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Die Realisierung des ersten Abschnittes des GL 1 2020 und 30 Jahre Einweihung des GL 1

02.01.2017

Das neue Jahr begann mit einem leichten Winterhauch am "GL 1 2020", hier am Beispiel der GS 1.

Winter 2017

07.01.2017

Ein erster möglicher Text für die Tafel des Aufschlusses 2b wurde schon einmal entwurfen:

GL Aufschluss 2b

Ehemaliger kleinräumiger Abbau der Muschelbrekzie des grauen Röts (Pelitrötfolge)

im oberen Buntsandstein zusammen mit Gipsbänken.

Seit 1891 durch PASSARGE beschrieben.

2016 wiederentdeckt und in den Ersten Geologischen Lehrpfad einbezogen.

oder so (Entwurf T. Billert):

Ehemaliger kleinräumiger Abbau der Muschelbrekzie (oberer Buntsandstein, grauer Röt / Pelitrötfolge). Sie tritt hier zusammen mit Gipsbänken auf.1891 durch S. PASSARGE beschrieben, 2016 wiederentdeckt und in den Ersten Geologischen Lehrpfad einbezogen.

14.01.2017 

Kontrollgang vom Frühling in den Winter: Es waren ein paar kleinere Äste vom Sturmtief "Egon" zu beseitigen und das umgefallene Verkehrsschild an den GS 1 wieder aufzustellen. Im oberen Teil ab Ulmers Ruh war es winterlich mit Schneetreiben und Neuschnee. Die Gipsschlotten waren dagegen fast schneefrei (zumindest die GS 2). 

15.01.2017 

Hier der erste Entwurf und der Beginn der Anfertigung der Erläuterungstafel für den Aufschluss 2 b:

Entwurf C. Linde 1/2017Beginn der Arbeiten



21.01.2017

An der Tafel für den Aufschluss 2b wurde weiter gearbeitet. Die grüne Farbe erscheint sehr dunkel. Deshalb wird die Schrift "Aufschluss 2b" in heller Farbe (evtl. orange) gestaltet und der Text in blau, wie auf der Tafel für den Aufschluss 1b, erscheinen. Während der TGV Vorstandsitzung sprach ich die Beräumung des Aufschlusses 2 b durch das Umweltamt bzw. mit Hilfe von Studenten an. Man sei da in der Vorplanung. Schön wäre es wenn das bis zum Tag des Geotops erledigt werden könnte.

Die Schriftfarbe wurde noch einmal verändert.Die neue Tafel für den Aufschluss 2b hat nun schon das GL Symbol


Hier schon einmal eine Vision....

Vision 17.09.2017!

12.02.2017

Es geht weiter mit der Anfertigung der Tafel für den Aufschluss 2 b: Die Überschrift wurde als Schablone herausgeschnitten und die Buchstaben wurden weiß grundiert und anschließend mit orangener Farbe übermalt. Nun muss die Schrift trocknen und dann kann die Schablone abgezogen werden :

Die Tafel ist noch mit Textschablone.

Die fertige Überschrift


18.02.2017

Bank erneuert: Die marode Baumstammbank an den GS1 wurde durch eine neue rustikale Bank ersetzt. Leider entfernte man die weiter hinten stehende mit dem GL Zeichen versehene von mir vor fast genau zwei Jahren gesponserte Bank (siehe Chronik Teil 9). Diese hätte ich zum Bsp. an den GS 2 hinstellen können.

Die neue rustikale Bank an den GS1Blick auf die GS 1 mit neuer Bank.


24.02.2017

Sturmtief "Thomas" im Lehrpfadgebiet: Es waren zahlreiche Äste zu beseitigen, die GS1 waren im hinteren Teil mit Laub fast zugeweht und am Verbindungsweg zum Aufschluß 2b im Leitewald gab es eine größere abgebrochene Baumkrone zu beseitigen.Wie es weiter oben aussieht konnte noch nicht festgestellt werden.Baumkrone versperrte den Pfad

25.02.2017

Immobilienmesse im Volkshaus: Es gab dort interessante Neuigkeiten. Das Flurstück 203/20, das die GS 2 beinhalten, wird nicht verkauft. Das versicherte mir der Vertreter am Stand der kommunalen Immobilien Jena. Auf allen Plänen und im Verkaufsprospekt ist die Fläche ausgespart. Die Straßennamen sind im Flyer nun auch offiziell zu sehen. Mit weiteren Bauarbeiten wird in Kürze begonnen. Das sah ich auch an Baumfällungsarbeiten unterhalb der GS 1 für die Treppe zum Fuchsturmweg.

Reinigungsarbeiten an den Gipsschlotten: Ich führte eine partielle Laubbeseitigung und Abgrabungen an den GS 1 (hinterer Teil) und GS 2 durch. Der Verbindungsweg durch den Leitewald wurde im Bereich der Einmündung etwas abgegraben. Ein Gang in Richtung Wilhelmshöhe oberhalb zeigte im oberen Bereich des Lehrpfades kaum Äste auf dem Weg.

Das Flurstück 203/20 beinhaltet die Fläche mit den GS 2Die wieder etwas freigelegten und vom Laub befreiten GS 1


11.03.2017

Frühjahresputz an beiden Gipsschlotten. Mit einer erneuten Laubbeseitigung wurden die GS 1 und 2 für das Frühjahr fein gemacht. Das Ulmerdenkmal soll nach Aussagen der Fuchsturmgesellschaft versetzt werden. Man befürchtet weitere Felsabbrüche. Wann das geschehen soll ist aber noch nicht bekannt.

Laubbeseitigung an den GS 1

12.03.2017

Lagerfeuer und Hinterlassenschaften am Geotop Gipsschlotten beseitigt: Ein Lagerfeuer, zahlreiche Flaschen, Unrat und Büchsen waren die Hinterlassenschaften einer "Party" am Geotop im hinteren Bereich. Man verwendete die Steine des Haufens und nahm einen Markierungsstab für das Feuer. Außerdem wurde versucht die rustikale Bank herauszureißen. Das gelang allerdings nicht, da sie gut befestigt war. Leider hatte ich das Ganze nicht mitbekommen, obwohl ich kurz vorher den Frühjahresputz durchführte. Der Stab wurde ersetzt und das Lagerfeuer beseitigt.

Lagerfeuer

11.04.2017

Zwei aktuelle Baustellen entstehen unterhalb der GS 1 und 2: Links der Wendehammer der Karl-Brauckmann Straße unterhalb der GS 2, rechts die Baugrube im Salinarröt für den Regenwasserspeicher unterhalb der GS 1.

Der WendehammerDie Baugrube


14.04.2017

Die inzwischen stark erweiterte Baugrube für ein Regenwasserrückhaltebecken unterhalb der GS 1 entpuppte sich bei genauerer Untersuchung als wahre Fundgrube für Sinterbildungen! Sowohl östlich in Richtung GS 1, als auch auf Westseite gab es Karstspalten im Gips, die teilweise völlig versintert waren. Neben mehreren Zentimenter großen Tropfsteinen, gab es auch sogenannte "Exzentriks" (ungewöhlich gebogene Tropfsteine) zu beobachten. Hier kann man schön den Eindruck bekommen wie die Schlotten in der Tiefe aussehen können. Die Spaltenhöhlen waren aber für eine Begehung wesentlich zu schmal.

Die Baugrube gleicht einer SchluchtBlick auf die östliche Wand mit den versinterten Kluftspalten


Weitere Details:

obere Reihe von links nach rechts: "Exzentriks" auf der Westseite, Sinterbildungen mit Tropfstein auf der Ostseite

untere Reihe: Kluftspalten (Schlotten) zum Teil mit Sinterbildungen an den Wänden auf der Ostseite des Einschnittes

(Mineralienbilder folgen auf der Seite Mineralien)

Exzentriks auf der Westseite Tropfstein (ca.4 cm) auf der Ostseite mit SinterKluftspalte (Wurzelbereich der oberirdischen Gipsschlotten)Kluftspalte (Wurzelbereich der oberirdischen Gipsschlotten)


Am zukünftigen Lehrpfad unterhalb der GS 1 und am Zick-Zack Weg wurde das Dornengestrüpp wieder beseitigt, so dass es dort unten nun ganz pasabel aussieht. Außerdem wurde die Absperrung bis zur Baustelle zurückversetzt.

23.04.2017

Die Baugrube unterhalb der GS 1 nimmt unglaubliche Ausmaße an. So rief mich ein besorgter Bürger aus der Schillstraße an. Er meinte dass das ein unglaublicher Eingriff in die Natur sei und ich mir das doch unbedingt mal anschauen sollte. Tatsächlich wurde ein Weg bis fast zum Fuchsturmweg von dem Einschnitt aus ausgebaggert. Unten am Weg selbst entsteht auch eine Baugrube (für die Kanalisation). Es gab auch wieder ein paar Sinterbildungen an den Klüften im Salinarröt.

Der Einschnitt unterhalb der GS1 Ende April 17Die Baustraße führt fast bis zum Fuchsturmweg


28.04.2017

Neuigkeiten negativer Art gibt es aus dem oberen Lehrpfadabschnitt. So wurde das Ulmerdenkmal auf Grund der Felsabbrüche in der Vergangenheit entfernt und der Restweg bis zur Erläuterungstafel soll auch noch gesperrt werden. Ob es dann überhaupt noch Sinn macht diesen Aufschluss zu besuchen ? Ein Vororttermin sollte Klarheit schaffen wie es dort oben zur Zeit aussieht (Pressemitteilung). Das Gleiche gilt für eine Sanierungsbaustelle nahe am Wirtschaftsweg. An den GS 1 entfernten Unbekannte das Verkehrsschild und die Baugrube unterhalb hat ihr Endstadium erreicht.

Das "Denkmal" ohne PlakettenDer Markierungsbaum wird auch verschwinden


07.05.2017

Neben der Baustelle unterhalb der GS 1/2 gibt es zur Zeit eine Sperrung des Wirtschaftsweges unterhalb des Fuchsturms südlich. Hier wird der Zufahrtsweg zum Fuchsturm saniert. Zu den Steinmalen am Ende des Lehrpfades gelangt man zur Zeit nur durch die Fuchsturmgaststätte. Wenn diese geschlossen ist, muss man einen weiten Umweg auf der Nordseite des Hausberges unterhalb des Fuchsturms nehmen (Saalehorizontale).

Die Sperrung des Wirtschaftsweges

Das Regenwasserrückhaltebecken unterhalb der GS 1


13.05.2017

Fertigstellung der Baustellen im Umfeld der Gipsschlotten. Der zukünftige Lehrpfadverlauf (Abschnitt 2) unterhalb der GS 1 wurde mit einem Sperrschild neu abgesperrt. Die direkte Absperrung findet man ca. 60 m weiter hinten. Der Rechtschreibung etwas unkundig findet man unter dem Verkehrsschild diesen handschriftlich angebrachten Hinweis. Das Regenwasserrückhaltebecken ist nun vollständig fertig und wird wohl bald unter Erde verschwinden. Damit sind neue Funde von Sinterbildungen dort nicht mehr möglich. Die obere Stichstraße (Otto-Wagner-Straße) ist nun auch fertiggestellt. Man könnte fast bis zu den GS 1 hinfahren!

Der gesperrte DurchgangDetail!Das fertige RegenwasserrückhaltebeckenDas Ende der Otto Wagner Straße kurz vor den GS 1


14.05.2017

Wieder gibt es Neuigkeiten. Im Wendehammer der Karl-Brauckmann Straße wurde im Boden eine kleine Klufthöhle (Schlotte) im kompakten Gips entdeckt. Diese ist aber wegen ihrer geringe Größe nicht begehbar. Eine großräumige Auslaugungsform gefüllt mit Lehm und schwarzer Erde war ebenso an den Wänden des Wendehammers zu sehen. Der Blick von Eckardts Bank wurde wieder freigeschnitten. Danke Herr W. Eckardt!

Die Kluftspalte im Boden des WendehammersGeologische Aufschlüsse im Wendehammerfreigeschnittener Bereich vor der BankWieder freier Blick von der Bank


23.05.2017

Naturdenkmalsschild an Erläuterungstafel der GS 1 erneut verschwunden! Das Naturdenkmalsschild das rechts oben an der Erläuerungstafel mit mehreren Schrauben befestigt war, wurde erneut entwendet. Nun wird beim Umweltamt eine neues Schild bestellt. Am Vortag war es noch anlässlich eines Rundgangs vorhanden gewesen! Unterhalb am Weg ist das falsch geschriebene Verbotsschild durch ein Verbotssymbol ersetzt wurden. Das Regenwasserrückhaltebecken ist inzwischen fast total verfüllt worden und damit auch die Spaltenhöhlen mit den Sinterbildungen. Gleiches trifft auch für die Höhle im Wendehammer der Karl-Brauckmann Straße zu.

30.05.2017

Wieder ein Relikt des ehemaligen Lehrpfadverlaufs verschwunden. Im Zuge von Erneuerungsarbeiten an der Teppe und Einfriedung am Ende der Greifbergstraße wurde das mit dem Datum 1986-2006 (später geändert auf 2015) auf einem phantasievoll gestalteten Meeresbild (mit Fischen u.a.) auf der Holzabdeckung gemalte GL Symbol samt der gesamten "Einfriedung" abgebaut. Das schon auf sehr morschem Holz aufgemalte Symbol war auf Grund des 2016 geänderten GL Verlaufs ohnhin nicht mehr aktuell.

Das Brett mit dem GL Symbol konnte gerettet werden und wird für das "Museum" aufbereitet.

Anlässlich 20 Jahre GL 1 bei der 5. Markierung 2005 aufgemalt (chronik Teil 4)verändert 2016 (chronik 11)am 30.5.17 abgebaut


14.06.2017

Auf Grund von Bauarbeiten war die Treppenanlage am Ende der Greifbergstraße gesperrt. Aus diesem Grund waren auf dem Zick-Zack-Weg kaum Wanderer und Fußgänger unterwegs. Dadurch konnten Randalierer relativ ungestört sich wieder über das Geotop GS 1 hermachen. Zahlreiche zerschlagene Flaschen waren über die Schlotten verteilt. Das Geländer war zerbrochen und eine große Gipsplatte wurde vom vorderen Schlottenteil heruntergeworfen. Beim groben Beseitigen der Schäden (Geländer aufrichten, Flaschen beseitigen und Gipsplatte wieder auflegen) kam auch einiges an Müll zusammen. Eine Feinreinigung (Glassplitter beseitigen) muss später erfolgen.

17.06.2017

Interessante Bilder aus dem Lehrpfadumfeld: Das Erste zeigt die doch noch nicht zugeschüttete Spaltenhöhle im Salinarröt in der Böschung und im Boden des Wendehammers der Karl-Brauckmann Straße. Das Zweite die von Erosionsfurchen durchzogene Böschung im Bereich Tenuisbank der Karl-Brauckmann Straße. Auf einem Flohmarkt in Jena sah ich eine s/w Landkarte von Jena, die handgemalt alle Wanderwege zeigte. Auch der GL 1 war sehr detailgenau (mit Zeichen) in seinem Verlauf mit dem Stand von etwa 2000 eingezeichnet (orange). Da die Karte nicht mehr aktuell war und ich weitere Karten der Umgebung von Jena mit dieser erwerben sollte, verzichtete ich darauf.

farbig markierte Spalte im WendehammerErosionsrinnen mit der Tenuisbank

 


21.06.2017

Nun wurde auch der Aufschluss 2 b für einen Earthcache entdeckt.  Als Station 2 b "Eckardts Bank" ist er beschrieben. Leider nicht mit Schwerpunkt Muschelbrekzie, sondern Fasergips. Hier ein paar Auszüge aus der Beschreibung:

Dieser Earthcache Aufschluss "Eckardts Bank": Anfang 2016 wurde in der Nähe des Fuchsturmwanderwegs ein neuer Aufschluss entdeckt, der bereits in den 1. Geologischen Lehrpfad mit eingebunden wurde (Station 2b). In diesem etwa 2 Meter hohen Aufschluss, welcher der Pelitröt-Schicht zuzuordnen ist, finden sich graue Mergel, Dolomitbänke und Fasergipsbänder. Von Station 2 (Gipsschlotten) geht es ein Stückchen zurück, dann ist bereits der Lehrpfad nach 2b ausgeschildert (oranges Quadrat, blaues GL). Bleibt bitte auf den Wegen und haltet Hunde an der Leine!

22.06.2017 

Kurz vor der Sommerpause noch eine Neuigkeit im Lehrpfadumfeld: Die Otto-Wagner-Straße, vormals Planstraße B und mein, trotz anfänglicher Zustimmung durch den Ortsteilrat, am Ende doch nicht genommener Vorschlag "An den Gipssschlotten" ist fertiggestellt. Man könnte nun auch in Verlängerung dieser Straße direkt zu den GS 1 gelangen. Nun dauert es sicher nicht mehr lange, bis auch die untere Straße, die Karl-Brauckmann Straße, ihrer Bestimmung übergeben wird. Ich rechne Ende Oktober 2017 damit. 

Am Ende der Otto-Wagner- Straße befinden sich die GS 1 und 2


24.06.2017

Vor 30 Jahren Einweihung des Ersten Geologischen Lehrpfades von Jena! Eine aktuelle Führung über den "Ersten Geologischen Lehrpfad von Jena 2020" wird es am 17.9. 2017 wieder zum Tag des Geotops geben.

Siehe Chronik Teil 1:

Aushang 24.6.87

In der Chronik der noch existierenden Wandergruppe "Paul Patzer" las ich dann folgenden Eintrag:

*Über den geologischen Lehrpfad "Fritz Mittelhäußer" zum Fuchsturm: Strab-Hst. Geschwister-Scholl-Straße - Fuchsturmweg - Am Gänseberg - Wilhelmshöhe - Ulmers Ruh - Fuchsturm - Steinkreuz - Ziegenhain - Bus-Endhast. Ziegenhainer Tal (24.6.1987; Wf. Siegfried Rösler, HW, ca. 7 km)

Wf: Wanderführer, HW: Halbtageswanderung  (*Quelle: Homepage der Wandergruppe Paul Patzer) 

Noch eine Kuriosität am Rande: Auf besagter Homepage der Wandergruppe findet sich auch ein falscher Link zu Geojena:

Geojena, geologische Lehrpfade: https://www.mamilade.de/thueringen/jena/ausflugstipps/natur-abenteuer/erster-geologischer-lehrpfad-jena

Dieser Link war mir schon in der Vergangenheit wegen der teilweise völlig falschen Beschreibung bekannt (rot). Siehe 26.07.2010 (Chronik Teil 6). Hier noch einmal ein paar "Auszüge" zur Erinnerung:

Erster Geologischer Lehrpfad in Jena. Der Geologische Lehrpfad in Jena finden die Eltern und Kinder im Osten der Stadt. Am Gänseberg beginnt die Markierung mit einem blauen Symbol auf einem orangefarbenen Quadrat. Der Lehrpfad ist ca. 2,3 Kilometer lang und führt die Spaziergänger über Wilhelmshöhe zum Hausberg bis zu den Steinmalen, die sich hinter dem Fuchsberg befinden. Wissensvermittlung beim Wandern: Die Wanderung ist für die Eltern und Kinder sehr informativ. Sie erhalten spannende Informationen zu den zum Beispiel Mittleren Buntsandstein oder auch den Unteren Muschelkalk. Außerdem lernen die Wanderer was ein Trias ist und welche Gesteinsschichten der Trias in Jena herum auszeichnet. Interesse an Geologie wecken: Gerade kleine Geologen haben sehr viel Spaß auf dem Geologischen Lehrpfad in Jena. Der Lehrpfad wurde übrigens auch von Schülern in der ehemaligen DDR angelegt, deren Interesse an Geologie in einer Arbeitsgemeinschaft gefördert wurde.

Ich hatte damals diese Fehler beim Seitenbetreiber der THUECOM Medien GmbH auch angemahnt (siehe 23.8.2010, Chronik Teil 6) und einen entsprechenden Korrekturtext geschickt. Meine Mail blieb bis heute unbeantwortet, so dass es nun kein Wunder ist, diese Seite immer noch mit diesen Fehlern aktuell online zu sehen (mit dem Stand von Okt. 2014). 

Ein erneuter Versuch der Redaktion einen korrigierten Text zukommen zu lassen wurde per E- Mail unternommen. Ob es dieses Mal wieder fast 7 Jahre bis zu einer Änderung dauert wird man sehen. 

18.07.2017

Aus dem steinreichen Urlaub zurückgekommen hier gleich die Neuigkeiten den Lehrpfad betreffend. Zunächst wurde der Text zum Geologischen Lehrpfad so wie empfohlen geändert (s. Vorbeitrag). Während eines Kontrollganges stellte ich fest, dass viele Äste infolge eines Sturmes während meiner Abwesenheit auf dem Weg im Abschnitt GS 1 Aufschluss 2 b zu beseitigen waren. Ein Baum wurde unweit des Aufschlusses 2b gefällt. Dazu musste offenbar ein schweres Fahrzeug die Wiese hoch gefahren sein. Dabei querte das Fahrzeug den unteren Weg des Lehrpfades. Unmittelbar links am Aufschluss 2b hatte ein Tier eine kleine Höhle gegraben. Dabei kam ein noch mit Teer gefüllter alter Eimer zum Vorschein. Die erste Baugrube für ein Haus wurde in der Otto Wagner Straße ausgehoben. Sie zeigte nur grauen Röt ohne Dolomitbänke. Bis zum Geotop Gipsschlotten hatte es ein Luftballon aus dem nordhessischen Großalmerode geschafft. Gestartet war der Luftballon anlässlich eines Kinderfestes am 8.7.17. Die Karte wurde zurückgeschickt. 

Eine Behausung von einem Tier?Ein Baum wurde gefälltEine Fahrspur führt über den unteren Weg.


20.07.2017

Im Freizeit(ver)führer JenaSaaleland Ausgabe 11/2014 auf S. 115 entdeckt:

Geologische Lehrpfade (Jena)

Verschiedene Lehrpfade auf den Spuren der Geologie Jenas und des Saalelandes, wie z. B. zum Buntsandstein oder den Muschelkalkfelsen. www. geojena.de

Wenn auch etwas unkonkret aber immerhin wieder einmal eine weitere offizielle Erwähnung! 

22.07.2017

Kontrollgang über den mittleren und oberen Lehrpfadabschnitt: Auch hier gibt es nach der Sommerpause einige Neuigkeiten. Neben dem Beseitigen von zahlreichen Ästen sind hier einige Bäume in den letzen Wochen abgeholzt wurden. Bedauerlich vor allem ein wichtiger Markierungsbaum kurz hinter der Wilhelmshöhe am beginnenden Anstieg zu Fuchsturm. Hier fehlte ja schon seit geraumer Zeit der Wegweiser zum GL 1 am Pfahl, nun ist auch die Markierung dort nicht mehr zu sehen. Die nächste Markierung befindet sich zwar weiter oberhalb, ist aber von unten am Abzweig des weiteren Forstweges nicht unbedingt gleich zu sehen. Als Ersatz könnte eine alte Markierung an der Bank rechts dienen, die aber reaktiviert werden müsste. Bei Ulmers Ruh waren viele Äste zu beseitigen. Dort wurde der Baum, der früher den Weg zu Aufschlüssen der Myophorienfolge zeigte, beseitigt. Er hatte eines der wenigen durchgestrichenen GL Symbole. Auf Grund seiner den Weg versperrenden Lage war mit der Fällung schon lange zu rechnen. Die Fahrstraße zum Fuchsturmhaus oberhalb des Wirtschaftsweges ist fast fertig gestellt. Damit wird in kürze auch die Sperrung des GL in diesem Bereich wegfallen. Zur Zeit war auf dem halben Weg noch ein Gerüst aufgestellt. Die nachfolgenden Bilder zeigen einige Eindrücke vom Zustand dieses Abschnittes Ende Juli 2017.

verschwundener Markierungsbaum an Whverschwundener Markierungsbaum an Ulmers RuhDer Rest vom Markierungsbaum bei Ulmers RuhDie neue Straße direkt oberhalb vom Wirtschaftsweg.


30.07.2017

Langsam geht es im Umfeld des GL 1 los mit den interessanten Baugruben. Sie werden dann auf der Seite Aufschlüsse detailliert beschrieben. Zunächst beginnt es im vorderen Teil der Otto-Wagner-Straße mit zwei Baugruben (nahe Burgweg und nahe Höhenweg). An zuerst genannter Baugrube gab es Gipsschlotten, zum Teil steilgestellte Tenuisbank und rezente Erdfallbildungen zu sehen, in der anderen grauer Röt mit Sauriersandstein parallel geschichtet (Bilder siehe auf der Seite Aufschlüsse). Laut Presseinformation soll bis 2020 die zweite Ausbaustufe abgeschlossen sein. Damit auch alle Treppenanlagen, Wege und Straßen. Das passt gut zum Konzept "GL 1 2020" !

02.08.2017

Erstmals gibt es im Internet einen Stadtplan mit beiden Straßen eingezeichnet!

Die Straßennamen auf dem Stadtplan (online)


06.08.2017

Es gibt wieder eine kleine Sensation im Lehrpfadumfeld. Im Wendehammer der Karl-Brauckmann Straße, unweit der Gipsschlotten 2 wurden bei Bauarbeiten für die Anschlüsse zu den zukünftigen Wohnhäusern eine größere Klufthöhle, sowie mehrere kleine mit Kristallen versinterte Klufthöhlen (Schlotten) freigelegt. Die bisher im Baugebiet vorgefundenen Schlotten (einschließlich der Baugrube Schneider Fuchsturmweg) waren dagegen Minihöhlen. Auf den vorderen Metern wäre die Höhle begehbar! Leider verhindern schmaler werdende Klüfte und Gipsblöcke am Boden, sowie erster durch die Bauarbeiter eingebrachter Schotter eine Untersuchung des neuen Hohlraumes. Die Höhle wurde auch aus Sicherheitsgründen mit einem Gitter abgesperrt. Vielleicht ist sie noch bis zum Tag des Geotops als anschauliches Beispiel für Schlottenbildung im Gipskarst zu sehen. Aus einem gegenüberliegenden kleinen Hohlraum konnten einige bemerkenswerte Sinterbildungen geborgen werden (weitere Bilder später auf den Seiten Aufschlüsse und Mineralien). Die schon vorher dort aufgefundene Spalte war verschüttet.

Blick in den WendehammerDie Klufthöhle am linken Rand des Wendehammers.


12.08.2017

In den Wenigenjenaer Nachrichten 2/17 war die Ankündigung einer Führung am GL 1 zum Tag des Geotops, so wie eingereicht, gedruckt. Nun müsste langsam diese Führung vorbereitet werden. Dazu werden noch Arbeiten am Aufschluss 1, 2 b (Tafel) und 3 nötig. Auch der Abzweig vom Zick-Zack-Weg sowie die vorgesehene Route über die Aufschlüsse 2 a (GS 2) und evtl. über die neu entdeckte Höhle in der Karl-Brauckmann Straße müssen noch auf Machbarkeit geprüft werden. Auf dem Verbindungsweg zum Aufschluss 2 b durch den Leitewald musste ein großer morscher Baumstamm zu Seite geräumt werden.

13.08.2017

Mit Kompass, Laserentfernungsgerät, Fotoapperat, Beleuchtung, Helm und weiterer Ausrüstung ging es an die Erforschung der Höhle am Wendehammer der Karl-Brauckmann Straße. Dazu hatte ich den Ansprechpartner des Thüringer Höhlenvereins für Jena und Weimar, Herrn Eckard Göbel eingeladen. Es konnte eine Ausdehnung des Hohlraumes von mind. 15 m festgestellt werden. Außerdem verzweigt sich die Höhle nach 4 m . Die Innenwände waren mit Sinter überzogen. Herr Göbel war von der neu entdeckten Höhle begeistert. So etwas würde man nicht alle Tage erleben! Während eines anschließenden Rundganges über die GS 1 und 2 wurden weitere Details zu den Gipsschlotten erklärt. Die Gipsschlotten würden in unmittelbaren Zusammenhang mit der neu entdeckten Höhle stehen war die Meinung des Höhlenforsches. Es war ein sehr interessanter und aufschlussreicher Nachmittag. Weitere Schritte wären über eine evtl. Unterschutzstellung des Hohlraumes nachzudenken (Fledermausschutz, Geotop?). Außerdem würde diese Höhle auch am zukünftigen Lehrpfadverlauf liegen. Die Höhle wird in den Thür. Höhlenkataster aufgenommen. (Bilder aus dem Innern der Höhle folgen auf der Seite Aufschlüsse).

Herr Göbel in der Höhle am WendehammerMit Herrn E. Göbel an den GS 1


wird fortgesetzt