruh und Abzweig und eine einseitige Neumarkierung bergwärts zwischen Abzweig Thüringenweg und Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege notwendig.

4. Die ÜAG hat den GL 1 (und auch GL 2) nicht in ihrem Programm!

Somit wird diese Markierung doch recht umfangreich ausfallen. Sie soll ja auch wieder ein paar Jahre halten. Zunächst wurde erfreut festgestellt, dass die alte Farbe von 2005 durchaus noch verwendbar sein wird. Die Farbe wurde entsprechend vorbereitet. Es folgen die Markierungsarbeiten mit weißer Farbe, vor allem im Bereich des neuen Abschnittes. Danach wird mit orange und später das GL mit blauer Farbe nachgemalt. Die Schablone von 2005 war auch noch vorhanden. Im Vorfeld informierte ich die Fachdienstleiterin Umweltschutz per E- Mail und per Post über das Vorhaben am Ersten Geologischen Lehrpfad von Jena:

Auszug aus der Mail:

...hiermit stelle ich einen Antrag auf finanzielle Unterstützung für das Projekt "Markierungsarbeiten und Neumarkierung des Ersten Geologischen Lehrpfades im Bereich Ulmers Ruh-Mariensennhütte-Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege“ Auf Grund eines Felsabbruches ist der Geologische Lehrpfad im Bereich Geotop Ulmers Ruh unterbrochen und eine Verlegung wird erforderlich. Dabei soll ein weiterer interessanter geologischer Aufschluss an der Mariensennhütte in den neuen Verlauf mit einbezogen werden. Dort ist geplant eine Erläuterungstafel, von der Art ähnlich der an der Wilhelmshöhe, mit geologischen und *historischen Aspekten, aufzustellen (*die Fuchsturmgesellschaft wird angefragt). Im gesamten Verlauf ist auch eine Ausbesserung der Markierung des Geologischen Lehrpfades erforderlich. Das gilt auch perspektivisch für den Zweiten Geologischen Lehrpfad an den Kernbergen bis in das Pennickental. Hier sind in letzter Zeit wieder gehäuft Besprühungen der Markierungen mit schwarzer Farbe aufgetreten. Da die ÜAG und der Stadtforst diese Arbeiten nicht in ihrem Programm hat , würde ich das selbst übernehmen und ausführen. Eine neue Erläuterungstafel müsste bei einer Firma beantragt werden (oder über die ÜAG) und dann von der ÜAG aufgestellt werden. Als Zeitraum für diese Arbeiten hatte ab Mitte Juni 2013 bis zum September/Oktober 2013 angedacht...

Noch am gleichen Tag begann ich mit den Vormarkierungen mit weißer Farbe. Neben den neuen Markierungen zwischen Ulmers Ruh und Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege über die Mariensennhütte wurden auch im unteren Abschnitt bis zur Wilhelmshöhe zwei Markierungen erneuert bzw. eine historische (nicht mehr vorhandene) am Steilweg zur Wilhelmshöhe nahe am Schmidstein wieder "aktiviert". Der verschüttete Zugangspfad zu den Myophorienschichten bei Ulmers Ruh wurde aus den Markierungsarbeiten herausgenommen und stillgelegt (s. Bild links). Ab Wirtschaftsweg bis zur Weihestätte waren einige Markierungen vollständig zu erneuern. Eine alte Markierung in diesem Bereich wurden nicht erneuert. Sie war nicht mehr erforderlich. Am Fuchsturm sah man deutlich die verschiedenen Schichten, die auf Markierungsarbeiten bis zum Jahr 1986 zurückgehen. Die alten Farbreste wurden weitgehend abgekratzt um die neue Markierung vorzubereiten (s. Bild rechts). Zeitnahe werden die Arbeiten nun fortgesetzt.


(Beispiel für eine Neumarkierung zwischen Abzweig und Ulmers Ruh)

09.06.2013:

Weitere Markierungsarbeiten bis zum Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege wurden durch ein Gewitter vorzeitig abgebrochen.

10.06.2013:

Zügige Fortsetzung der Markierungsarbeiten: Während die Lehrpfadwegezeichen bis zum Denkmal schon die orange Farbe hatten, wurde die Markierung der Farbauftrages bis zum Ende des Ersten Geologischen Lehrpfades fortgesetzt ( als Bsp. s. Bild mitte am Wirtschaftsweg - das wird eine Herausforderung das GL in die Zaunslücke aufzutragen !). Nun fehlt nur noch das Auftragen der blauen GL Buchstaben. Ein Symbol nahe der Fossilschlauben wurde noch ohne weiße Grundierung aufgebracht, da zwischen der Treppe (Mariensennhütte) und dem Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege kein Symbol vorhanden war (auch nicht beim grünen Wanderweg). Unter einer weißen Besprühung (?) kurz vor dem Ende des Lehrpfades bei den Steinmalen verbarg sich ein gut erhaltenes GL Symbol einer früheren Markierung (vierte?). Dieses wurde im Original wieder freigelegt (siehe Bild rechts). Der zugewachsene Markierungsbaumstumpf knapp oberhalb der Oschatzbank wurde wieder frei geschnitten (s. Bild links). Nicht nur der Geologische Lehrpfad wurde durch die "Markierer" der Umleitung (grüner Wanderweg) übersprüht. Es traf auch oft den Thüringenweg, der wohl völlig aus Erinnerung der Wanderer getilgt werden soll. Die restlichen Arbeiten werden wiederum zeitnahe fortgesetzt, so dass das Ziel Mitte des Monats die 6. Markierung zu beenden, durchaus realistisch sein könnte. Anschließend wird es um die Gestaltung der Tafel für den Aufschluss 5 "Fossilschlauben an der Mariensennhütte" gehen. Dazu werde ich aber finanzielle Unterstützung durch das Amt und eine fachmännische Ausführung der Erläuterungstafel benötigen.



Abendstimmung an der "Mariensennhütte". Der Baum in der Bildmitte wird ein markanter "Markierungsbaum". Dort könnte auch die Tafel später aufgestellt werden.

11.06.2013:

GL-Auftrag von oben: Anders als bei früheren Markierungsarbeiten begann ich mit dem Auftragen des blauen GL vom Ende des Lehrpfades aus. Bis unterhalb der Mariensennhütte wurden insgesamt 5 neue Wanderzeichen gemalt, 7 alte Zeichen neu übermalt und 5 Wanderzeichen ausgebessert. Die zähe Farbe neigte zum Verlaufen. Daher werden bei einer Endkontrolle bestimmt noch kleine Nacharbeiten nötig sein. Nun fehlt nur noch der Abschnitt Ende Am Gänseberg bis Ulmers Ruh. Das hoffe ich morgen einschließlich einiger anderer Zeichen (grün) fertig zustellen. Die Fuchsturmgesellschaft informierte ich über das aktuelle Vorhaben per E-Mail:

Sehr geehrte Frau Hofmann, 11.6.2013 wie Sie vielleicht schon aus der Presse erfahren haben, tut sich zur Zeit wieder etwas am Ersten Geologischen Lehrpfad auf dem Hausberg. Eine Ausbesserung und Neumarkierung der Wanderwegzeichen des Geologischen Lehrpfades ist nach fast 8 Jahren wieder mal erforderlich. Dazu kommt noch, dass der Lehrpfad auch über die Umleitung am oberen Weg entlang geführt werden soll. Dort befindet sich im Bereich der ehemaligen Mariensennhütte eine interessante geologische Besonderheit, die es wert ist als “Aufschluss 5” in den Geologischen Lehrpfad mit einbezogen zu werden. Nachdem ja zur Jahreswende das Problem mit Ulmers Ruh sehr gut gelöst werden konnte (mein Dank noch einmal für diese Initiative durch die Gesellschaft!) wird der neue Aufschluss sicher eine Bereicherung für den Lehrpfad und die Wanderwege auf dem Hausberg insgesamt werden. Es ist geplant eine Erläuterungstafel dort anzubringen, die auch auf historische Aspekte dieses schönen Platzes auf dem Hausberg hinweisen könnte (Mariensennhütte). Wenn ich von Ihnen dazu ein paar markante Daten bekommen würde (Name, wann abgerissen, evtl. älteres Bild mit Haus, usw.), könnte ich einen Text entwerfen, der beide Aspekte (geologische und historische) mit beinhaltet. Inzwischen werde ich die Markierungsarbeiten am Lehrpfad bis Mitte des Monats abschließen. Ich habe das Umweltamt auch schon darüber informiert. Evtl. gibt es für die Tafel auch eine finanzielle Unterstützung. Die Markierungsarbeiten mache ich ja wie immer auf ehrenamtlicher Basis (Farben waren sogar noch von 2005 vorhanden und können noch verwendet werden !), da der Geologische Lehrpfad ja mein Lebenswerk ist. In diesem Sinne grüße ich Sie ganz herzlich und verbleibe mit freundlichen Grüßen Conrad Linde

(Anbei ein paar Bilder aus dem Bereich der Mariensennhütte. Die beiden Aufschlussbilder zeigen die Fossilschlauben am Weg kurz hinter der Treppe in Ri. Denkmal (Tanzplatz) und Fuchsturm)

12.06.2013:

Abschluss der sechsten Markierungsarbeiten am Ersten Geologischen Lehrpfad: Zeitnahe wurden die Arbeiten fortgesetzt. Da nach Abschluss des GL-Auftrages noch etwas Zeit war, führte ich gleich anschließend eine Endkontrolle bis zum Ende des Lehrpfades durch und ergänzte die Farbe an einigen Symbolen des grünen und gelben Wanderweges. Außerdem wurden punktuell noch kleine Ausbesserungen an den GL-Wegweisern vom Vortag durchgeführt. Nun fehlt nur noch die Sichtung des unteren Abschnittes von der Schillstraße bis zum Geotop "Gipsschlotten" sowie eine wahrscheinlich sich anschließende nur geringfügige Ausbesserung der im unteren Teil vielfach noch gut erhaltenen Wegezeichen. Während der Arbeiten traf ich bei Ulmers Ruh einen Arbeitskollegen, der gleich eine kurze Einführung in die Geologie des Aufschlusses 4 Geotop "Ulmers Ruh " bekam. Dadurch können auch erstmalig Aufnahmen hier gezeigt werden, die mich bei der Arbeit bzw. den Kollegen an der Erläuterungstafel zeigen (s. unten).

Besonderheiten der sechsten Markierung waren:

- Erstmalig mussten über einem längeren Abschnitt zwischen Abzweig Thüringenweg und Ulmers Ruh doppelseitig GL- Wanderwegzeichen aufgemalt werden (teilweise nur eine Seite, wo ein Vorgängerzeichen noch vorhanden war).

- Der Markierungsbaum am Abzweig zum oberen Weg war von besonderer Bedeutung, da der Wanderer hier zunächst in Richtung Ulmers Ruh zu führen war und anschließend wieder zurück. Das erste GL-Symbol am oberen Weg durfte vom

Abzweig nicht zu sehen sein!

- Infolge der Wegnahme von Markierungsbäumen und nicht mehr erkennbaren Symbolen, weil auf Privatgrund, war es erforderlich neue Wegezeichen anzubringen.

- Ein aus dem Jahr 1986 stammendes, völlig verschwundenes Zeichen wurde wieder "reaktiviert" und ein älteres vermutlich von der vierten Markierung, konnte ohne Restaurierung wieder im Original freigelegt werden.

- Einige Wegezeichen mussten nur punktuell ausgebessert werden. Sie waren noch sehr gut erhalten.

Bei der Markierung! Herr Frank Agricola am Geotop "Ulmers Ruh" 	(Aufschluss 4 des GL 1)



...


von links nach rechts/von oben nach unten:

  • neu am Ende Am Gänseberg
  • reaktiviert nahe Schmidstein
  • auf Wegweiser bei Ulmers Ruh
  • doppelseitig auf dem Weg von bzw. nach Ulmers Ruh
  • am Abzweig zum oberen Weg
  • am Fuchsturm
  • am Wirtschaftsweg mit blauem Pfeil einmalig!
  • nahe Weihestätte am Felsen,...

 

13.06.2013:

Letzte Restarbeiten: Im Bereich zwischen Geotop "Gipsschlotten" und Aufschluss 1 b am Wilhelm Pitt-Weg wurden noch kleinere Ausbesserungsarbeiten an den meist noch gut erhaltenen Symbolen durchgeführt. Besonders an den Birken am W. Pitt-Weg waren aber einige Symbole stärker verschlissen und wurden entsprechend ausgebessert (s. Bilder mitte). Bis zur Schillstraße hingegen gab es keine Beanstandungen. Gleichzeitig wurde der Aufschluss 1 b etwas frei geschnitten und zwei größere Äste wurden am Geotop "Gipsschlotten" und im Bereich des Zick-Zack-Weges abgesägt. Das doppelt aufgemalte blaue Wanderwegszeichen am Fuchsturmweg oberhalb der Übersichtstafel wurde wieder mit einem Zeichen des Thüringenweges übermalt (s. Bild links). Die Übersichtstafel (immer noch im alten Zustand !) bekam auch wieder ausgebesserte Symbole (blauer Wanderweg und Thüringenweg). Zum krönenden Abschluss gab es noch ein handgemaltes GL- Symbol in der Galerie im Keller unter den GL 2 Wanderwegszeichen! (s. Bild rechts). Nun müssten die Markierungsausbesserungsarbeiten am Zweiten Geologischen Lehrpfad von Jena fortgesetzt werden!


15.06.2013:

Unser Oberbürgermeister könnte zukünftig in der "Karl - Brauckmann - Straße" oder "An den Gipsschlotten" wohnen ? Das wäre doch etwas! Das diese "Vision" so wohl nicht sein wird, wurde in der jüngsten Stadtratssitzung, wo es auch wieder einmal um die Hausbergbebauung ging, deutlich klar gestellt (OTZ vom 15.6.2013). Die schwierige geologische Situation am Hausberg- (Lehrpfadgebiet) wurde außerdem von den Planern vor zwei Jahren nicht so gesehen und zwingt aktuell u. a. zur "Nachbesserung" (sprich Erhöhung der Kosten!). Dann sollte doch wenigstens die geplante Ruhebank am Weg oberhalb vom Geotop "Gipsschlotten", die trotz Presseanfrage immer noch auf ihre Aufstellung wartet, dort montiert werden. Könnte da nicht auch noch etwas Geld für diese Bank nahe am Geotop "Gipsschlotten" mit abfallen?

Bestandsaufnahme aller Wegezeichen des Ersten Geologischen Lehrpfades: Nach Abschluss der sechsten Markierung wurde eine schon länger geplante aktuelle Bestandsaufnahme aller GL Symbole im Verlaufe des Lehrpfades gemacht. Eine frühere Spurensuche nach älteren GL-Symbolen brachte schon so manche bemerkenswerte Kleinigkeit hervor (s. Chronik Teil 4, Bilder 137a-e und Anm.). Noch nie wurden aber alle Zeichen einmal gezählt und nach Kategorien geordnet. Hier das Ergebnis:

Am Ersten Geologischen Lehrpfad auf dem Hausberg befinden sich aktuell 74 deutlich sichtbare GL-Zeichen. Davon sind 3 außerhalb der Lehrpfadroute anzutreffen (oberhalb der Wilhelmshöhe am "Aufschluss 3 a und 3 b" und am Ende des Adrian Beier Stieges /W. Pittweg auf einem Wegweiser).

Von früheren Markierungen sind 29 im Original unverändert noch erhalten, punktuell und teilweise wurden bei der 6. Markierung 19 Zeichen ausgebessert, 14 Zeichen wurden völlig neu aufgemalt und 10 neu auf alte Zeichen übermalt. Während der Bestandsaufnahme wurde ein GL -Symbol auf einem Stein etwas unterhalb des Abzweiges nach Ulmers Ruh "wieder entdeckt". Es war völlig zugewachsen und wurde bei der 6. Markierung übersehen. Durch eine rote Übersprühung, die abgekratzt wurde, ist es noch relativ gut erhalten.

4 bzw. 6 GL Symbole befinden sich auf den Übersichtstafeln, Wegweisern und Erläuterungstafeln, davon zwei sind zwei neu aufgetragen auf der Erläuterungstafel vom Geotop "Ulmers Ruh" und auf dem Wegweiser der Umleitung bei Ulmers Ruh. *Zwei GL Symbole befindet sich auf den Wegweisern "Geologischer Lehrpfad" im "Museum" (*wurden nicht mitgezählt - ebenso natürlich die 6 der "Galerie" im "Museum"). Auf 5 Bäumen befinden sich doppelseitig aufgemalte Zeichen (Abschnitt W. Pittweg: 1 und Abzweig - Ulmers Ruh: 4 - einschl. das durchkreuzte Zeichen kurz unterhalb des Weges vor dem ehemaligen Zugangspfad zu den Aufschlüssen der Myophorienfolge).

Insgesamt wurden 11 (?) Zeichen aufgegeben bzw. werden auch nicht mehr erneuert. Die noch gut erhaltenen und deutlich am Weg sichtbaren sind aber mit gezählt wurden. Sie befinden (befanden) sich am ehemaligen Zugangsweg zum Aufschluss 1 a, einzelne zwischen Wilhelmshöhe und Ulmers Ruh, an den gesperrten und aufgegebenen Wegen bei Ulmers Ruh (Zugangspfad zu den verschütteten Aufschlüssen der Myophorienfolge, hinter der Absperrung beim Ulmer Denkmal bis zum Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege im Bereich des gesperrten ehemaligen Verlaufes) und ein Symbol am Weg zu den Steinmalen. Letzteres wurde als überflüssig erachtet (s. Bild unten). Ehemalige Zeichen am Geländer unterhalb des Fuchsturmes wurden bei einer Geländerstreichaktion übermalt (betraf auch alle anderen Wanderwegezeichen). Einige hier natürlich auch nicht mit aufgezählte Zeichen befanden sich auf heute gefällten Bäumen (davon ist noch ein Zeichen auf einem Stumpf erhalten - s. Bild 10.6. und zwei befinden sich im "Museum" als Rindenreste). Nun könnte man natürlich auch noch Zeichen mit Pfeilen einseitig oder doppelseitig unterscheiden. Das hatte ich aber dann weggelassen! Man sollte es nicht übertreiben!

aufgegebener Zugangspfad zu 	den Myophorienschichten unterhalb von Ulmers Ruh - am Geländer war früher ein GL 	Zeichen aufgemalt kurz vor dem Hochweg zu den Steinmalen aufgegebenes nicht 	mehr erforderliches GL-Zeichen


Bsp. für neu auf Erläuterungstafel bei Ulmers 	Ruh aufgetragenes Zeichen mit dem deutlichen Hinweis den Weg "wieder zurück zu 	gehen" vergessenes und wieder "freigelegtes" GL Zeichen nahe am Abzweig 	Thüringenweg, GL bzw. GL Stichweg Ulmers Ruh


16.06.2013:

Weiter geht es im Umfeld vom Ersten Geologischen Lehrpfad: Die Baugrube an der Hausbergstraße in Verlängerung von Aufschluss 1 a ist nun fertig. Sie zeigt die dort zu erwartenden Sandsteinbänke der Sollingfolge und gerade noch den Übergang. Die Baugrube ist mit mächtigen Betonstützpfählen, Mauerwerken und Beton gesichert und bietet somit keinen instruktiven geologischen Aufschluss (Bild s. unten). Am oberen Burgweg gibt es nach Wurzelrodungsarbeiten neben fossilfreien Gips auch erste Brocken mit fossilreichen Rötdolomiten (Tenuisbank und Rhizocoralliumdolomit). Da muss man aber noch etwas warten bis dort sicher spektakuläre Aufschlüsse in Bereich des Gipses und der hangenden grauen Rötschichten kommen werden.

Baugrube in Verlängerung der Hausbergstraße und 	Aufschluss 1 a. Man beachte die Betonsäulen an der Stirnwand der Baugrube.


17.06.2013:

Frau Günther vom Umweltamt wurde per Mail kurz über den Abschluss der Markierungsarbeiten informiert. Gleichzeitig wurde mitgeteilt das dafür keine Kosten entstanden sind, was für die nachfolgende Erläuterungstafel aber nicht zutreffen wird.

07.07.2013:

In einem anderen interessanten geologischen Gebiet in der Jenaer Umgebung unterwegs erlebte ich eine positive Überraschung. Diese neu aufgestellte Tafel war vor Jahren einmal als eine Idee einen "dritten geologischen Lehrpfad" zu errichten gedacht. Zwei Aufschlüsse sind schon vorhanden und dokumentiert: Der hier vorgestellte Aufschluss am Fuße des Mönchsberges wäre der erste Aufschluss des "Dritten Geologischen Lehrpfades" (s. auch Coelestin auf den Seiten geojena.de). In die schon in der passenden Farbe rechts und links des Textes angebrachten rechteckigen Balken könnte gut das "GL 3" Symbol hineinpassen. Das ist aber nur eine Vision! Eine solche Tafel könnte aber dann später auch am Aufschluss 5 des GL 1 an der Mariensennhütte stehen.

Vision eines künftigen GL 3 ? Eher unwahrscheinlich 	so etwas zu realisieren! Trotzdem eine erfreuliche Feststellung auf der anderen 	Saaleseite bei Göschwitz!


19.07.2013:

Fertigstellung der Baustelle am Ende des Fuchsturmweges durch den KSJ. Vielleicht gibt es in der Folge auch einmal eine neue Ruhebank am Standort oberhalb der Gipsschlotten. Kontrollgang bis Mariensennhütte: In dem begangenem Bereich gab es keine Beanstandungen der GL-Zeichen. Mir war aber nicht bewusst, das die Markierung am Aufschluss 3 a oberhalb der Wilhelmshöhe nur noch auf einem Baumstumpf steht.


31.07.2013:

Ultimativer Geoehrpfad im Untersulzbachtal/Pinzgau/Österreich erwandert.

Nachfolgend drei Bilder: Endlich ist die "fehlende Bank" oberhalb von Aufschluss 2 am Geotop "Gipsschlotten" da!/Endlich eine Lösung für Aufschluss 3 an der Wilhelmshöhe: Gestell mit Überdachung!/Daneben das Original im Untersulzbachtal (Österreich) gesehen! Die Bank stammt ebenfalls vom Geolehrpfad im Untersulzbachtal.



05.08.2013:

Erstmalig wurde mit einer Kindergruppe des Hortes der Nordschule im Rahmen der Ferien im Hort der Erste Geologische Lehrpfad mit der Umleitung erwandert (s. von links nach rechts 3 Bilder). Wanderer am Ende des Lehrpfades konnten auf Grund der fehlenden Zahlen an den Steinmalen die Steine nicht richtig von der Erläuterungstafel zuordnen. Ein Problem was ich schon seit der Wegnahme der Nummern Anfang der 90er Jahre immer bemängelte. Dieser Zustand wird sich aber auch in Zukunft nicht ändern. Am Geotop "Ulmers Ruh" wurde in die Lücke der Abstützung des Weges Fremdmaterial (Kulmgrauwackeschotter) eingebracht. Da hätte man natürlich auch einheimischen Muschelkalkschotter nehmen können (letztes Bild rechts). Zufällig lief mir dann Herr M. Groß von der OTZ über den Weg. Er bekam gleich die hier gezeigte Auswahl von Bildern von dieser Wanderung überreicht. Eines davon soll später in einem zukünftigen Kurzartikel in der OTZ veröffentlicht werden.



15.08.2013:

Die defekte Plexiglasscheibe von der Übersichtstafel am Ende des Fuchsturmweges war von der Rückseite der Tafel abgefallen. Ich nahm mich ihrer an um sie evtl. für eine Übergangsnottafel für den geplanten Aufschluss 5 Mariensennhütte später zu verwenden. Obwohl sich schon sehr zersplittert ist, können evtl. noch Teile für eine kleine Tafel verwendet werden. Eine solche sicherte ich schon vor Wochen am Aufschluss 4 Geotop "Ulmers Ruh". Ob der kurze geplante Beitrag von der ersten Führung auf dem "neuen GL 1 " in der OTZ noch erscheint (s. Vorbeitrag)?

17.08.2013:

Überraschung! In den aktuellen Wenigenjenaer Nachrichten steht wieder etwas über Karl Brauckmann. Hier einige Auszüge: KARL-BRAUCKMANN-STRASSE

Im zukünftigen Baugebiet am Hausberg soll eine der neu entstehenden Straßen den Namen "Karl Brauckmann" tragen. So sieht es zumindest ein Vorschlag vor, den der Wenigenjenaer Ortsteilrat im vergangenen Jahr in der Stadtverwaltung einreichte. Wer war Karl Brauckmann, der mit der Straßenbezeichnung geehrt werden soll?. (Daten und Hinweise zur ehem. Schule)... Durch die Freundschaft mit Ernst Haeckel entdeckte Brauckmann um 1908 die Gipsschlotten in seinem weitläufigen Garten, eine geologische Besonderheit. ... (Kommunalpolitiker/Anerkennung für Brauckmann/Hinweis auf Holzwickede) ... Dazu gibt es ein Bild aus geojena.de! Man kennt also die Chroniken des GL 1 und die Seiten. Der Vorschlag kommt natürlich von mir und wurde nur an den Stadtentwicklungsausschuss vom Ortsteilrat weitergeleitet. (s. Chronik des GL 1).

25.08.2013:

Sommerwanderung der FDP über den Hausberg: Neben Problemen der Erschließung des zukünftigen Hausberggebietes gab es am Rande auch ein paar Hinweise zu den zukünftigen Straßennamen. Der Ortsteilbürgermeisterin teilte ich noch einmal die genaue Zuordnung der Planstraßen A und B mit den entsprechenden Namen mit. Es wurde auch auf die fehlende Bank oberhalb Geotop Gipsschlotten" hingewiesen. Ein Ansprechpartner bei dem KSJ wurde genannt.

29.08.2013:

Interessante Aufschlüsse im Umfeld des Ersten Geologischen Lehrpfades: Beginn des Ausbaues des unteren Burgweges. Bisher gab es aber noch keine spektakulären Aufschlüsse. Im Bereich der Einmündung der Hausbergstraße scheint zunächst kein Gips an der Oberfläche anzustehen. Der Hügel besteht aus früheren Aushubmassen(?) und Lös. Die Übergangsschichten sind aber sehr gut aufgeschlossen. Darüber stehen Mergelsteine an. Anders als am GL 1 in den Aufschlüssen 1 und 1a schein der Gips darüber zu fehlen. Hangaufwärts tritt er jedoch begrenzt in einer Art Klippe am linken Straßenrand auf. Das war aber zu erwarten. Weiter unten gab es rechtseitig kleinere Aufschürfungen in der Sollingfolge im Bereich bunt gefärbter Sand und Tonsteine mit Dolomitdrusen. Weitere Bilder siehe bei Aufschlüsse und Mineralien auf den Seiten www.geojena.de unter temporäre Aufschlüsse Burgweg.

31.08.2013:

Nach dem Hochwasser von Anfang Juni gibt es am Saaleufer unterhalb der früheren Insel aus Chirotheriensandstein einen neuen kleinräumigen Aufschluss mit diesem Sandstein im weiteren Umfeld von Aufschluss 1 des GL 1.


100 Jahre neue Camsdorfer Brücke: Mit einem Brückenfest wurde dieses Ereignis gefeiert. Es gab einige Kontakte und Gespräche in Zusammenhang mit dem Ersten Geologischen Lehrpfad von Jena (Kita Fuchsturmweg, Jenziggesellschaft, u.a.). Das neue Buch über die Jenziggesellschaft zeigt auf S. 72-73 die Weihestätte am Ende des Ersten Geologischen Lehrpfades und den Jenzigstein mit der Nr. 2, der neben dem Hausbergstein (Nr.1) steht. Eine kurze Abhandlung zur Geologie findet man in der Literatur auf den Seiten 11-14. Im Zusammenhang mit dem Aufstellen der Schautafel im August 2012 auf dem Jenzig wurde in dieser Chronik ja schon einmal darauf hingewiesen.

In einer kleinen Ausstellung fand ich neben den mir bekannten Bildern (Bild links: Ausschnitt nahe Gipsschlotten - links etwas außerhalb des Bildes) eine mir bisher nicht bekannte Luftaufnahme aus dem Jahr 1912 die teilweise das untere Lehrpfadgebiet randlich zeigten (Bild rechts: nahe an am linken Bildrand - Aufnahme 1912 ?). Leider konnten immer noch nicht die noch vorhandenen Flyer vom GL 1 dort mit ausgelegt werden. Nach den Flyern wurde aber erneut angefragt, ebenso beim KSJ nach der immer noch fehlenden Bank nahe Geotop Gipsschlotten gefragt. Übrigens weihte u. a. auch der damalige Ortschaftsrat/Ortsbürgermeister Herr Karl Brauckmann diese Brücke im Jahre 1913 mit ein!


05.09.2013:

165 Flyer vom Ersten Geologischen Lehrpfad von Jena von Frau I. Zander erhalten: Endlich bin ich wieder in Besitz eines noch vorhandenen Restbestandes an Flyern der "zweiten Auflage". Seit dem 3.1.2013 hatte ich ja Kenntnis vom Vorhandensein dieses Restbestandes. Diese Auflage war etwas kleiner dimensioniert, aber von der Aufmachung her gleich der "Erstauflage". Nun muss sparsam mit diesen Restbestand umgegangen werden. Die Touristinformation bekam anlässlich des nahenden Tages des Geotopes gleich 50 Stück überreicht mit der Maasgabe diese sparsam nur an interessierte Touristen auszuhändigen. Weitere werde ich für den Tag des Geotops am 15.9. (GL 2) bereitstellen. Auch bei einem Stadtteilfest werden in alt bewährter Weise ein paar Flyer ausgelegt. Eine "eiserne Reserve" will ich noch für spätere Veranstaltungen aufheben (Bsp. AG Geotopschutz Ende Oktober, u. a.). Da ich nun auch die Daten zu diesem Flyer auf CD gebrannt bekam, könnte eine Neuauflage (auch für den GL 2), wie schon einmal geplant, endlich realisiert werden. Die CD "Flyer Geolehrpfad 1" wurde am 28.6./29.06.2007 erstellt. Sie enthält die zwei Varianten des Flyers (zwei "Auflagen"). Diese Vision wird wohl erst ab 2014 zur Realität. Mein Dank gilt Frau Zander von der TLUG für die Rettung und Aufbewahrung dieses Restbestandes und die Sicherung der Dateien zum Flyer aus dem Jahr 2007 (s. Chronik Teil 5).

12.09.2013:

Die "Baustelle" am Fuchsturmweg ist mit der Ergänzung des Geländers nun endlich abgeschlossen. Nun fehlt aber immer noch die Ruhebank am Geotop "Gipsschlotten". Im Umweltbericht des Jahres 2012 (heute erst erhalten) stehen auf der Seite 37 immer noch die alten Fehler bei den Geotopen: Aufschluss "An der Leite" Gipsschlotten (nicht Geotop "Gipsschlotten" im Flurstück An der Leite) u. a. Außerdem stehen aber dieses Mal folgende Hinweise neu im Heft auf S. 36: Geotop Ulmers Ruh...nach einem Felsabbruch Anfang des Jahres 2012 ist der Weg aus Sicherheitsgründen gesperrt.

18.09.2013:

Es gibt wieder mal eine neue Literatur: ZUM FUCHSTURM ENTLANG DES GEOLOGISCHEN LEHRPFADES...Unterwegs sind an einigen Felsaufschlüssen Schautafeln angebracht, auf denen man sich über die Besonderheiten der Gesteinsformationen informieren kann... .Zu lesen auf S.111 in DAS JENA BUCH EIN REISEFÜHRER von einem mir bisher völlig unbekannten Verlag aus Jena. Weitere Hinweise fehlen (auch zum GL 2). Die Literatur wird infolge ergänzt.

29.09.2013:

Bei schönstem Herbstwetter wurde mal wieder ein Kontrollgang im Bereich des Ersten Geologischen Lehrpfades durchgeführt. Alle GL-Symbole waren in Ordnung. An zwei Bäumen direkt am Wege kurz oberhalb der Wilhelmshöhe waren Markierungen und Nummern geschrieben. Sie scheinen zum Fällen vorbereitet. Nun gibt es auch die ersten Hyazinthenfunde im Umfeld des GL 1 (am unteren Burgweg). Es ist der gleiche Horizont, der auch am Aufschluss 1 a aufgeschlossen ist. Dort würde es möglicherweise auch diese kleinen Quarzkristalle geben. Das kann man aber nun leider nicht mehr vor Ort untersuchen. Überhaupt ist eine direkte Zugänglichkeit nicht mehr möglich. Man kann den Aufschluss aber immer noch vom Fuchsturmweg aus hinter der Hecke sehen. Da er aber langsam mit Efeu zuwächst, wird das in Zukunft auch nicht mehr möglich sein.

13.10.2013:

Nette Wanderung entlang einiger Teilabschnitte des Ersten Geologischen Lehrpfades: Die Baumfällarbeiten etwas oberhalb der Wilhelmshöhe waren inzwischen erfolgt (Bild links). Vom Aufschluss 5 "Mariensennhütte" gab es einen schönen Herbstblick in Richtung Jena Nord (Bild links mitte). Neue Überlegungen gibt es am Geotop "Gipsschlotten" in Vorbereitung der Erweiterung der Fläche: Die neu einzubeziehenden Hangschlotten im Bereich des noch eingezäunten Grundstückes könnten einmal auf ihren Umfang untersucht werden. Vielleicht kommt noch so manches interessantes Detail bei dieser Untersuchung zutage! Zunächst müsste aber der Drathzaun mit den hässlichen Betonsäulen, die marode Holzhütte und der schon verfallene Platz daneben beräumt werden. Dann wäre es auch möglich die Gipsschlotten völlig zu umgehen. Warum der hässliche Drahtgitterzaun wohl erst kürzlich mit grünem Stacheldraht versehen wurde, ist mir angesichts der Zukunft dieses Grundstückes nicht ganz klar (untere Bildreihe linkes Bild). Wollte man damit Vandalismus zuvorkommen? In Vorbereitung dieser Aktion sah ich mir schon einmal das fragliche Gelände innerhalb der Grundstückes an. Am Geotop traf ich anschließend ein junges Paar welches gleich eine kleine Einführung zum Geotop "Gipsschlotten" bekam. Einige Holunderbüsche und eine morsche Eiche, die sich schon bedenklich in Richtung Gipsschlotten neigte, wurden gleich mit beseitigt. Eine weitere daneben stehende große morsche Eiche müsste durch den Forst gefällt werden.





obere Bildgruppe ab drittes Bild von links:

  • Holunderbüsche, zum Teil morsch, mussten oberhalb der hinteren Hangschlotte beseitigt werden und geben nun den Blick zur maroden Hütte frei
  • der morsche Eichenstamm liegt quer über der vorderen Schlotte/"kleine Führung"

 

untere Bildgruppe (jenseits des Zaunes) von links nach rechts:

  • ungewohnte Ansicht von "unten"
  • vergitterte Schlotte - bei einer zukünftigen Erweiterung des Geotops könnte man dann vollständig die Gipsschlotten umgehen
  • Diese jetzt schon sichtbaren zwei Hangschlotten, bisher unzugänglich außerhalb des Geotops hinter der maroden Hütte, würden natürlich mit in die Fläche einbezogen werden.
  • Direkt hinter der Hütte befindet sich eine weitere Schlotte am Hang (nicht sichtbar). Sie lägen dann alle am Verbindungsweg zur zukünftigen Straße "An den Gipssschlotten".

 

Im Fichtelgebirge bei Thierstein gibt es übrigens einen ähnlichen Fuchsturm wie am GL 1 auf dem Hausberg.


Links: Der "Fuchsturm 2" bei Thierstein ist unserem (rechts) zum Verwechseln ähnlich!

16.10.2013:

In der Banksache nahe Geotop "Gipsschlotten" kommt nun endlich nach anderthalb Jahren Bewegung! Der KSJ will auf meine erneute Anfrage per Mail nun die unten im Grund stehende (blauer Wanderweg) nach oben versetzen. Man darf gespannt sein was mit "absehbarer Zeit" gemeint ist.

01.11.2013:

Vorgezogene Laubbeseitigung am Geotop "Gipsschlotten": Zeitiger als die Jahre zuvor wurde die Reinigung und Laubbeseitigung am Geotop "Gipsschlotten" vorgenommen. Die Gründe lagen am vorangegangenem Sturm "Christian", der dafür sorgte, dass das Laub schon weitestgehend von den Bäumen gerissen wurde. Schäden gab es aber im Lehrpfadgebiet durch diesen Sturm nicht, wie eine vorhergehende Begehung bestätigte. Dieses Mal wurde mit der Reinigung von hinten begonnen, das heißt zuerst wurden die hinteren Schlottenteile gereinigt. Der kleine "geschmückte " Baum wurde gleichzeitig beseitigt. Er sah nun ohne Blätter mit den rot-weißen Bändern wahrlich nicht mehr schön aus (s. 25.5. diese Chronik). Als Fund während der Reinigungsarbeiten gab es eine Art Ständer aus Metall, der aber unter einer Wurzel sitzend beim Bergungsversuch zerbrach. Durch die Trockenheit des Laubes gingen die Arbeiten auch schnell voran. Die hintere Schlotte wurde auch direkt am Drahtzaun erstmalig im Bereich des Zaunes gereinigt. Außerdem wurde der Bereich mit der Aussparung für die immer noch nicht versetzte Bank zusammen mit dem Weg bis oben gereinigt. Da sehen dann die Mitarbeiter vom K S J gleich besser wo die Bank hingehört!


Von links nach rechts/von oben nach unten:

  • letzte Herbstpilze vor der Reinigung (violetter Ritterling)
  • von "hinten" wurde begonnen das Laub zu beseitigen
  • Kontrast zwischen Bereich Gipsschlotten (rechts) und total verwahrlostem Grundstück (links)

 

15.11.2013:

Mal wieder etwas aus den Anfangsjahren des Ersten Geologischen Lehrpfades entdeckt: Im ZVAB Antiquariatsinternethandel ist zu lesen:

Fundgrube. Populärwissenschaftliche Zeitschrift für Geologie, Mineralogie, Paläontologie, Speläologie. 24. Jahrgang Heft 4

Berlin: Kulturbund der DDR, 1988. S. 97-124. 8° , Broschur , Gutes Exemplar

Mit zahlr. Fotos. ; Inhalt: ... Aus der Arbeit der Bezirksfachausschüsse und Fachgruppen: C. Linde: Der erste geologische Lehrpfad in Jena, W. Zessin: Bericht über die paläontologische Regionaltagung der drei Nordbezirke 1988 in Retgendorf bei Schwerin (Teil l), C. Linde: Gemeinsame Exkursion der Fachgruppen Jena und Leipzig.

1988 war die Bezeichnung Erster Geologischer Lehrpfad schon ein geläufiger Begriff. Er wurde später vorübergehend in Geologischer Lehrpfad umbenannt. Nach der Reaktivierung des Zweiten Geologischen Lehrpfades wurde der ursprüngliche Name dann wieder genommen.

In der Banksache gab es eine weitere telefonische Anfrage wie lange es denn noch mit der Umsetzung der rustikalen Bank vom Fuchsturmweg unten dauern würde. Der K S J vertröstete mich wieder. Der IB (?) würde das übernehmen. Ob das noch 2013 passiert ?

17.11.2013:

Herbstwanderung im novemberlichen Grau entlang des Ersten Geologischen Lehrpfades (Bild mitte): Noch kurz vor der Wilhelmshöhe versperrte ein von der Straße abgerutschter Opel den Weg (Bild links). So etwas hatte ich auf dem GL 1 auch noch nicht erlebt! Oben an den Steinmalen angekommen bemerkte ich das meine Ergänzung des 33. Steines vom 27.11. 2011 nicht mehr zu erkennen war. Das könnte demnächst mal dauerhaft auf der Erläuterungstafel ergänzt werden. Am Wirtschaftsweg gab es direkt am Zaun einige interessante Blöcke aus Braunkohlenquarzit (Bild rechts). Wo die wohl ursprünglich herkamen?



28.11.2013:

Filmpremiere der DVD über die "Gebirge Jenas" im Stadtmuseum Göhre: Obwohl ich nicht zu den geladenen Gästen gehörte, konnte ich Dank "Beziehungen" und Nichtteilnahme eines Mitwirkenden für ihn mit in den ersten Reihen mir den Film anschauen. Der Raum war übervoll und viele Interessenten wurde schon lange vor Beginn der Vorführung wieder zurück geschickt. Neugierig war ich schon ob die Geologischen Lehrpfade mit bei den "Wanderungen" berücksichtigt wurden. In einer Vorankündigung in der Presse (s. GL 2) fand ich schon keine Hinweise auf die Geologischen Lehrpfade aber sehr viel zur Geologie. Der GL 1 wurde nicht erwähnt. Am Ende gab es eine Filmsequenz über die Steinmale hinter dem Fuchsturm mit fast wortwörtlich übernommener Erklärung von der Erläuterungstafel. Im der DVD beigelegtem "Booklet" (kleines Heft) auf Seite 17 ist von "32 Steinmalen der Weihestätte der Thüringer Berg- Burgen- und Waldgemeinden aus den jeweils einheimischen Gesteinsarten aufgestellt" die Rede. Wenn dies auch nicht mehr der aktuelle Stand ist (es sind 33!), wird im Film, den Hausberg betreffend, auch mehr auf historische Aspekte hingewiesen. Für den GL 1 ist das ja noch zu verstehen. Beim GL 2 geht es aber konkret um die Beschreibung der Geologie vom Pennickental (Diebeskrippe, Fürstenbrunnen und Kalktuffbruch). Dazu aber die Hinweise im Tagebuch des GL 2. Der Film ist aber insgesamt sehr empfehlenswert.

Im Bereich des unteren Zick-Zack-Weges (am Wegweiser GL und im Bereich der Übersichtstafel) wurden durch den K S J aufgeräumt und auch noch einige kleine Bäume abgesägt. Ob die Bank nahe der Gipsschlotten nun doch noch vor Weihnachten als "Geschenk des K S J" kommt?

05.12.2013:

Sturmtief "Xaver" auch im Lehrpfadgebiet. Da der Sturm noch im "Aufbau" ist, kann über Schäden noch nichts gesagt werden. Am kommenden Wochenende wird man während einer Begehung sehen, ob es Schäden gegeben hatte. Der letzte Sturm "Christian" verlief glimpflich im Lehrpfadgebiet. Eine erneute Anfrage gab es beim K S J wegen der immer noch fehlenden Bank nahe am Geotop "Gipsschlotten". Nach Rückinformation sei der Auftrag aber schon am 15.11. an die ÜAG vergeben worden. Man hofft nun auf zeitnahe Umsetzung nach fast 17 Monaten "Vorplanzeit"!

07.12./08.12.2013:

Außer ein paar heruntergefallenen Ästen gab es keine Schäden durch Sturm "Xaver" im Bereich des Ersten Geologischen Lehrpfades. Während einer Begehung wurden ein paar dürre Äste zur Seite gelegt, die der Sturm "Xaver" besonders zwischen Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege und Springerdenkmal heruntergerissen hatte. Ein erster Winterhauch hat sich nach dem Sturm nun auch im Lehrpfadgebiet breit gemacht.

Außerhalb des Fuchsturmhauses am Eingang zur Gaststätte sah ich eine wohl schon seit einiger Zeit vorhandene Zusammenstellung von Denkmalen der Fuchsturmgesellschaft in einer Erläuterungstafel unterhalb der Übersichtstafel (links). Dort wurde auch der Geologische Lehrpfad erwähnt: ...Ulmers Ruh ist ein Aufschluss des Geologischen Lehrpfades der Stadt Jena und... Auch zum Marienblick (Mariensennhütte - gepl. Aufschluss 5 des GL1) gab es einen Text, der als Grundlage für eine nun erst im kommenden Jahr dort aufzustellende Erläuterungstafel mit dienen könnte (mitte der Text zur Weihestätte). Ein historisches Bild war in der Tafel auch abgebildet (rechts). Eine Umbenennung des Aufschlusses 5 von "Mariensennhütte" in "Marienblick" wäre auch zu überlegen, denn eine Hütte gibt es dort schon lange nicht mehr. Weitere Details zu den Denkmalen könnten mit den von mir in Chronik Teil 4 zusammengestellten Daten verglichen und gegebenenfalls ergänzt werden.



3 Beispiele aus der Erläuterungstafel (Ähnliches könnte man auch einmal für den GL 1 später gestalten)

Da die rustikale Bank immer noch nicht umgesetzt wurde, hier einmal zum allgemeinen Verständnis ein paar Bemerkungen zum nun schon länger andauernden "Bankproblem" im Abschnitt GL 1 Fuchsturmweg - Gipsschlotten ("Zick-Zack-Weg"):

In diesem Bereich gab es nach jeder geraden Strecke im Knick zur nächsten Strecke eine Ruhebank. Insgesamt waren es 3 bzw. 4, wenn man die im direkten Bereich des Geotops "Gipsschlotten" mitzählte. Die letzte stand oberhalb vom Geotop Gipsschlotten nach den Treppenstufen. Als erstes wurde die Bank im Bereich der Gipsschlotten weggenommen, da sie immer wieder Anlass für Ärger bot. Sie wurde dann später durch eine Naturbank ersetzt (s. Chronik Teil 3). Nach Verlegung des blau markierten Wanderweges und Markierung des Thüringenweges im Grund oberhalb des Fuchsturmweges wurde unweit der Übersichtstafel mit Bank eine zweite rustikale Bank aufgestellt. In den letzten drei Jahren verschwanden zwei Bänke im Bereich des Zick-Zack-Weges im Zuge von Ausbesserungsarbeiten und Baumfällungen. Zeitweise war nur noch die Naturbank im Bereich des Geotops vorhanden. Ende Mai 2012 kam dann Hoffnung auf. Ein Platz wurde abgegraben, der genau die richtige Breite für eine dort zukünftig aufzustellende Bank hatte! Diese Bank würde auch günstig genau in der Mitte des Zick-Zack-Weges nahe am Geotop stehen. Kleine Erdarbeiten für den Platz wurden schon einmal vorgenommen (s. 1.6.2012 diese Chronik). Da sich bis zum folgenden Mai (2013) nichts weiter tat, wurde dann über einen Presseartikel (OTZ/TLZ) darauf hingewiesen, dass eine Bank, in diesem Bereich geplant, immer noch auf ihre "Aufstellung" warten würde:

" ...Zunächst ist es ein schon vor einem Jahr geplanter Standort für eine Ruhebank. Dieser Standort direkt am Abzweig zum Geotop "Gipsschlotten" ist über eine inzwischen schon wieder verschüttete Abgrabung für den vorgesehenen Platz leider nicht hinausgekommen. Eine Vollendung wäre zu begrüßen. Aber leider ließ sich bisher nicht ermitteln, wer hier eigentlich eine Bank errichten wollte..." (TLZ/OTZ vom 6.5./7.5.2013)

Nachdem dann wieder ein halbes Jahr verging ohne das sich dort etwas regte, führte ich mehrere Anfragen beim K S J schriftlich (per Mail) und telefonisch durch, um nach dem Verbleib der Bank zu fragen. Dabei unterstützte mich die Ortsteilbürgermeisterin von Wenigenjena, indem sie mir den Ansprechpartner beim K S J nannte. Man sicherte mir nun zu sich um das Problem "in absehbarer Zeit" kümmern zu wollen:

16.10.2013:

"hiermit möchte ich auf Ihre E-Mail vom 14. Oktober 2013 antworten. In absehbarer Zeit wird die Bank mit der Nummer 081 vom blau markierten Weg (im Taleinschnitt verlaufend) an die von Ihnen bezeichnete Stelle versetzt. Die B 081 steht zu dicht an der B 083, daher ist sie dort entbehrlich und steht zur Verfügung."

06.12.2013:

"die ÜAG bekam am 15.11. den Auftrag die betreffende Bank zu versetzen. Nach Rücksprache mit Herrn Strosche wurde mir die Erledigung des Auftrages im Laufe der nächsten beiden Wochen zugesichert."

Nun scheint sich aber eine zeitnahe Lösung für das Problem zu finden. Der Auftrag wäre schon vergeben. Das war aber auch schon wieder vor fast einem Monat laut Aussage von K S J!



Von links nach rechts/von oben nach unten:

  • Der frisch abgegrabene Platz Anfang Juni 2012.
  • Gut ein Jahr später im August 2013 ist der Platz immer noch "ohne Bank" - die hier abgebildete steht in Wirklichkeit in den Alpen!
  • Die rustikale Bank mit der Nr. 081 im Grunde, die nun schon seit 17 Monaten auf ihre Umsetzung wartet.

 

"Was lange währt, wird endlich gut." (It will be worth it in the end.)

Erklärung: Das Ergebnis war die Mühe wert. Das Sprichwort wird verwendet, wenn nach langer Zeit ein vorzeigbares Ergebnis zu sehen ist. Dann hat sich der Aufwand gelohnt und das Resultat ist gut.

(Quelle: Phraseo – Redewendungen, Redensarten und Sprichwörter )

Hoffentlich werden hier Visionen wahr und die "Banksache" führt am Ende, wie im Sprichwort genannt, zu einem guten Resultat! Dann hätte sich auch der Aufwand gelohnt und die Bürger des Wohngebietes, die Wanderer, die Hobbygeologen, die Geocacher, usw. sind befriedigt.

Und zum Schluss ein für die Geologie abschreckendes Beispiel 	aus dem Lehrpfadumfeld: Ein zu betonierter "geologischer Aufschluss" am unteren 	Burgweg/Hausbergstraße.


11.12.2013:

Es ist vollbracht ! Die Bank wurde endlich umgesetzt und als Bonus wurde sogar an der Übersichtstafel das Dach erneuert und eine neue Plexiglasscheibe eingesetzt. Die Tafel selbst wurde etwas versetzt und mit Betonfundamenten befestigt:



Mein Dank gilt der Ü A G welche mit ihren Mitarbeitern die Arbeiten dort ausführte. Nach Mitteilung von Herrn Strosche (ÜAG) hatte sich das so lange hingezögert, weil keine Sponsoren für das Neuaufstellen einer Bank am Geottop "Gipsschlotten" gefunden wurden (Anfrage über die Ortsteilbürgermeisterin). In diesem Falle hätte die Bank von unten auch nicht umgesetzt werden müssen.

14.12.2013:

Vierte Filmvorstellung der DVD "Durch Jenas Gebirge" in der Thalia-Buchhandlung: Wieder war es sehr voll, die Teilnehmer etwas gereizt weil es im Verkaufsraum stattfand. Ein kleiner Monitor, wenig Sitzplätze und keine Möglichkeit der Verdunkelung waren auch nicht gerade optimale Bedingungen zum Vorführen. Ich wollte dieses Mal nicht direkt daran teilnehmen, sondern die Vorführung für Gespräche mit dem Filmproduzenten nutzen. Das war gut am Rande möglich. Meine Kritikpunkte brachte ich an. Gerade günstig als die Sequenz über die Steinmale hinter dem Fuchsturm kam, wies ich darauf hin, dass man hier wenigstens den Ersten Geologischen Lehrpfad mit hätte erwähnen können. Er konnte nichts dazu sagen, versprach es aber in einer Neuauflage zu tun. Zum Bookletfehler auf S.14 siehe GL 2 Tagebuch. Nebenbei erwarb ich eine Literatur zum Thüringenweg: OUTDOOR "Thüringenweg" vom Conrad Stein Verlag 2012. Leider finden sich keine Hinweise zum GL 1 in der 8. Etappe "Von Thalbürgel nach Jena". Der Weg verläuft ja nur teilweise mit dem GL 1 parallel und wird auch von der anderen Seite begehbar (von Osten her) beschrieben. In dieser Literatur wird auf die Problematik der Beschilderung und Markierung des Thüringenweges hingewiesen. Ein Problem, was ich auch im Abschnitt des gemeinsamen Verlaufes mit dem Ersten (und auch Zweiten) Geologischen Lehrpfad immer wieder bemerke! Gerade deshalb versuche ich immer diesen Weg mit bei Markierungen des Geologischen Lehrpfades zu berücksichtigen: "Der Thüringenweg ist auf seinem gesamten Verlauf einheitlich mit einem blauen Punkt auf weißen Untergrund gekennzeichnet. Wir möchten Sie aber darauf hinweisen, dass auf einigen Teilstücken die Kennzeichnung leider mangelhaft oder gar fehlend ist...Da der Thüringenweg leider sehr im Schatten des Rennsteiges steht und mit den für Erhalt und Kennzeichnung der Wanderwege zur Verfügung stehenden Geldern im Gegensatz zum bekannten "Bruder" nur sehr "sparsam" bedacht wird, geht die Erneuerung der Ausschilderung dementsprechend schleppend voran... " (S. 23/24)

29.12.2013:

Jahresrückblick 2013: Im Gegensatz zu 2012 war es für den Ersten Geologischen Lehrpfad von Jena ein durchaus erfolgreiches Jahr! Höhepunkte waren zweifellos die 6. Markierung mit der Verlegung der Route über den oberen Wanderweg (Marienblick) im Juni und die Aufstellung bzw. Umverlegung der rustikalen Bank sowie Rekonstruktion der Übersichtstafel im Bereich des unteren Lehrpfadabschnittes am Fuchsturmweg noch kurz vor Jahresende. Beschädigungen oder Verluste hielten sich in Grenzen. Einzig bedauerlich war die Wegnahme des letzten noch vorhandenen Wegweisers "Geologischer Lehrpfad" am Pfahl an der Wilhelmshöhe im vergangenem April. Da halfen auch keine Presseinformationen in T L Z und O T Z, die auf das Fehlen von Wegweisern zum Geologischen Lehrpfad hinwiesen. Die zukünftige Hausbergbebauung machte sich im Umfeld des Lehrpfades schon durch erste Baumassnahmen bemerkbar (Ausbau Burgweg), ohne das aber sichtbare Veränderungen zum Bsp. am Geotop "Gipsschlotten" machbar waren. Der Aufschluss 1 a "ruht" seit über einem Jahr schon hinter einem verschlossenen Zaun. Geocaching an den Gipsschlotten ist ein fester Bestandteil auf der entsprechenden Seite im Internet.

Es gibt für 2014 einige Maßnahmen, die 2013 nicht mehr zu realisieren waren: Es werden dies vorrangig die Vorbereitung, Herstellung und Aufstellung einer Erläuterungstafel für den Aufschluss 5 "Marienblick" sein. Das wird im ersten Halbjahr 2014 in Angriff genommen werden. Des weiteren sollten die fehlenden Wegweiser (evtl. 3) für den Geologischen Lehrpfad ergänzt werden. Einer könnte wieder am Pfahl Karl -Liebknechtsraße/An der Leite, einer am Pfahl an der Wilhelmshöhe und einer am Wirtschaftsweg hinter dem Fuchsturm angebracht werden. Das sind keine Visionen. Alle Wegweiser gab es schon einmal. Ob es schon Vorbereitungen zur Erweiterung der Fläche am Geotop "Gipsschlotten" geben wird, wäre abzuwarten. Der Aufschluss 1 könnte 2014 auch wieder einmal in die "Kur" genommen werden (Abholzungen und Freischneiden). Auch am Aufschluss 3 an der Wilhelmshöhe sind Arbeiten nötig. Der Aufschluss ist zwar weniger von Verbuschung bedroht, aber zur Zeit in einem sehr unschönen Zustand.

Regenbogen am GL 1


im 	unmittelbaren Umfeld von Aufschluss 5 historische Zisterne nun neu 	abgesichert


der Aufschluss 5 "Marienblick" Zustand Ende Dezember 2013


In diesem Sinne - wir werden sehen ob weitere "Visionen" in 2014 wahr werden...

Weiter geht es in Teil 8!