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Wiedererrichtung und Chronik des Zweiten Geologischen Lehrpfades

Der 1969 als Heimatkundlicher Lehrpfad errichtete, 1986/87/96 um einen Zweiten Geologischen Lehrpfad erweiterte und 1999 in seinem Verlauf erweiterte Heimatkundliche Lehrpfad/Zweiter Geologischer Lehrpfad von Jena wird wieder entstehen. Zunächst wurde der Weg als GL 2 markiert (5/2006) und die 6 neuen Erläuterungstafeln wurden aufgestellt (11/2006). Später könnte der Zweite Geologische Lehrpfad eventuell noch um einige Abschnitte erweitert werden (bis 2010?).

Der Zweite Geologische Lehrpfad sollte ursprünglich mit in den Heimatkundlichen Lehrpfad in der Version von 1969 bis oberhalb des Kalktuffbruches integriert werden. 1986 wurde eine erste Erläuterungstafel am Fürstenbrunnen aufgestellt und eine Vorhandene aus dem Jahr 1969 an den Teufelslöchern erneuert (ohne geol. Skizze). Eine weitere Tafel war 1987 an den Teufelslöchern vorgesehen. Diese wurde 1987 am FND an einem Baum angebracht, und wenige Monate später aber wieder abgenommen und erst 1992 dort wieder mit einem Pfahl aufgestellt (Aufschluss 1, später bei einer kleinen Erweiterung 1996 Aufschluss 2- siehe unten). Es folgten ebenfalls 1987 Tafeln an der Studentenrutsche, Diebeskrippe und am Kalktuffbruch. 1996 wurde der Zweite Geologische Lehrpfad (unter dem Namen "Jenaer Naturlehrpfad") schließlich noch um den Aufschluss 1 "Lichtenhainer Störung" erweitert und eine letzte Tafel nahe der Teufelslöcher in der Wöllnitzer Straße errichtet (Eigenanfertigung). Zwischen Fränkelsgrund und Fürstenbrunnen war es dann dem Wanderer freigestellt über dem Verlauf der Horizontale (roter Weg) oder dem Heimatkundlichen Lehrpfad zu gehen. Einige Bodenprofile wurden 1999 im Bereich der Wöllmisse angelegt. Diese wurden aber nicht in den den Zweiten Geologischen Lehrpfad in der Version von 2006 mit einbezogen, da sie sehr verfallen bzw. nicht mehr auffindbar sind. Im Jahre 2006 sind die Erläuterungstafeln des Lehrpfades nach dem Stand von 1986/87/96 neu angefertigt worden und die Lücke geschlossen, die bisher zwischen Fränkelsgrund und Fürstenbrunnen bestand. Außerdem wurde am vorläufigen Ende des Lehrpfades der Weg bis in den Kalktuffbruch verlängert um einen 2005 angelegten neuen Aufschluss mit einzubeziehen.

Nähere Einzelheiten dazu siehe auch Chronik des Ersten Geologischen Lehrpfades Teil 4, Beschreibung der Erläuterungstafeln und Literatur und folgendes Bild:


Die alten Tafeln der Aufschlüsse Teufelslöcher und Diebeskrippe (relativ guter Zustand !), Fürstenbrunnen (stark verschlissen) und Kalktuffbruch Pennickental (ebenfalls stark beschmiert und verschlissen) wurden gesichert und haben in der privaten Galerie ihre "letzte Ruhestätte" bekommen. Die erste Tafel von 1986 (stark verschlissen) an den Teufelslöchern ist noch vorhanden. Nach wie vor ist ungeklärt, wo sich die Tafel (von 1996) vom Beginn des Zweiten Geol. Lehrpfades in der Wöllnitzer Straße befindet .

Weitere Aufschlüsse könnten sein (????):

7: Kalktuffaufschluss (FND)

8: Salinarrötfolge und Pelitrötfolge in Wöllnitz (Stichweg)

9: Verwerfung Johannisberg

10: Myophorienfolge mit Fasercoelestin im Himmelreichsgraben (Stichpfad)

11: Subundatusbank der Pelitrötfolge mit Malachit und Aufschlüsse am alten Zugangsweg zum Burgberg der Lobdeburg (Stichweg)

12: Fossilführende Tenuisbank der Pelitrötfolge nach PASSARGE (Ende des Lehrpfades)

(Eine spätere Realisierung dieses Vorhabens [s. Plan im Jahre 2010] ist in der Realität in weite Ferne gerückt.)

04.05.2006:

Beginn mit den Markierungsarbeiten für den Zweiten Geologischen Lehrpfad. Die alte Erläuterungstafel wurde am FND "Teufelslöcher" (Aufschluss 2) entfernt. Sie wird von nun an zusammen mit den anderen Erläuterungstafeln (sofern noch vorhanden) einen würdigen Platz im "Museum" erhalten. Durch den schlechten Zustand der Markierungen bzw. der "Schwärzung" über weite Bereiche sind diese Markierungsarbeiten von erheblichem Umfang! Die weißen Vormarkierungen wurden bis zur Trennung des 2. Geologischen vom Heimatkundlichen Lehrpfad im Fränkelsgrund durchgeführt. Im Bereich der Horizontale waren fast alle Markierungen der Wanderwege geschwärzt oder unkenntlich gemacht wurden. An den zukünftigen Tafelstandorten wurden GL Symbole mit Nummern bzw. Hinweise (Wöllnitzer Straße) angebracht. Im Bereich der Studentenrutsche (Aufschluss 3) muss der Weg dringend saniert werden, da bereits Teile von ihm abgerutscht sind. Einige Wegweiserpfähle waren ohne Wegweiser (zum Bsp. Nr. 129 im Fränkelsgrund) bzw. umgeworfen oder lehnten lose an Bäumen. Hier ist dringend Handlungsbedarf angesagt. Insgesamt ist dieser Lehrpfad zur Zeit noch in einem sehr schlechten Zustand! Nachfolgend einige Bilder von den Markierungsarbeiten und geologische Besonderheiten.

Am FND "Teufelslöcher" gibt es einen neuen Quellaustritt links der früheren Quellen.



Hinweise auf das Projekt "Zweiter geologischer Lehrpfad" an der alten Erläuterungstafel der Teufelslöcher

Hier entsteht in Kürze das Projekt „Wiederherstellung der Tafeln des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena“ unter Beteiligung vom Umweltamt Jena, der Ü A G und Herrn C. Linde/Jena.

Wegabbruch an Aufschluss 3 "Studentenrutsche" Hinweis auf Aufschluss 4 "Diebeskrippe"


Die Originaltafel aus dem Jahr 1987 am gleichen Baum befestigt. (Foto M. Dietz ~ 2000 ?) Die vorerst letzte neue Vormarkierung der Wanderwege und des 2. Geologischen Lehrpfades im Fränkelsgrund. Die Arbeiten werden fortgesetzt.


08.05.2006:

Fortsetzung der Markierungsarbeiten am zweiten Geologischen Lehrpfad einschließlich der mit ihm verlaufenden Wanderwege bis oberhalb des Fränkelsgrundes (Heimatkundlicher Lehrpfad). Im Augenblick konzentriere ich mich aber vor allem um den ersten und zweiten Abschnitt des Zweiten geologischen Lehrpfades, der von der Länge her auch erheblich umfangreichere Markierungsarbeiten abverlangt. Außer dem Auftragen des GL 2 Zeichens wurden bis zum Fränkelsgrund alle Arbeiten geschafft. Besonderes Augenmerk galt der Markierung bei Wegeabzweigen. Zwischendurch wurden nur an wenigen markanten Stellen Symbole des Zweiten Geologischen Lehrpfades aufgemalt. An den Teufelslöchern tritt die Quelle wieder aus den alten Öffnungen aus und der vor einigen Tagen festgestellte neue Quellaustritt war wieder versiegt. Nachfolgend einige Bilder von den Markierungsarbeiten (ungeordnet):

In der Diebeskrippe (Aufschluss 4) Sophienhöhe (Horizontale) Erläuterungstafel zum Heimatkundlichen Lehrpfad (verschwunden)


Der Abzweig des Heimatkundlichen Lehrpfades im Fränkelsgrund. Die Übersichtstafel mit den Markierungen wie sie schon vom Hausberg her bekannt sind. Der Beginn (oder das Ende ) des Heimatkundlichen Lehrpfades am Aufschluss 2 des Zweiten Geologischen Lehrpfades (Teufelslöcher). Ein Wappen weist auf einen mir bisher unbekannten früheren Weg, der dann am Anstieg zur Horizontale vorher in einer Kehre nach links abzweigt.


Der Beginn des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena in der Wöllnitzer Straße. Am Ende des ersten Abschnittes im Fränkelsgrund. Ab hier hat sich der Zweite Geologische vom Heimatkundlichen Lehrpfad getrennt.


Die Erläuterungstafel ist leider seit 1998 spurlos verschwunden (siehe Aufschlüsse).

09.05.2006:

Abschluss der Markierungsarbeiten im ersten Abschnitt des Zweiten Geologischen Lehrpfades. Mit dem Aufmalen der G L 2 Zeichen wurden die ersten Markierungsarbeiten abgeschlossen. In den Folgetagen wird mit der Vormarkierung des zweiten Abschnittes begonnen (bis Kalktuffgrube). Bis zum Sommer sollen dann die sechs neuen Tafeln aufgestellt werden und der Zweite Geologische Lehrpfad ist in der Version von 1987 wieder entstanden. Weitere Markierungsarbeiten könnten dann noch in den kommenden Jahren in den zu erweiterten Abschnitten erfolgen. Bei einer Begehung mit einem Mitarbeiter der ÜAG und einem Pressetermin wird auf die Öffentlichkeit über dieses neue Vorhaben informiert.

Nachfolgend wieder einige Bilder und etwas "Geschichte":


Der Beginn der Zweiten Geologischen Lehrpfades (links) und des Heimatkundlichen Lehrpfades (rechts).


Zwei GL 2 Markierungen an geologischen Besonderheiten im Unteren Muschelkalk am Horizontalweg.


Links: Beginn des zweiten Markierungsabschnittes im Fränkelsgrund (Verlauf vom Heimatkundlichen Lehrpfad getrennt). Rechts: Beispiel für "geschwärzte" Wegemarkierungen des Thüringenweges und Rundwanderweges im Bereich der Diebeskrippe. Solche Markierungen, die nicht an Wegabzweigen zu finden waren, wurden nicht wieder erneuert.


Auch am Zweiten geologischen Lehrpfad gab es eine Erziehungsanstalt und einen Bombenabwurf aus dem Zweiten Weltkrieg. Neben dem Denkstein an den Teufelslöchern gibt es ein weiteres Denkmal für JOHANNES TRÜPER oberhalb der Teufelslöcher die man im Verlauf dieses Weges finden kann (s. linkes Bild). Hier gibt es auch unmittelbare Parallelen zum Ersten Geologischen Lehrpfad (BRAUCKMANN). Im Gegensatz zu dem Fehlabwurf vom 17.03.45 am Ersten Geologischen Lehrpfad nahe Geotop "Gipsschlotten" (siehe Chronik Teil 4) wurde der Krater nicht verfüllt. Er befindet sich direkt rechts am Wegesrand oberhalb der ehemaligen Trüperschern Erziehungsanstalten (s. rechtes Bild). Genaue Hintergründe und Details auch zu weiteren Besonderheiten dieses Lehrpfades sind aber noch in Arbeit bzw. in Recherche.

10.05.2006:

Pressetermin mit Herrn Querengässer von der OTZ und zwei Mitarbeitern der ÜAG an den Teufelslöchern. Anschließend wurde der erste Markierungsabschnitt des Zweiten Geologischen Lehrpfades mit den ÜAG - Mitarbeitern abgegangen und die zukünftigen Tafelstandorte der Aufschlüsse 1 bis 4 mit GPS eingemessen. Mit der Vormarkierung des zweiten Markierungsabschnittes des 2. geologischen Lehrpfades setzte ich anschließend die Markierungsarbeiten fort. Am vorläufigen Ende dieses Lehrpfades ist in den letzten Monaten ein hervorragender Aufschluss im Travertin entstanden (in der verfallenen oberen Kalktuffgrube). Nachfolgendes Bildmaterial zeigt einige Markierungsdetails des zweiten Abschnittes und das vorläufige Ende mit dem Travertinaufschluss im Pennickental. Nähere Untersuchungen folgen noch.

Der Aufschluss 5 am Fürstenbrunnen. Ist eigentlich kein richtiger geologischer Aufschluss - aber der erste, der schon im Jahr 1986 beschildert wurde. Das letzte Stück verläuft der Zweite Geologische Lehrpfad von nun an alleine. Hier endet vorläufig der Zweite Geologische Lehrpfad von Jena: Der Aufschluss 6 in der Kalktuffgrube unterhalb des Fürstenbrunnens.


Nachfolgende 4 Bilder zeigen den durch das Umweltamt Jena neu aufgeschlossenen Anschnitt an der Süd- und Nordwand der oberen Grube sowie die frei geschnittene Grube (Flächennaturdenkmal). Der frühere Lehrpfad in der Anlage von 1987 endete bisher oberhalb der Grube am Fahrweg (siehe letztes Bild). Zum Tag des Geotops im September 2006 wird dieser Aufschluss gemeinsam mit den neuen Aufschlüssen 1 a und 1 b des Ersten Geologischen Lehrpfades (siehe Chronik Teil 4) im Rahmen einer Führung der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.


11.05.2006:


17.05.2006:

Bsp. für ein wieder neu geschwärztes Wanderwegssymbol auf dem Kernbergplateau, das gerade einmal reichlich eine Woche bestand!

Fortsetzung der Markierungsarbeiten am Zweiten Geologischen Lehrpfad. Im zweiten Abschnitt wurde die orangenen Farbmarkierungen des Lehrpfades angebracht und die begleitenden Wanderwege einschließlich der Übersichtstafel am Fürstenbrunnen ausgebessert bzw. ergänzt. Eine böse Überraschung erwartete mich schon auf dem Hinweg. Nach nicht einmal mehr als einer Woche nach den Markierungsarbeiten (vermutlich am 13.5. oder 14.5.) wurden fast alle Wanderwegssymbole (Heimatkundlicher Lehrpfad und lokale Wanderwege) im Bereich Kernbergplateau, teilweise bis in den Fränkelsgrund hineinreichend wieder geschwärzt! Das gibt mir erheblich zu denken, was den Zweiten Geologischen Lehrpfad zukünftig anbetrifft. Nach einer solchen Vorahnung stelle ich dann jedoch fest, dass zumindest im Pennickental keine weiteren Neuschwärzungen erfolgten und der Lehrpfad zunächst nicht davon betroffen schien. Auf dem Rückweg musste ich dann jedoch kurz vor der Studentenrutsche (Aufschluss 3) feststellen, dass am Kreuzungspunkt vom grünen Wanderweg auch der Zweite Geologische Lehrpfad mit einer Markierung (einschließlich der anderen Wanderwege ) betroffen war. Notdürftig malte ich die geschwärzten Symbole wieder neu. In einer letzten Aktion muss diese Stelle aber noch einmal verbessert werden, einschl. des GL -Auftrages. Hier muss ein "Psychopath" am Werke sein, denn es betrifft wieder die Stelle, wo der "Schwarzsprüher" vorher schon mit bösen Beschmierungen an Bäumen gegen einen *Amtsleiter des Jenaer Forstamtes zu Werke war (*laut Auskunft von ÜAG-Mitarbeitern). Wenn sich das auf den gesamten früher schon einmal geschwärzten Verlauf des Weges in Zukunft ausweiten sollte, wären alle Aktivitäten in Richtung Markierungsarbeiten völlig wirkungslos und würden von mir auch nicht wieder erneuert. Die Presse und das Umweltamt (Forst) wird darüber entsprechend informiert werden. Im Bereich des Fürstenbrunnens wurde ein Stück vom Brückengeländer herausgerissen(!). Ich befestigte das Geländerstück notdürftig.


18.05.2006:

Mit dem Auftragen der restlichen GL2 Zeichen im zweiten Markierungsabschnitt des 2. Geologischen Lehrpfades schloss ich die Markierungsarbeiten im Pennickental/Kernberge ab. Zuvor musste aber noch die besprühte Stelle an der Kreuzung mit dem grünen Wanderweg hinter der Studentenrutsche erneuert werden. Eine kleine Umverlegung des grün markierten Querweges auf seinen ursprünglichen Verlauf zeigte dann, dass im weiteren Verlaufe dieses Weges schon unten im Tal auch alle Markierungen mit schwarzer Farbe besprüht wurden waren, meine vor wenigen Tagen erneuerten natürlich ebenfalls. Auf Grund des nicht optimalen Wetters gestalteten sich die Ausbesserungsarbeiten nicht gerade günstig. Weiße Farbe verlief sofort (Fürstenbrunnen) und führte schließlich dazu, dass ich mich nur noch auf die Symbole des Geologischen Lehrpfades konzentrierte. Eine Wandergruppe und ein Einzelwanderer erkundigten sich nach den neuen Wegemarkierungen. Von markanten Stellen und besonders am Ende des Lehrpfades wurden zahlreiche Bilder angefertigt. Um es später eventuell beweisen zu können, wurden alle GL und neu gemalten Symbole fotografiert. Mit einem Anruf beim Stadtforst wollte ich meinen Unmut über die Besprühungen kundtun und werde die Presse darüber in einem Leserbrief informieren. Leider erreichte ich den Verantwortlichen im Amt trotz Anrufankündigung nicht! Man darf sich solche Sachen nicht machtlos gefallen lassen, deshalb werde ich die Bevölkerung und vor allem die Wanderer, Sportler (Läufer) über diese "Machtspielchen eines Psychopathen" informieren. Für Jena - TV wurden einige Bilder vorbereitet.

Nachfolgend einige Bilder mit Erklärungen:

Dieses nur notdürftig erneuerte Wegezeichen mit dem Geologischen Lehrpfad und der anderen Wanderwege wurde schon kurz nach dem ersten Aufmalen wieder geschwärzt (ist inzwischen wieder erneuert)


Im zweiten Abschnitt des Lehrpfades kann man sehr eindrucksvolle Felsformationen am Weg sehen. Solche landschaftlichen Schönheiten wie zum Bsp. der "Sphinxfelsen" findet man am Ersten geologischen Lehrpfad am Hausberg leider nicht


Unweit des "Sphinxfelsens" steht am linken Wegesrand diese wunderschöne Gruppe von Frauenschuhorchideen. Die Übersichtstafel am Fürstenbrunnen mit den neuen Wanderwegesymbolen.





Am Ende des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena kann man sowohl botanische als auch geologische Besonderheiten beobachten. Neben den Teufelslöchern (FND und Geotop) findet man am Ende dieses Lehrpfades auch noch ein weiteres FND (Flächennaturdenkmal).

19.05.2006:

Die ersten Bilder des Zweiten Geologischen Lehrpfades sind bei Jena TV auch schon auf Sendung:


22.05.2006:

Erste Führung einer Schülergruppe teilweise entlang des noch "erläuterungstafelfreien" Zweiten Geologischen Lehrpfades. Der Abschnitt zwischen Fränkelsgrund und unterhalb Fürstenbrunnen wurde nicht begangen (Zeitfrage). Es konnten keine neuen Besprühungen und andere Schäden festgestellt werden. Die Fossil- und Mineralfunde im benachbarten Steinbruch im Fränkelsgrund hielten sich in Grenzen.

Sehr gut zu erkennen ist die Basis mit dem Muschelkalkschutt, darüber die holozänen Kalktuffablagerungen am Grunde des Anschnittes (Farbwechsel). Bei der Suche nach den fossilen Blättern.


23.05.2006:

Kurze Absprache in der Werkstatt der Ü A G (Frau Kellner) über die Gestaltung der Erläuterungstafeln. Einige sind bereits im Entwurf fertig gestellt (Aufschluss 5 und 6). Es wurde noch kleine Korrekturen vorgenommen.

08.06.2006:

Einem Hinweis vom Stadtforst folgend führte ich einen Kontrollgang im Bereich des Zweiten Geologischen Lehrpfades bis zum Aufschluss 5 (Fürstenbrunnen) durch. Während eines Gesprächs zur Auswertung und Abschluss meiner Markierungsarbeiten erfuhr ich von neuerlichen Schwärzungen der Wanderwegszeichen einschließlich der von mir erneuerten im Bereich der Horizontale. Es wurde auch darüber gesprochen wie die Bevölkerung durch Presseinformation und Leserbriefe auf dieses Thema aufmerksam gemacht werden könnte und wie man Wanderer, Sportler etc. dafür sensibilisieren kann auf den "Schwärzer " im Gelände zu achten und diesbezügliche Beobachtungen zu melden. Man wäre ihm schon ganz nahe auf der Spur! Gleichzeitig wollte ich erkunden wie der Lehrpfad die vergangenen Feiertage "überstanden" hatte. Neue Schwärzungen waren zwar festzustellen aber glücklicherweise war der Lehrpfad dieses Mal noch nicht davon betroffen. Es waren wieder die Bereiche der Kreuzungen des grünen Wanderweges hinter der Studentenrutsche und der Beginn der Fränkelsgrundes auf dem Kernbergplateau von den nicht systematisch vorgenommenen Schwärzungen betroffen. Die geschwärzten Zeichen werden durch mich auch nicht mehr erneuert werden. Am Beginn des Fränkelsgrundes war auch der Wegweiser zerstört. Im Bereich des Lehrpfades wurde die Erläuterungstafel an der Sophienhöhe umgeworfen und der Wanderwegweiser an der Diebeskrippe den Hang herunter geschmissen (s. Bilder). Das gibt natürlich in Bezug auf die noch aufzustellenden Erläuterungstafeln des Zweiten Geologischen Lehrpfades zu denken. Solche Erfahrungen wurden in der Vergangenheit an diesem Lehrpfad ja schon öfters gemacht. Etwas Positives gibt es aber auch zu vermelden. Das beschädigte Geländer über den Bach am Fürstenbrunnen wurde repariert. In Vorbereitung auf einen überregionalen Lauf wurden in Lehrpfadrichtung alle vorher geschwärzten Zeichen des roten Wanderweges zwischen meinen "Sammelzeichen" durch den Veranstalter des Laufes erneuert.

Umgeworfene Erläuterungstafel des Heimatkundlichen Lehrpfades an der Sophienhöhe. Wieder (!) geschwärzte Zeichen der Thüringen/Heimatkundlichen und regionalen Wanderwege in Gegenrichtung des 2. Geologischen Lehrpfades im Bereich der Kreuzungsstelle mit dem grünen Wanderweg (hinter der Studentenrutsche). Etwas weiter oben wurde sogar das Zeichen an einer Kiefer mit einem Messer(!) o. Ä. abgekratzt. Durch Zufall fand ich den Wanderwegweiser an der Diebeskrippe unterhalb am Hang kurz vor der Diebeskrippe liegend (inzwischen wieder aufgestellt).


Bsp. für eine rote Wanderwegsmarkierung, die zusätzlich zu den alten neu oben aufgemalt wurde (nahe Fürstenbrunnen). Ob so etwas sinnvoll ist? An der Übersichtstafel am Fürstenbrunnen fehlt noch das Zeichen des blauen Wanderweges.


27.07.2006:

Es geht voran! Die Entwürfe zu allen Tafeln sind fast abgeschlossen. Kleinere Korrekturen waren nur noch bei den Tafeln zum Aufschluss 1 und 2 notwendig. So wird aus ursprünglich zwei geplanten Tafeln am FND Teufelslöcher nun nur noch eine hergestellt, die den Verweis auf den Ersten Geologischen Lehrpfad mit enthält, sich aber sonst vom Text her an der Tafel aus dem Jahr 1969 hält. Am Beginn des Zweiten Geologischen Lehrpfades wurde die Erläuterungstafel zur Lichtenhainer Störung rein auf den 2. Geologischen Lehrpfad hin verändert, da der Heimatkundliche Lehrpfad erst an den Teufelslöchern beginnt. Dieser Erweiterung aus dem Jahr 1996 soll damit zukünftig entsprechend Rechnung getragen werden. Man denkt die ersten beiden Tafeln und die zum Aufschluss 6 (Kalktuffbruch) bis Mitte September im Gelände aufgestellt zu haben.

Laut Aussage vom Stadtförster sind weitere Schwärzungen der Symbole im Bereich der Wanderwege an den Kernbergen vorgenommen wurden. Das konnte aber noch nicht nachgeprüft werden. Kleinere Ergänzungen/Veränderungen wurden auch von dieser Seite her an den Tafelentwürfen angeregt. Neben dem GL2 und einem Eulensymbol soll nun das Symbol des Heimatkundlichen Lehrpfades aus dem Jahr 1999 verwendet werden (grüner Querstrich).

23.08.2006:

Auch hier die Ankündigung im Internet entdeckt (Aufschluss 6). Der Zeitplan wurde so gelegt, dass Interessenten auch die Veranstaltung zum Ersten Geologischen Lehrpfad besuchen können (siehe Chronik Teil 4).:

Travertinbruch Pennickental
Bundesland: Thueringen

Was wird geboten? Führung / Besichtigung
Beginn 11:00 Uhr
Ende 12:00 Uhr
Referent Herr W. Mautsch
Treffpunkt Forstweg am oberen Bruch
Anmeldung nötig Nein
Veranstalter Umwelt- und Naturschutzamt der Stadt Jena
Leutragraben 1
07743 Jena

28.08.2006:

Letzte Absprache zur Gestaltung der Tafeln bei der ÜAG. Die letzten Unklarheiten wurden insbesondere noch einmal bei der Tafel zum ersten Aufschluss abgeklärt. Nun wird der Foliendruck erfolgen und die Tafeln werden nacheinander am Lehrpfad aufgestellt werden. Es ist vorgesehen die Tafel für den Aufschluss 6 wegen des Tages des Geotops vorrangig als Erste im Travertinbruch/Pennickental aufzustellen. Die Entwürfe sind in einer hervorragenden Qualität angefertigt wurden.

12.09.2006:

Es gab wieder einen indirekten Hinweis zum Zweiten Geologischen Lehrpfad: In der OTZ Lokalausgabe war unter dem Artikel "Fürstenbrunnen kommt in die Kur" am Rande zu lesen: "...Hinzu kommt noch eine weitere Tafel über diesen extra geschützten Teil des Naturschutzgebietes mit der sich die Hoffnung verbindet, dass sich mit der so gebotenen Natur - und Umweltbildung auch der Vandalismus im Walde zurückdrängen lässt." Nur der Insider weiß, das damit der "Aufschluss 5" des Zweiten Geologischen Lehrpfades gemeint ist. Wie die aktuelle Situation an diesem Weg zur Zeit ist (Markierungen noch erhalten?, etc.)., kann leider nicht beurteilt werden.

17.09.2006:

Tag des Geotops auch am Ende des zweiten Geologischen Lehrpfades (Aufschluss 6, s. Bild). Laut Aussagen eines Teilnehmers soll die Erläuterungstafel zum Aufschluss 6 am Beginn des FNDs kurz hinter dem Abzweigweg vom Fahrweg schon aufgestellt wurden sein. Die Symbole, zumindest im Pennickental, scheinen noch nicht geschwärzt zu sein.


22.09.2006:

Neue Tafel am Aufschluss 6 ? Fehlanzeige! Bei einer Nachschau stelle ich fest, dass zwar eine neue Tafel direkt am Abzweig vom Fahrweg vorhanden war, diese aber mit meinem Entwurf oder dem bei der ÜAG eingereichten Entwurf nichts zu tun hatte. Es war eine Tafel , die das Umweltamt im Zusammenhang mit Geos (Dr. G. Weise) dort aufgestellt hatte. Das war mir und auch der ÜAG nicht bekannt. Hier scheint es doch, dass "jeder seins macht" und Absprachen nicht geführt werden. Auf der Tafel fanden sich auch keine Hinweise zum Zweiten Geologischen Lehrpfad! Auf der Tafel ist allerdings sehr ausführlich der Aufschluss beschrieben und mit einer Profilskizze ergänzt.

Gesamtansicht der Tafel Verantwortliche Behörde und Fachliche Beratung


27.10.2006:

Es tut sich nichts am Zweiten Geopfad! Wohl dem Auslaufen von "Ein EURO -Jobbern" geschuldet, scheint die Aufstellung der neuen Tafeln nicht in Gang zu kommen und wird wohl vor dem Jahresende nicht mehr realisiert werden? Zumindest am FND Teufelslöcher ist der Stand vom Mai 2006 immer noch gegeben. Die provisorischen Infoblätter lösen sich allmählich von der Tafel ab. Ob weitere "Schwärzungen" im Bereich der Horizontale vorgenommen wurden ist auch nicht bekannt.

05.11./06.11.2006:

Meine Bedenken vom 27.10. waren unbegründet. Es tut sich doch etwas sehr Positives am GL2: Ein Anruf durch einen Mitarbeiter der ÜAG bestätigte, dass schon fast alle Tafeln des Zweiten Geologischen Lehrpfades in der vergangenen Woche aufgestellt wurden. Es fehlten nur noch die Tafel für Aufschluss 6 (Kalktuffbruch) und die für Aufschluss 1. Ich gab Hinweise, wo diese genau aufgestellt werden sollten. Es scheint auch,dass sich die Mitarbeiter um die anderen Tafeln des Heimatkundlichen Lehrpfades gekümmert haben und auch Markierungen erneuert wurden (Wanderwegweiser?). In den nächsten Wochen werde ich mir den Stand der Dinge bei einer Begehung ansehen. Am Aufschluss 2 (FND Teufelslöcher) wurden die Reste der alten Erläuterungstafel beseitigt, da das Projekt zumindest an diesem Aufschluss abgeschlossen wurde.

C. Linde beim Anbringen der zweiten geol. Erläuterungstafel am FND "Teufelslöcher" (Foto H. Ertel 1987)

Zu dieser Erläuterungstafel gibt es eine kleine Chronik. Die Daten dazu waren von mir auf der Rückseite der Tafel notiert worden.Wie bei der alten Erläuterungstafel vom Aufschluss 2 des Ersten Geologischen Lehrpfades (Gipsschlotten) befand sich auch hier eine *Kopie einer historischen Ansicht des Aufschlusses der Teufelslöcher auf der Rückseite (*aus Erl. Blatt Jena)- siehe Bild unten rechts und Chronik Teil 3.

Hier nun die Daten:

"Nach mehrjähriger Lagerung Aufstellung am 24.12.1992"
Nach der Anfertigung einer zweiten Erläuterungstafel mit geologischer Skizze im Jahr 1987 wurde sie wenige Monate(?) nach der Anbringung (siehe Bild) vom Baum wieder abgenommen und anschließend in der Station Junger Techniker und Naturforscher bis zu deren Schließung ausgestellt, da ja eine erste Tafel mit Text (von 1986) am Aufschluss dort schon vorhanden war:


Nach Auflösung der Station übernahm ich die Tafel aus dem ehemaligen Bestand der Station Junger Techniker u. Naturforscher von Herrn Ertel, wo sie seit der *Auflösung in einer Garage lagerte.( *Auflösung der Station bis Ende Schuljahr 1990/91 - die AG "Junge Geologen" wurde schon etwas früher aufgelöst - siehe Chronik Teil 1). Wenig später stellte ich sie am FND Teufelslöcher rechts der ersten Tafel wieder mit auf (deshalb befinden sich am FND auch heute immer noch zwei Erläuterungstafeln). Die Texttafel aus dem Jahr 1986 ist aber in einem sehr schlechten Zustand und sollte in nächster Zeit abgebaut werden (siehe Zeitungsartikel vom 11.05.06).

" verbessert angebracht am 19.03. 1996"
"erneut erneuert da mutwillig besprüht 3.5. 1996" (siehe Bild links und Text über Kopie rechtes Bild)
Obwohl die Tafel an einer viel befahrenen Straße und unweit vom Fuß- bzw. Wanderweg stand, war sie vor Besprühungen nicht geschützt. Nachfolgendes Bild zeigt diesen Zustand bevor die Besprühungen glücklicherweise leicht entfernt werden konnten. Das Umweltamt wurde damals informiert.


Schließlich wurde sie am "4. 5. 2006 abgenommen da in Kürze durch Neue ersetzt". Aus der "Kürze" wurde dann doch fast ein halbes Jahr! Die anderen alten Tafeln dieses Lehrpfades hatten eine noch viel schlimmere "Vergangenheit" hinter sich.

Nachfolgende Bilder zeigen die neue Erläuterungstafel vom Zweiten Geologischen Lehrpfad/Heimatkundlichen Lehrpfad des zweiten Aufschlusses/Suchpunkt 1. Der Text wurde teilweise auch von der Texttafel aus dem Jahr 1986 übernommen und mit Textpassagen der Tafel aus dem Jahr 1987 kombiniert.


08.11.2006:

Aufstellung aller Erläuterungstafeln des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena!
Mit der heutigen Aufstellung der letzten Tafel vom Aufschluss 1 wurde das Projekt : Wiedererrichtung der Erläuterungstafeln des Zweiten Geologischen Lehrpfades abgeschlossen. Die Tafel zum Aufschluss 1 wurde allerdings nicht am alten Standort der verschwundenen Tafel aufgestellt. Zum Studium dieser muß man nun die Straße überqueren, da diese genau in dem Tälchen der Störung am Straßenrand steht. Auf der Tafel erkennt man aber noch geringe Verfärbungen der Hintergrundes, die evtl. auf noch vorhandene Feuchtigkeit zurückzuführen ist. Die Qualität der Erläuterungstafeln ist aber sonst hervorragend. Nun müssten nur noch die beiden Tafeln des Ersten Geologischen Lehrpfades vom Aufschluss 1 in dieser Qualität erneuert werden (evtl. bis Juni 2007 aus Anlass der 20jährigen Einweihung). Die Presse wurde darüber kurz informiert. Nach ebenfalls fast 20 Jahren ist ein weiterer Traum Wirklichkeit geworden! (s. Chronik Teil 4 1. GL)
Hoffentlich erleiden diese Erläuterungstafeln nicht später das gleiche Schicksal wie ihre Vorgänger!

Bildanhang:

Der Beginn des Zweiten Geologischen Lehrpfades in der Wöllnitzer Straße, wo von nun an wieder eine Erläuterungstafel steht (im Hintergrund).



Text und Grafik wurden von der Vorgängertafel aus dem Jahr 1996 übernommen (Legenden wurden leicht gekürzt)


Hier steht es "schwarz auf weiß": Der Zweite Geologische Lehrpfad von Jena ist wieder, dieses Mal sogar unter eigenem Namen, entstanden.


Das Profil ist Dank eines Fotos der verschwundenen Vorgängertafel (siehe Aufschlüsse und Chronik Teil 4) identisch wieder übernommen worden (leider sind unten evtl. Feuchtigkeitsflecken ? zu sehen).

09.11.2006:

Abholung des für die Tafeln von mir zur Verfügung gestellten Materials (Profil, Skizzen, Fotos) bei der ÜAG.

11.11.2006:

Kleine Sichtung des Lehrpfades bis zum Ende der Kernbergstraße (neue Tafeln und Markierungen). Alle Markierungen waren noch vorhanden bzw.sind nicht geschwärzt worden. In den nächsten Tagen erfolgt eine Sichtung im weiteren Verlauf des Zweiten Geol. Lehrpfades, wenn Zeit und Wetter das zulassen (Bilder!). Bei meinen Recherchen zu den alten Tafeln dieses Lehrpfades fand ich im Fundus von Herrn H. Ertel noch drei weitere Bilder aus dem Jahr 1987 die das Anbringen der Erläuterungstafeln am FND Teufelslöcher (Aufschluss 2 siehe oben) und an der Diebeskrippe (Aufschluss 4 siehe unten) zeigen. Dadurch konnte bewiesen werden, dass die zweite geol. Erläuterungstafel an den Teufelslöchern doch schon kurzzeitig am Aufschluss angebracht wurde. In Ermangelung eines Pfahles war sie aber an einem Baum befestigt. Das muß offenbar der Grund dazu gewesen sein, dass sie dann nach relativ kurzer Zeit dort wieder abgenommen werden mußte.



AG " Junge Geologen" und "Junge Naturschutzhelfer" beim Anbringen der geol. Erläuterungstafel in der Diebeskrippe 1987 (Fotos H. Ertel u. M. Hammer)

Die entsprechende Presseveröffentlichung in der Volkswacht von 1987.


13.11.2006:

Meine Recherchen zur alten Erläuterungstafel vom Aufschluss 3 (Studentenrutsche) des Zweiten Geologischen Lehrpfades brachten auch so manches interessante Detail zu Tage. Besonders diese Tafel hatte eine schlimme Vergangenheit hinter sich. Wie in einem Zeitungsartikel von 1996 (März) der OTZ zu lesen war, musste sie mehrmals auf Grund von Vandalismus wieder aufgestellt werden. Zum Schluss war sie in einem so schlechten Zustand (zerrissen!), dass sie als erste Tafel am Lehrpfad fehlte:

"Besonders hart traf es immer wieder die Tafel an der Studentenrutsche. Nachdem sie schon oft den Hang hinuntergeworfen wurde, entschloss ich mich nun diese gesichert an der Horizontale aufzustellen."

Auch diese letzte Aktion vom 16.03.1996 half offenbar nichts, denn schon wenige Monate später fand ich sie schließlich zerstört am Hang unterhalb der Horizontale liegen. Bei meinen weiteren Nachforschungen fand ich sogar ein Farbfoto aus dem Jahr 1989 das die Tafel in einem sehr guten Zustand an einem Busch(!) befestigt zeigt (siehe Bild). Sie musste offenbar erst kurz vorher dort aufgestellt worden sein (1988 ?). Später wurde sie dann am Felsen links der Verwerfung angebracht (1993). Im mürben Wellenkalk war es natürlich ein Leichtes sie abzureissen und den Hang hinunterzuwerfen (siehe Bild aus OTZ von 3/1996). Letztendlich begünstigten Wegearbeiten das nachfolgende Anbringen an einer Barriere (Pfahl). Anfang 1997 (?) wurde sie dann zerstört am Hang geborgen und jegliche Aktivitäten von mir dort eingestellt!



Foto: Schmitt, Juni 1989 Foto: unbekannt ~ 1965 Fotos: C. Linde, 1993 (aus OTZ)

16.11.2006:

Es gibt reichlich Erfreuliches vom Zweiten Geologischen Lehrpfad zu berichten. Nach einem "Presse vor Ort Termin" an den Aufschlüssen 1 und 2 mit Herrn Querengässer von der OTZ (Artikel siehe unten) begab ich mich bei frühlingshaft warmen Wetter auf Wanderung entlang des Lehrpfades. Vorrangig ging es mir dabei um die Sichtung der Tafelstandorte der Aufschlüsse 3 bis 6 und um den Zustand des Lehrpfades nach der letzten Begehung vom vergangenen Juni.
Aufschluss 3 Studentenrutsche: Die Tafel wurde etwa 50 m südlich nach dem Aufschluss in der Nähe der Kreuzung des grünen Wanderweges mit dem Lehrpfad aufgestellt. Die Gründe dafür wurden mir schon von der ÜAG vorgetragen. Im direkten Bereich der Verwerfungsrinne war einfach kein geeigneter Platz vorhanden (außerdem Steinschlaggefahr!)
Aufschluss 4 Diebeskrippe: Am östlichen Ende der Schlucht steht die Tafel kurz vor dem Ausgang.
Aufschluss 5 Fürstenbrunnen: Die Tafel steht in der Nähe des alten Standortes nahe rechts der Übersichtstafel.
Aufschluss 6 Kalktuffbruch: Die Tafel steht genau am alten Standort oberhalb des Bruches am Fahrweg am früheren Endpunkt des Lehrpfades. Da man von dort einen guten Überblick hat, finde ich diese Lösung annehmbar. Ich hätte sie zwar doch unten im Bruchgelände aufgestellt, wie ich es der ÜAG empfohlen hatte. Interessenten könnten nun noch das restliche Stück des Lehrpfades bis in den Bruch gehen.
Alle Wanderwegspfähle waren erneuert worden. Neue *Schwärzungen seit Juni wurden glücklicherweise nicht festgestellt. (*Der Bereich zwischen Ende Kernbergstraße und Tafelstandort für Aufschluss 3 konnte aber noch nicht untersucht werden).
Am Eingang zum Pennickental fanden wieder Fällungsarbeiten von Schwarzkiefern statt (Weg war abgesperrt). Sehr Erfreuliches gibt es auch vom Bereich des Fürstenbrunnens zu berichten. So wurde die Quelle neu eingefasst, Wegweiser und Geländer erneuert sowie Arbeiten an der Einfassungsmauer durchgeführt (waren zur Zeit noch durch die Stadtwerke im Gange). Hier haben die ÜAG und der Stadtforst eine sehr gute Arbeit geleistet.
Nachfolgende Bildserie zeigt den sehr guten Zustand der Tafeln dieses Lehrpfades vom 16.11.2006:


17.11.2006:


(Korrekturen: Der Lehrpfad endet am Blendaxbruch [nicht Engländerbruch] und soll bis 2010 über Wöllnitz [nicht Wöllmisse],... geführt werden. Am Fürstenbrunnen trifft er wieder mit dem Heimatkundlichen Lehrpfad zusammen, der von der Wöllmisse kommt und im Fränkelsgrund vom GL2 abzweigt.)

09.12.2006:

Wanderung entlang des bisher noch nicht kontrollierten Abschnittes des Zweiten Geol. Lehrpfades zwischen Ende Kernbergstraße und Aufschluß 3 Studentenrutsche (Tafelstandort). Außer einer neuen Beschädigung des Plexiglases an der Übersichtstafel unterhalb der Horizontale wurden keine Veränderungen festgestellt. Das die umgeworfene Erläuterungstafel des Heimatkundlichen Lehrpfades an der Sophienhöhe (Horizontale) mit den Wanderwegssymbolen einschl.dem GL2 verschwunden war, ist mir bekannt gewesen (s. Bild vom 8.6.06).
Meine außerhalb des Lehrpfades am 17. Mai vorgenommenen "Notmarkierungen" auf dem Kergbergplateau waren inzwischen auch wieder geschwärzt wurden. (S. Machalett: "Das hat System!")

19.12.2006:

Im Umweltjournal der Stadt Jena vom 17.12.06 wird unter "5. Tag des Geotops in Jena" der 2006 besuchte ehem. Travertinbruch Pennickental (FND) - der 6. Aufschluss des Zweiten Geol. Lehrpfades - erwähnt. Dazu gibt es eine kurze Erläuterung sowie eine von "JenaGEOS gesponserte Schautafel am Waldweg zum Fürstenbrunnen" (s. Bilder oben). Es gibt keine Hinweise auf die neuen Tafeln des GL 2.

05.01./06.01.2007:

Auch die Chronik des Zweiten Geologischen Lehrpfades profitiert von der Möglichkeit sehr alte Diapositive in Bilddateien umzuwandeln. So sind von mir nachfolgende sehr seltene und sicher weit über 40 Jahre alte Diabilder bei Recherchen gefunden wurden:


Links oberhalb der Erläuterungstafel zum Aufschluss 1 des Zweiten Geologischen Lehrpfades befanden sich bis 1975 die im Bild zu sehenden Scheuersandabbaue im Chirotheriensandstein unweit nördlich der Teufelslöcher (Aufnahmedatum unbekannt).Im Profil der Erläuterungstafel werden sie mit erwähnt: ehem. Stubensandabbau im Chirotheriensandstein (Höhle 1975 eingestürzt)


Aktiver oberer Kalktuffbruch im Pennickental um 1965 (?), heute Zweiter Geologischer Lehrpfad Aufschluss 6



Teufelslöcher um 1960 (?)


Diese Bilder zeigen den Zustand vom FND "Teufelslöcher" vermutlich um 1960 aufgenommen. Die Quelleinfassung war damals in einem sehr schlechten Zustand. Links am Baum war offenbar schon so etwas wie eine Hinweistafel vorhanden (siehe obere Bildreihe). Die untere Reihe zeigt Details der Felswand zwischen den Höhleneingängen und der Quelle.Damals war es noch möglich über kleinere, seitliche Höhleneingänge (linkes Bild) in die linke Höhle zu gelangen. Erst 1963 wurde der Aufschluss unter Schutz gestellt und die Quellfassung 1980 erneuert (mit kleinem Teich). Die seitlichen Höhleneingänge wurden in den achtziger Jahren zugemauert (Bildquelle unbekannt).
Das nächste linke Bild zeigt die Teufelslöcher um ~ 1903 (aus Erläuterungen Blatt Jena) und eine Überraschung: wahrscheinlich die zugehörige Originalbildquelle-eine Ansichtskarte vom Verlag Zedler & Vogel Darmstadt-des Teilabdruckes (rechtes Bild). Eine Kopie des Bildes aus den Erläuterungen war auf der Rückseite der alten Erläuterungstafel aufgeklebt.
Darunter (Mitte): Alte Aufnahme vom Fränkelsgrund um 1910. Man beachte die geringe Bewachsung der Südhänge und den in den Anfängen stehenden Steinbruch im Fränkelsgrund. Der Verlauf des Zweiten Geol. Lehrpfades in diesem Bereich ist markiert.



Foto: (1903 ? ) Größere Ansicht, evtl. die Orginalbildquelle (Ansichtskarte), im Hintergrund die Trüperschen
Erziehungsanstalten auf der Sopienhöhe, vor 1915 (?)
Bildquelle: Verlag von Zedler& Vogel, Darmstadt



Interessant könnte sein, dass die Teilaufnahme aus den Erläuterungen des Blattes Jena (siehe linkes Bild) mit dem rechten Bild identisch sein könnte.


Foto : M. Pütz

07.01.2007:

Der Zweite Geologische Lehrpfad von Jena ist nun auch in Wikipedia Lexikon zu finden. Einen kleinen Hinweis fand ich schon vorher auf der dortigen Seite "Kernberg". Die dort zu findende Seite über die Teufelslöcher wurde überarbeitet, fehlerbereinigt und Links zu den beiden Geologischen Lehrpfaden ergänzt.

12.01.2007:

Alte Erläuterungstafel an den Teufelslöchern abgebaut. Durch die ÜAG oder IB (?) wurde die letzte seit 1986 links des Quellaustrittes stehende Erläuterungstafel abgebaut. Gleichzeitig wurde der noch am Geländer befestigte "Pfahl" der zweiten 1987/1992 aufgestellten Erläuterungstafel abgeschraubt. Damit sind nun die letzten Relikte der alten Beschilderung am Zweiten Geologischen Lehrpfad verschwunden. Das Umweltamt im Auftrag von Herrn Mautsch übergab mir noch etwas Material (mit farb. Karte der GEOS Tafel) vom 5. Tag des Geotops zum Aufschluss 6 des GL 2 (Kalktuffbruch).

25.01.2007:

Laut Presseinfo hatte es auch im Pennickental und am Fürstenbrunnen etliche Baumschäden durch Kyrill gegeben. Inwieweit das auch den GL 2 betrifft, konnte noch nicht bei einer Begehung überprüft werden. Dafür fand ich noch ein altes Dia vom Aufschluss 2 des Zweiten Geologischen Lehrpfades und ein interessantes Doppelbild aus HEINRICH/LEPPER, 1999:

Bereich des linken Höhleneinganges der Teufelslöcher von 1970? (aus alter Schulsammlung für den Heimatkundeunterricht). Auf dem oberen Bild erkennt man die Erläuterungstafel, welche später dann noch etwas nach rechts versetzt wurde (aus Heinrich/Lepper S. 83)


Für das Mitteilungsblatt des Thüringischen Geologischen Vereins e. V. Nr. 25 ist ein kleiner Beitrag über den GL 2 mit Foto von der Tafel (Aufschluss 1) vorgesehen. Ein Entwurf des Beitrages wurde an die Redaktion des TGV geschickt.

26.01.2007:

Der Zweite Geologische Lehrpfad soll zwischen den Aufschlüssen 1 (Beginn Lichtenhainer Störung) und 4 (Diebeskrippe) im Rahmen des 6. Tages des Geotops Mitte September 2007 bei einer Führung der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

27.01.2007:

(1979)

Schon jetzt ein möglicher Ausblick auf die kommenden Jahre:

Zukünftig möglicher Aufschluss 10 des GL 2: "Himmelreichsgraben mit coelstinführenden Myophorienschichten" bei Jena-Lobeda. Heute ist dieser Aufschluss durch Sammler wesentlich erweitert worden und verrollt aber auch teilweise dadurch wieder stärker: siehe auch hier.


30.01.2007:

Dem "Sprayer" auf der Spur: Nun endlich reagiert auch der Stadtforst um dem * "Schwarzsprüher" (siehe 17.05.06) mit Hilfe der Öffentlichkeit auf die Spur zu kommen. Es wurde in der OTZ Anzeige erstattet! Der "Schwarzsprüher" wird doch nicht etwa wieder aktuell auch auf dem GL 2 unterwegs gewesen sein ?! (*wurde auch bis April 07 noch nicht aufgeklärt, OTZ- Miteilung.)


14.02.2007:

Auch zum Zweiten Geologischen Lehrpfad entdeckte ich in alten Fachgruppenunterlagen eine bisher unbekannte Literaturquelle (siehe Chronik des Ersten Geol. Lehrpfades Teil 5) von Klaus Winckler (gest. 1995):
Auszüge aus einer Beschreibung von K. Winckler (1.6.1988) : "Begehung des Lehrpfades"- Gemeinsame Wanderung der Fachgruppe Geologie/Mineralogie mit der Wandergruppe "Paul Patzer"
Aufschluss 5:
... Voller Stolz zeigt uns Bundesfreund Conrad Linde das neu erstellte Schild der AG Geologie/Mineralogie, welches in ansprechender Weise und recht anschaulich die geologischen Verhältnisse an dieser Stelle erklärt. ... .
Knapp 20 Jahre später, im Sommer 2005, kurz bevor es dann endlich vom Baum abgenommen wurde, war es in einem erbärmlichen Zustand:


Aufschluss 6:
...Rechter Hand weist abermals ein Schild, aufgestellt von den rührigen Buben um unseren wackeren Kollegen Linde,...
Aufschluss 4:
Auch hier in der kühlen Bergschlucht belehrte wieder eine Farbtafel. Möge ihr nicht das gleiche Schicksal widerfahren wie den *metallenen Schildern mit den Messergebnissen von damals...
*Anmerkung : Im Jahre 1971 führte die Fachgruppe Geologie/Mineralogie unter Leitung von Fritz Mittelhäußer (siehe Chronik Teil 4) Messungen in der Diebeskrippe durch, welche auf kleinen Metalltafeln dokumentiert waren. Heute sind diese Tafeln kaum noch lesbar und stark verschlissen.


19.02.2007:

siehe Erster Geologischer Lehrpfad Chronik Teil 5

11.03.2007:

Bei einer Teilbegehung des GL 2 im Pennickental/Fürstenbrunnen wurden die ersten Beschädigungen am Plexiglas an der Erläuterungstafel vom Aufschluss 5 festgestellt:


Unfassbar!!! Nach wenigen Monaten zeigen sich schon erste mutwillige Beschädigungen an der neuen Erläuterungstafel am Fürstenbrunnen (Aufschluss 5)!!!

27.04.2007:

Ankündigung der Frühjahreswanderung im Veranstaltungsplan Jena+Saale-Holzland-Kreis und in Plakaten/Flyer (s. Bild). Einige Fehler haben sich aber, wie üblich bei solchen Veröffentlichungen, eingeschlichen. Zum GL 2: Beide (die Lehrpfade) wurden vor über zwanzig Jahren angelegt und haben ihren Ursprung in dem 1969 errichteten Heimatkundlichen Lehrpfad. Was den Ursprung betrifft kann man das für den zweiten GL schon gelten lassen. Es wurde aber vor 20 Jahren erst damit begonnen ihn zu beschildern. Die Wegemarkierungen folgten erst 2006.
Die "Sielmann Ranger" als Nachfolgegruppe der ehemalgen "Jungen Naturschutzhelfer" hatten schon einen größeren Anteil an der damaligen Arbeit beim Anbringen der Tafeln (außer Aufschluss 1 und 3). Nur die Erläuterungstafeln selbst sind auf der Grundlage einer Arbeit des Leiters der damaligen AG "Junge Geologen" zurückzuführen.
Natürlich wird der GL 2 nur teilweise und in entgegengesetzter Richtung begangen (zwischen Aufschluss 4 und 2 [1]?). So trifft nicht zu: "Weiter geht es in Richtung Ziegenhain auf dem zweiten geologischen Lehrpfad."
Der GL 2 wird erst ab Kernberghorizontale im Fränkelsgrund erreicht. Das kann man während der Wanderung richtig stellen, falls daraufhin Fragen kommen.


06.05.2007:

Sparkassenfrühjahrswanderung mit weit über 60 Teilnehmern:
Vom Fränkelsgrund ging die Wanderung entlang des Teilabschnittes des GL 2 über die Aufschlüsse 4 "Diebeskrippe", 3 "Studentenrutsche" bis zu den Teufelslöchern (Aufschluss 2). An den Teufelslöchern wurde sie offiziell beendet. Einige Teilnehmer sahen sich noch die Erläuterungstafel vom Beginn des Lehrpfades an. Zu meiner Überraschung waren im Fränkelsgrund fast alle meine Wegemarkierungen, die der "Schwarzsprüher" im vergangen Jahr besprüht hatte, neu aufgetragen. Lediglich einige Markierungen des Heimatkundlichen Lehrpfades und wenige der anderen Wanderwege fehlen noch. Das könnte man später in einer kleinen Aktion noch ergänzen. Sonst waren keine neuen Beschädigungen an den neuen Wegweisern und Erläuterungstafeln festzustellen. Auch auf Grund der botanischen Besonderheiten und des guten Wetters war die Wanderung eine gelungene Sache.

In der Diebeskrippe (Aufschluss 4) Auf dem GL 2


(Fotos: H. Ertel)

23.05.2007:

Sehr beunruhigende Nachrichten gibt es wieder einmal nach dem "Männertag" zu lesen (OTZ):

... Mit am ärgsten hat es wieder den Fürstenbrunnen im Pennickental betroffen... völlig vermüllt... Das Gestell einer Infotafel und eine Plexiglasscheibe wurden dort zerstört...
Bei der Plexiglasscheibe vermute ich ganz stark die Erläuterungstafel vom Aufschluss 5 des GL 2, da diese ja schon im Vorfeld beschädigt war. Bei der Infotafel könnte es sich eventuell um die Übersichtstafel handeln. Auch wenn das der Fall wäre, ist die ganze Sache doch äußerst unerfreulich und spiegelt die seit Jahren dort bestehende Problematik wieder. Ob andere Tafeln auch davon betroffen sind ? Zumindest am Aufschluss 1 und 2 (dort auch Geländerbau beobachtet!) ist das nicht der Fall wie eine kurze Nachschau betätigte.

02.06.2007:

In einer Veröffentlichung eines kurzen Beitrages mit einem Bild aus dieser Seite (Erläuterungstafel Aufschluss 1) wurde im Mitteilungsblatt des TGV Nr. 25 auf die Wiedererrichtung des GL 2 aufmerksam gemacht. Diese Aktion fand allgemeine Anerkennung bei den Tagungsteilnehmern der Jahrestagung des TGV (Thüringischer Geologischer Verein).

17.06.2007:

Während einer Nachschau in Teilbereichen des GL2 wurden glücklicherweise die Befürchtungen von Zerstörungen an den Erläuterungstafeln (siehe 23.05., Pressemitteilung) besonders am Aufschluss 5 Fürstenbrunnen nicht bestätigt. Eine starke Vermüllung des Gebietes war aber immer noch zu erkennen (Bild mitte). Im weiteren Verlauf traf es aber wieder einen Wanderwegweiserpfahl am Abzweig im Fränkelsgrund, der seit dem Männertag wieder aller seiner Wegweiser "beraubt" wurde - Bild rechts. (Gleiches gilt für einen Wegweiser am Beginn des Fränkelsgrundes am Rande des Kernbergplateaus). Die kurz vor dem vorläufigen Ende des Lehrpfades stehende Erläuterungstafel, von JENA GEOS und Umweltamt im September 2006 aufgestellt, wackelte stark und wies eine bedenkliche Schräglage auf, was sicher auch auf den Männertag zurückzuführen war (Bild links)!


25.06.2007:

Laut Aussage von Herrn H. Ertel soll die Erläuterungstafel vom Aufschluss 4 des GL 2 (Diebeskrippe) stark beschädigt sein.

18.07.2007:

Vorankündigung der Veranstaltung zum Tag des Geotops am 16.09.07 über die TLUG:

02 Jena Stadt Jena

Führung – Aufschlussbefahrung Eine Veranstaltung des Thüringischen Geologischen Vereins e. V. Der Zweite Geologische Lehrpfad von Jena (Aufschlüsse 1 und 2)
Führung in die Teufelslöcher

Aufschlüsse: Die „Lichtenhainer Störung“ (Aufschluss 1) und Befahrung der

Teufelslöcher (Aufschluss 2).
Führung in Gruppen zu je 10 Personen.

Hinweis(e): Eine vorherige Anmeldung (bitte mit Zeitangabe)
ist unbedingt erforderlich!

Festes Schuhwerk, Helm (auch Fahrradhelm möglich) und Taschenlampe
nicht vergessen, ein Exkursionsführer (Infoblatt) wird erstellt.

Treffpunkt: Vor dem Aufschluss „Teufelslöcher“ Jena
Wöllnitzer Straße
Beginn:
09:00, 09:30, 10:00 und 10:30 Uhr Dauer:
ca. 30 Minuten Ende:
11:00 Uhr
Verantwortliche(r)/
Ansprechpartner:
Herr Conrad Linde
Kontaktadresse: Herr Conrad Linde
Am Gänseberg 2, 07749 Jena Telefon: 03641 / 666 114
E-Mail: clinde@versanet.de www.geojena.de/index.php?page=zweiter-geologischer-lehrpfad-von-jena

12.08.2007:

Führung entlang des Ersten und Zweiten Geologischen Lehrpfades. Der Zweite ist nur im ersten Markierungsabschnitt ab Fränkelsgrund in entgegen gesetzter Richtung begangen wurden (siehe auch Sparkassenwanderung vom 6.5.07). Die befürchtete Beschädigung der Erläuterungstafel vom Aufschluss 4 (Diebeskrippe) scheint schon wieder repariert worden sein (s. 25.06.07). Dafür war aber eine kleine Schlagstelle an der Erläuterungstafel vom Aufschluss 3 (Diebeskrippe) festzustellen. Ein Hinweis "70 m und Pfeil" in Richtung Aufschluss wurde ergänzt. Eine meiner Ansicht nach sehr gute notwendige Ergänzung. Sämtliche Wanderwegweiser/Pfähle entlang des Lehrpfades und der Wanderwege waren wieder erneuert worden und noch restliche Schwärzungen beseitigt (oberer Fränkelsgrund - außer Heimatkundlicher Lehrpfad). Das Geländer unmittelbar vor der Erläuterungstafel vom Aufschluss 1 war an einer Stelle beschädigt und durchgebrochen.

Links: Die Wandergruppe vor der vermutlich kürzlich erst wieder reparierten Erläuterungstafel vom Aufschluss 4 des GL2.
Rechts: Eine Spur aus der Anfangszeit des damaligen Heimatkundlichen Lehrpfades aus dem Jahr 1969 zeigt dieser geologische Text auf der Orientierungstafel an der Sophienhöhe. Diese hat die lange Zeit bisher fast unbeschadet überstanden.



Genau wie auf der Erläuterungstafel vom Aufschluss 5 (Fürstenbrunnen) zeigt sich an der Plexiglasscheibe von der Erläuterungstafel des Aufschlusses 3 (Studentenrutsche) eine erste Schlagstelle. Das solche Beschädigungen nach nicht einmal einem Jahr schon auftreten, gibt zu bedenken! Die obere Markierung zeigt den nachträglich ergänzten Hinweis (siehe Text).

13.08./16.08.2007:

Etwa 100 m südlich vom Aufschluss 2 (FND Teufelslöcher) hatte es im Zusammenhang mit einem Starkregen (vermutlich vom 13.08.) einen kleineren Erdrutsch im Bereich der Fossilfreien Gipse gegeben.


Zwei Aufnahmen des kleinen Erdrutsches von Mitte August 07 (?), etwa 100 m südlich des Aufschlusses 2 des GL 2. Fast am Verlauf des Lehrpfades rechts etwas südlich der Rinne (Verwerfung!) kam es durch starke Niederschläge zum Abrutschen von Geröll, kleineren Bäumen und Strauchwerk im Bereich der Salinarrötfolge (FossilfreieGipse). Interessant ist an dieser Stelle auch ein kleiner Aufschluss in den Übergangsschichten zum darunter liegenden Mittleren Buntsandstein. Der Aufschluss könnte später eventuell einmal erweitert, zugänglich gemacht und als "Aufschluss 2 a" in den Lehrpfad einbezogen werden (linkes Bild).

30.08.2007:

Absprache im Umweltamt zur Vorbereitung des Tages des Geotops. Ich machte u. a. auf Müllablagerungen und Verschmutzungen durch den "Mützenmann" im Bereich der Teufelslöcher (Aufschluss 2) aufmerksam. Herrn Julich vom Umweltamt war diese Problematik bekannt. Es wurden auch schon einige Maßnahmen getroffen diesem Zustand dort entgegenzutreten.

02.09.2007:

Infoblatt zum Tag des Geotops erstellt. In einem Informationsblatt wurden im wesentlichen Texte der Erläuterungstafeln vom Aufschluss 1 und 2 mit einem Bild verwendet. Es soll als doppelseitiges A4 Blatt am 16.09. an die Teilnehmer ausgegeben werden. Die TLUG wurde informiert.

04.09.2007:

Nun auch im Web: Der Tag des Geotops am 16.09.07 am Zweiten Geologischen Lehrpfad von Jena

02 Der zweite geologische Lehrpfad in Jena (Aufschlüsse 1 und 2) mit Führung in die Teufelslöcher
Bundesland: Thueringen
Gemeinde: Stadt Jena

Was wird geboten? Führung – Aufschlussbefahrung
  Aufschlüsse: Die „Lichtenhainer Störung“ (Aufschluss 1) und Befahrung der Teufelslöcher (Aufschluss 2). Führung in Gruppen zu je 10 Personen.
Beginn 09:00, 09:30, 10:00, 10:30 Dauer ca. 30 min
Referent Herr Conrad Linde
Treffpunkt Vor dem Aufschluss „Teufelslöcher“ Jena
Wöllnitzer Straße
Teilnahmehinweise Eine vorherige Anmeldung bei Herrn Linde (per E-Mail oder Telefon) ist unbedingt erforderlich!
Festes Schuhwerk, Helm (auch Fahrradhelm möglich) und Taschenlampe nicht vergessen, ein Exkursionsführer (Infoblatt) ist in Vorbereitung.
  Teilnehmerzahl je 10 Personen
  Anmeldung nötig Ja
Veranstalter Herr Conrad Linde
Am Gänseberg 2
07749 Jena
  E-Mail colinde@jetzweb.de
  Telefon 03641 / 666 114

05.09.2007:

Das Infoblatt zum Tag des Geotops ist fertig. Die TLUG kopierte mir, wie schon im Vorjahr zum GL1 (siehe Chronik Teil 4 des GL1), freundlicherweise einige Exemplare, die zum Tag des Geotops an die Teilnehmer ausgegeben werden. Die ersten Anmeldungen für die Führungen liegen bereits vor.


Das doppelt bedruckte Infoblatt über die Aufschlüsse 1 und 2 des Zweiten Geologischen Lehrpfades. Es enthält Bilder aus diesem Tagebuch/Chronik und von der Seite "Aufschlüsse". (Hier nur zur Information)

06.09.2007:

Letzte Absprache mit dem Umweltamt zur bevorstehenden Führung. Ich übergab ein Infoblatt.

12.09.2007:

Abgabe des Kurzbeitrages über den Tag des Geotops in der OTZ-Redaktion. Ob der Artikel rechtzeitig veröffentlicht wird?

In die Teufelslöcher - Zweiter Geologischer Lehrpfad von Jena

Einen Blick hinter die sonst verschlossenen Türen der Teufelslöcherhöhlen kann man zum diesjährigen "Tag des Geotops" wagen. Die Teufelslöcher in der Wöllnitzer Straße gelten als älteste urkundlich erwähnte Höhlen in Thüringen. Sie sind durch Auslaugung des hier anstehenden Gipses entstanden. Noch viel mehr, auch zu dem ganz in der Nähe gelegenen Beginn des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena kann man am Sonntag den 16.09.07 bei kostenlosen Besichtigungen durch die Höhlen erfahren. Festes Schuhwerk (am besten Gummistiefel), eine Taschenlampe und Helm (zum Bsp. Fahrradhelm) sind aber unabdingbare Voraussetzungen, um an den noch 3 etwa 30minütigen Führungen teilnehmen zu können. Freie Termine sind zurzeit noch um 09.00, 10.00 und 10.30 (letzte Führung). Eventuelle Wartezeit ist aber einzuplanen, da nur etwa 10 Personen beispielsweise in die linke Höhle hineingehen dürfen. Die rechte Höhle ist aber während der gesamten Zeit ohne Führung zu besichtigen.

Herr Ertel sagte mir telefonisch seine volle Unterstützung zu und wird Helme sowie eine Taschenlampe für diese Veranstaltung bereitstellen.

13.09.2007:

Dieses Bild zeigt die Rückseite der Erläuterungstafel vom Aufschluss 4 des GL 2. (aus Ursula Dittrich: "Die 100 km Horizontale rund um Jena" Jenzig - Verlag 2007, S. 10)

Letzte Kurzabsprache mit Herrn Julich im Umweltamt. Der Führung zum Tag des Geotops am 16.09. steht nun nichts mehr im Wege. Erstmals wird zumindest ein Bild von einer neuen Erläuterungstafel in einer Literatur gezeigt. Der Lehrpfad wird aber im Text nicht erwähnt, obwohl die Erläuterungen zu einzelnen Aufschlüssen teilweise wortwörtlich übernommen wurden (Bsp. vom Aufschluss 3)!


16.09/18.09.2007:

Etwa 50 Personen nahmen am Tag des Geotops 2007 teil. Eine Presseveröffentlichung, wie vorher eingereicht bei der OTZ (siehe 12.09.) erfolgte leider wieder nicht! Dafür gab es im Anschluss eine äußerst positive Resonanz in der TLZ und OTZ (siehe Beiträge unten).



(Fotos H. Ertel). Unten rechts: Der Übergang zum Chirotheriensandstein ist besonders gut in der rechten Höhle sichtbar. (Foto Dr. Körner)

TLZ Ausgabe Jena 17.09.07 OTZ Ausgabe Jena 18.09.07


06.11.2007:

In einer in der Nähe des Aufschlusses 1 neu errichteten Baugrube für ein Einfamilienhaus konnten die auf der Erläuterungstafel vom Aufschluss 1 des GL 2 erklärten Mineralfunde nach 15 Jahren (letzte Fundmöglichkeiten dort um 1992) wieder gefunden werden. Weitere Hinweise siehe auf den Seiten Aufschlüsse und Mineralien.

30.11.2007:

Es gibt eine Anfrage, ob es schon eine Übersicht über alle "relevanten" Aufschlüsse des GL 2 gibt. Ich verwies auf die noch in Arbeit stehende Seite mit den Fotos der alten Erläuterungstafeln.

01.01.2008:

Mal wieder was Historisches vom GL2: Zustand vom Aufschluss 5 (Fürstenbrunnen) ca. 1971(?) (Foto K. Junge).


04.04.2008:

Es kommt wieder etwas Bewegung in den GL2. Ich beantragte die Eintragung des GL2 in die offiziellen Wanderkarten, die der Forst neu digitalisieren will und darum um Änderungswünsche bittet (O T Z Mitteilung). Vorsprache beim Forstamt in Jena (Herr Koge). Mein Änderungsantrag in Kurzform:

Änderungsantrag Projekt „Forsten und Tourismus“ Lfd. Nr 1. (Neubeantragung):

Eintragung des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena

Verlauf: Wöllnitzer Straße -Teufelslöcher - Sophienhöhe - Mittlere Horizontale - Studentenrutsche - Diebeskrippe - Fürstenbrunnen - Kalktuffaufschluss im Pennickental, teilweise parallel verlaufend mit regionalen Wanderwegen grün,rot markiert , Thüringenweg und Naturlehrpfad, Länge ca. 8 km - ist bereits markiert und beschildert (2006/2007).

Markierung in Wanderkarte: GL 2 (eingerahmt und farbiger Hintergrund).

Zu einem späteren Termin werde ich den Verlauf dann auf einer Karte im Forstamt eintragen. Siehe auch Chronik Teil 5 des GL 1. Langsam wird auch wieder einmal eine Begehung des GL 2 notwendig, da nicht bekannt ist, ob neue Schäden an den Erläuterungstafeln vorhanden sind, es neue Schwärzungen von Symbolen gegeben hatte und Sturmschäden aufgetreten sind. Im Umfeld hatte es aber schon umfangreiche Markierungsarbeiten gegeben und die Pfähle samt Wegweiser scheinen auch in einem neuen, guten Zustand zu sein (zum Bsp. auf dem Kernbergplateau).

27.04.2008:

Kleiner Kontrollgang im Bereich zwischen unterhalb Aufschluss 3 (Kernbergstraße) und 4 (bis Fränkelsgrund). Es scheint am GL 2 zumindest in den begangenen Bereichen alles so weit in Ordnung zu sein. Die Erläuterungstafeln haben auf der Rückseite durch die Ü A G eine fortlaufende Nummerierung bekommen (Bsp. Aufschluss 3: 106, Aufschluss 4: Nr. 105). An der Kreuzung mit dem grünen Wanderweg nahe der Tafel für Aufschluss 3 (Diebeskrippe) steht ein neuer Wegweiserpfahl und am Horizontalweg insgesamt sind kleine Abflussrinnen geschaffen wurden, so dass sich die Schlammigkeit des Weges in Grenzen hielt. Alle Symbole des G L 2 waren so weit noch vorhanden. Lediglich an der Diebeskrippe schnitzte ein Unbekannter den grünen Streifen vom Naturlehrpfad aus der Rinde.

06.07.2008:

Wieder einmal einigen Visionen nachgegangen: Während einer Wanderung über Teilbereiche der evtl. später mal geplanten Erweiterungsroute des GL 2 wurden einige Probleme deutlich. So wird sich der Zugang zu Aufschluss 10 Myophorienfolge mit Fasercoelestin im Himmelreichsgraben in der "Schlucht" als sehr problematisch erweisen, da Sturm Emma im unteren Bereich einiges an Bäumen umgeworfen hatte (s. Bild). Der Verlauf des Lehrpfades zwischen den Aufschlüssen 8 und 9 wäre auch noch zu klären. Ob die "Aufschlusspunkte 8 und 9" überhaupt sinnvoll wären (fast identisch mit bestehenden Aufschlüssen 2 "Teufelslöcher" u. 3 "Studentenrutsche") müsste ebenfalls noch überlegt werden, zumal im Oktober 2008 fertig gestellte Sanierungsarbeiten am Wöllnitzer Felsen ("Aufschluss 8") diesem Aufschluss geologisch gesehen stark abwerten (Stahlnetze und Vermauerungen). Am Ende des Lehrpfades (Drackendorf) wird die Wegeführung teilweise durch das Dorf erfolgen müssen. Hier wird die Problematik sein, wie die letzte Erläuterungstafel für Aufschluss 12 angesichts fehlender Aufschlüsse gestaltet werden könnte (am Schafberg). Die Problematiken von fehlenden Aufschlüssen und Zugänglichkeiten treffen auch auf den "Aufschluss 11" unterhalb der Lobdeburg zu. Ob bis 2010 dieses Projekt nun noch tatsächlich in Angriff genommen wird, steht also zunehmend "in den Sternen". Und schließlich sind die Beschilderungen (Wanderwegweiser, etc.) auf der Nordseite des Pennickentales und auf der Hochfläche des Johannisberges sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Ob sich so etwas später auch auf das Projekt "Erweiterung des GL 2" auswirken könnte ? ...


27.09.2008:

Familienwandertag am Zweiten Geologischen Lehrpfad: Anlässlich eines Familienwandertages des Kindergartens "Kleine Bergsteiger" wurde ein kleiner Teilbereich des Weges begangen. Außer einer neuen Markierung eines "Saale Horizontalweges" mit entsprechenden Wanderwegweisern ab Sophienhöhe sowie an Bäume angenagelte (!) SH -Symbole (orange/blau) gab es in den begangenen Bereichen zwischen Aufschluss 1 und Abzweig Ziegental (kurz vor Aufschluss 4- Diebeskrippe) keine Veränderungen oder Beschädigungen. Diese Saale Horizontale verläuft ab Sophienhöhe mit dem GL 2 bis zum Fürstenbrunnen parallel. Ob auch am Ende des Ersten Geologischen Lehrpfades (siehe dort) eine Überlagerung mit diesem Weg besteht (bei den Steinmalen) konnte noch nicht festgestellt werden. Vor dem Eingang der linken Teufelslöcherhöhle liegt ein großer Gipsblock, der aus der Wand heraus gebrochen war.


Zwei Beispiele für die "Markierungsvielfalt" die man aktuell teilweise am Zweiten Geologischen Lehrpfad antrifft.

01.11.2008:

Laut Pressemitteilung bot die Volkshochschule kurzfristig eine geologische Wanderung an, die teilweise dem Verlauf des Zweiten Geologischen Lehrpfades folgte. Die Strecke führte über die Horizontale zur Diebeskrippe (Aufschluss 4) Fürstenbrunnen (Aufschluss 5) und Travertinbrüchen (Aufschluss 6 "[7?]") Treffpunkt war am "Aufschluss [8?]" in Wöllnitz, wo der Gipsfelsen zwar schön freigelegt wurde, aber mit Drahtgitter vollständig überzogen ist. Ein Geologe der Uni wurde als Führer angegeben. Über Teilnehmerzahl und Resonanz ist nichts bekannt.

07.11.2008:

Weitere Informationen siehe Erster geologischer Lehrpfad Chronik Teil 5.


Erstmalig erscheinen auf einer Karte die beiden Geologischen Lehrpfade von Jena. Es wäre schön, wenn eine solche Wanderkarte auch einmal tatsächlich herausgegeben würde. (Bildquellen 519/520: Faltblatt SAALEHORIZONTALE, KARTO GRAPHIK Verlag - Judit Lenk, Jena 2008).

22.03.2009:

Auf einer Erläuterungstafel zur Saale Horizontale unterhalb der Wilhelmshöhe (nahe GL 1) sind zwei Bilder von Aufschlüssen des Zweiten Geologischen Lehrpfades abgebildet:


Der "Sphinxfelsen" hinter der Diebeskrippe Aufschluss 5 am Fürstenbrunnen (GL 2 Symbol am Baum markiert! )

15.04.2009:

Während der Präsentation: Autoren und Verleger im Umweltamt (Fachdienst Umweltschutz) Am Anger

Eine 2. Auflage des Buches über den Heimatkundlichen Lehrpfad wurde im Umweltamt öffentlich vorgestellt. Es gab vieles zur Historie des Weges zu erfahren. Eine Erwähnung des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena, der ja seit Ende 2006 teilweise mit dem Heimatkundlichen Lehrpfad parallel verläuft und durch die neuen Erläuterungstafeln vor Ort gemeinsam mit dem Heimatkundlichen Lehrpfad auf den GL 2 hinweist, fand ich in dem Buch nicht. Während der Veranstaltung wies ich auf die Existenz des Zweiten Geologischen Lehrpfades hin. Dieser wurde wahrscheinlich zu spät neu errichtet, um noch in der Zweiten Auflage des Buches Berücksichtigung zu finden. Leider hatte ich auch keine Kenntnis von einer Neuauflage, so dass ich die Autoren auch nicht vorher informieren konnte. Es erfolgt eine Anfrage beim Verlag, ob man einen Flyer in der Art wie zum GL 1 nachreichen könnte.


30.07.2009:

Nach längerer Pause wurde wieder eine Teilbegehung des GL 2 (bis zum Fränckelsgrund) mit Schülern der Nordschule (Ferienkinder) durchgeführt. Es gibt einige Neuigkeiten im positiven aber leider auch einiges im negativen Sinne. Über weite Teile des begangenen Lehrpfadabschnittes konnten neue kleine Tafeln und Wegweiser zum Heimatkundlichen Lehrpfad festgestellt werden. Sie erinnerten stark an die Aluminiumtafeln der Anfangsjahre des Heimatkundlichen Lehrpfades. Alle Wegweiser waren im tadellosen, neuen Zustand. Wegweiser zum GL 2 suchte ich vergeblich auf den Wegweiserpfählen. Dieser wird offenbar von den entsprechenden Stellen weiterhin völlig ignoriert. Die Übersichtstafel zwischen Aufschluss 2 und 3 (Studentenrutsche) unterhalb der Sophienhöhe war stark beschädigt und nur noch in Teilen vorhanden (s. Bild unten und vom 8.5. 06). In der Nähe oberhalb dieser Tafel wurden zwei GL 2 Symbole an Bäumen wohl absichtlich abgekratzt bzw. beschädigt (wohl im Zusammenhang mit Neumarkierungen des grünen Wanderweges?). Auf der Erläuterungstafel zum Aufschluss 3 (Studentenrutsche) fehlte wieder der Pfeil mit dem Hinweis auf 70 m. Sonst waren keine neuen Schäden am Tafelbestand festzustellen.

Neue Markierung und Tafel am Aufschluss 2 Beschädigung des GL 2 Symbols (s. Text) Stark beschädigte Übersichtstafel unterhalb der Sophienhöhe


Direkt am Aufschluss 3 angebrachte Tafel des Hk-Lehrpfades An der Erläuterungstafel von Aufschluss 4 seitlich angebrachte Tafel des Heimatkundlichen Lehrpfades (s. auch Aufschluss 2)


19.09.2009:

Zweiter Familienwandertag am GL 2: Anlässlich eines erneuten Familienwandertages des Kindergartens "Kleine Bergsteiger" wurde nur das Ende des Lehrpfades am Aufschluss 6 begangen. Langsam wächst dieser interessante Aufschluss leider wieder zu. Die Markierungen an den Bäumen fangen auch an zu verblassen. Über den Zustand der Tafeln der Aufschlüsse 4, 5 und 6 kann keine Aussage getroffen werden, da sie außerhalb des begangenen Weges lagen.

13.11.2009:

Begehung der Aufschlüsse 1 und 2 des Zweiten Geologischen Lehrpfades mit Schülern der Kl. 4 a der Nordschule Jena. Die linke Teufelslöcherhöhle konnte dabei im Rahmen eines Exkursions- und Wandertages mit den Schülern befahren werden. Durch Herrn Julich vom Fachdienst Umweltschutz wurde das Umfeld des Aufschlusses 2 gesäubert.

Am Aufschluss 1 des GL2 "Im Aufschluss 2" des GL2


30.01.2010:

Es gibt erstmalig eine konkretere Beschreibung in einer neuen Literatur: Beschrieben werden die Aufschlüsse 5 Fürstenbrunnen (hier aber Verwechselung mit dem Ersten Geologischen Lehrpfad bei der Jahresangabe im Text), Aufschluss 4 Diebeskrippe (Textpassagen von der Tafel entnommen) und Aufschluss 3 Studentenrutsche (hier ist ebenfalls der Text von der Tafel erwähnt). Die Teufelslöcher (Aufschluss 2) werden ebenfalls als Geologisches Naturdenkmal erwähnt. Die nicht begehbare Höhle wird allerdings als "im Sandstein angelegt" bezeichnet. Weitere Hinweise finden sich auch in der Chronik Teil 6 des Ersten Geologischen Lehrpfades.

Der in Klammern gesetzte Hinweis unten bezieht sich ganz offensichtlich auf den Zweiten Geologischen Lehrpfad (Ersterwähnung).


02.05.2010:

Nach längerer Zeit wieder einmal etwas vom GL 2: Die letzte historische Tafel aus dem Jahr 1987 vom Aufschluss 3 "Studentenrutsche" hat nun auch endlich einen Platz im "Museum" gefunden. Sie hatte ja eine "Odyssee" hinter sich. Mehrmals wurde sie in der Vergangenheit am Steilhang geborgen, war zerrissen und stark beschädigt (siehe auch diese Chronik,13.06.2006). Sie war zwar vorhanden, konnte aber auf Grund eines Regals bisher noch nicht im "Museum" ausgestellt werden. Nun fehlt noch die seit 1998 verschwundene Erläuterungstafel vom Aufschluss 1 des GL 2 in der "Sammlung" (siehe auch GL 1 Chronik Teil 5, Bilder 459-462). Eine Erweiterung des Zweiten Geologischen Lehrpfades bis nach Drackendorf, geplant bis zum Jahr 2010, wird nun mit Sicherheit nicht mehr realisiert werden.


30.06.2010:

Laut Pressemitteilung hatte es im Bereich des Aufschlusses 3 des GL 2 (Studentenrutsche) einen kleinen Waldbrand gegeben.

27.07.2010:

Geocaching auch auf am Zweiten Geologischen Lehrpfad von Jena (Aufschlüsse 1 und 2): siehe

www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=7067e1ef-d3af-4400-9aa6-5b450b81555d

Nachfolgend die vor Ort zu beantwortenden Fragen:

1. Das Vorkommen welches Halbedelsteins wurde 1989 beim Bau einer Stützmauer entdeckt?
2. Welcher verdienstvolle „Hobby-Geologe“ entwarf die Hinweistafeln und kümmert sich um die zwei geologischen Wanderwege in Jena?
3. Auf welcher Höhe über NN befindet sich die Grenze vom Mittleren Buntsandstein (Chirotheriensandstein) zum Oberem Buntsandstein (Gips) im Bereich des Quellaustritts? Benutze dafür Dein GPS!
4. Bestimme den pH-Wert des Quellwassers! Teststreifen bekommt man z.B. in Apotheken. Hast Du keinen Teststreifen dabei, kannst Du Dir etwas Wasser abfüllen (z.B. in einer Filmdose...) und den pH-Wert später ermitteln. 5. Welches Salz hat Humboldt hier gewonnen?

Weitere Caches befinden sich am Aufschluss 5 und 6 des GL 2:

5: www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=0ee7d18b-7e0a-4f6d-8d6a-258d11c0e859

6: www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=ce147a76-3deb-4603-8407-a36b38dcd3c3 : "Geo-Fans" sollten sich den geologischen Lehrpfad nicht entgehen lassen (Muss natürlich richtig heißen: ...den Zweiten Geologischen Lehrpfad)

04.09.2010:

Während eines Stadtteilfestes "Nord für Nord" fand ich an einem Stand der Überbetrieblichen Ausbildungsgesellschaft (ÜAG) zu meiner Überraschung meine 6 farbigen Entwürfe neuen Tafeln des Zweiten Geologischen Lehrpfades in einer Mappe präsentiert und die Standorte in einer Karte eingetragen. Als Überschrift stand "Heimatkundlicher Lehrpfad"! Ich wies gegenüber den dort anwesenden ÜAG Mitarbeitern darauf hin, dass die Entwürfe eigentlich damals für den Zweiten Geologischen Lehrpfad gedacht waren und das man diesen doch bei der Namensgebung künftig noch mehr Beachtung schenken sollte. Es wurde angeregt ob es möglich wäre einen Flyer ähnlich dem vom GL1 auch für den GL 2 in der Zukunft anfertigen zu können (Herr Baar). (leider kein Foto vorhanden)

06./07.11.2010:

Es gibt neue historische Literaturquellen zum GL 2 in diverser älterer Literatur aus dem Jahr 1836 (J. C. ZENKER) und aus dem Jahr 1927 (HESS V.WIECHDORFF), die im Hinblick auf den Zweiten Geologischen Lehrpfad untersucht wurden. Da noch eine weitere Literatur aussteht, ist der Beitrag noch in Arbeit.

Zunächst sind hier einige Bilder vom Aufschluss 2 des Zweiten Geologischen Lehrpfades zu sehen (Teufelslöcher):



Bildquelle: HESS V. WICHDORFF:  "Die Teufelslöcher bei Jena , eine Gipshöhle" - in "Die Thüringer Höhlen -Zeitschrift des Thüringer Höhlenvereins" 1927, Kunstdruckbeilagen zu Nummer 1 der Zeitschrift "Die Thüringer Höhlen" Fotos: Kantowski

Hinweise auf Aufschlüsse des Zweiten Geologischen Lehrpfades in der Literatur von ZENKER (1836) sind recht spärlich. Das Pennickental wird als Fürstenbrunnenthal bezeichnet. Zum Fürstenbrunnen (Aufschluss 5) gibt es ein paar Hinweise zur Zusammensetzung des Quellwassers und zu historischen Aspekten. Die Kalktuffbrüche (Aufschluss 6) unterhalb werden kurz erwähnt (Abbau von "Topfstein"). Etwas ausführlicher werden die Teufelslöcher (Aufschluss 2) beschrieben. Die anderen Aufschlüsse bleiben unerwähnt. Das ist auch kein Wunder, denn die Horizontale wurde erst viele Jahre später angelegt.

20.11.2010:

Interessante, aufschlussreiche Wanderung auf Teilbereichen des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena:

Geologiestudenten des 1. Semesters am Aufschluss 1 bei mineralogischen Untersuchungen und bei ersten "Feldarbeiten". Es gab zahlreiche Erläuterungen zum Chirotheriensandstein die sehr verständlich erklärt wurden und wo die Studenten auch praxisbezogene Untersuchungen am Gestein durchführen durften.


Die gleiche Studentengruppe dann später am Aufschluss 6 des Zweiten Geologischen Lehrpfades.


Am Aufschluss 4 (Diebeskrippe) mit Thomas und Stefan auf Fossilsuche: Die Erläuterungstafel zeigte eine kleine, neue Schlagstelle, die vermutlich von der Rückseite der Tafel aus entstand! Bild rechts: Eine mir aus früheren Jahren von dort bekannte geringmächtige Bank mit Beneckeia Buchi erfüllt, konnte leider unterhalb des Aufschlusses nicht aufgefunden werden (s. Titelbild "Fossilienseite").



"Abendsonne" am Zweiten Geologischen Lehrpfad: Der Bereich des "Sphinxfelsen" hinter der Diebeskrippe und dem Fränkelsgrund zeigte sich im nachmittäglichen "Alpenglühen" von unten aus:


28.11.2010:

In einer überarbeiteten Auflage des Heftes über die 100 km Horizontale rund um Jena vom Jenzig - Verlag 2010 auf dem Titelbild gesehen: Man beachte das GL2 Symbol im Hintergrund am Wellenkalk- "Sphinxfelsen" (zwischen Aufschluss 4 und 5)!


09.01.2011:

Eine mir bisher nicht bekannte Literaturquelle erwähnt einen Teil des Heimatkundlichen Lehrpfades mit allen Aufschlüssen des Zweiten Geologischen Lehrpfades. In der Erklärung der Wanderrouten 4.3 (S. 69 bis 71) und 4.5 (S. 72-73) werden auch geologische Besonderheiten beschrieben (in Anlehnung an die Originalliteratur von Heinrich und Lepper):

Aufschluss 1: .... Nördlich der Teufelslöcher steht der Chirotheriensandstein in gleicher Höhe an, Folge einer Verwerfung...

Aufschluss 2: ...Durch die Wöllnitzer Straße geht man bis zu den *ältesten urkundlich genannten Höhlen Deutschlands (1319 foramen diaboli, 1321 fenstra diaboli)... * Dieser Fehler wird seit Hess v. Wichdorff immer wieder in der Literatur erwähnt. ...A. v. Humboldt... Hier sind die unteren fossilfreien Gipse des Oberen Buntsandsteins zu sehen, durch Kluftbildung und Sickerwasser entstanden die Höhlen...Quelle enthält Bittersalz...

Aufschluss 3: ...Die Studentenrutsche zeigt eine Verwerfung, die südliche Terebratula-Zone liegt sechs Meter tiefer als die nördliche...

Aufschluss 4 Diebeskrippe (mit Bild!): ...Im Pennickental ist der Bergrutsch bei der Diebeskrippe nicht nur für Geologen aufschlussreich. 1858/59 endete hier die Horizontale...

Aufschluss 5: ...erreicht man am Ende des Tales die Quelle des Baches, den Fürstenbrunnen...

Aufschluss 6: Wanderroute 4.5. ...dann ins Pennickental mit seinen Kalktuffablagerungen, bis 10 m mächtig! ... Die Entstehung dieser Kalktuffablagerungen wird kurz erklärt.

Auf S. 70 findet sich diese Aufnahme vom Aufschluss 4 des GL 2 (Diebeskrippe)


27.01.2011:

Die Bezeichnung "Geol. Lehrpfad 2" taucht erstmalig direkt in einem Flyer für den "20. Thüringer Wandertag am 19.06.2011 in Jena- Eröffnung des Thüringer Wandersommers" auf. In Wanderung Nr.8 "An den Kalkhängen" ist zu lesen: Marktplatz (Start) - Teufelslöcher - Geol. Lehrpfad 2 - mittlere Horizontale - Studentenrutsche - Wöllnitzer Oberweg- Marktplatz (Ziel) anspruchsvoll -Trittsicherheit erforderlich! 8 km -145 Höhenmeter (Anstieg).

Es ist der einzige Hinweis auf den GL 2 obwohl andere Wandertouren auch teilweise auf dem Lehrpfad verlaufen (zum Bsp. Nr.2 entlang des kompletten Lehrpfades in entgegen gesetzter Richtung, auch teilweise in Nr. 10 "Nordic - Walking - Tour"). Langsam scheint sich auch der Zweite geologische Lehrpfad von Jena in der Literatur zu etablieren.

12.02.2011:

Neu im WEB entdeckt: www.worldlingo.com/ma/dewiki/de/Zweiter_Geologischer_Lehrpfad_von_Jena (Dieser Link existiert nicht mehr)

Zweiter Geologischer Lehrpfad von Jena

Der 1969 als Heimatkundlicher Lehrpfad errichtete,1986/87/96 um einen Zweiten Geologischen Lehrpfad erweiterte und 1999 in seinem Verlauf erweiterte Heimatkundliche Lehrpfad/Zweiter Geologischer Lehrpfad an den Kernbergen von Jena ist wieder neu markiert und mit Erläuterungstafeln versehen wurden. Der Weg ist ca.11 km lang und wurde mit einem GL 2 markiert(orange/blau). Der Weg verläuft von der Wöllnitzer Straße (Aufschluss 1: Verwerfung Chirotheriensandstein/Fossilfreie Gipse) über die Teufelslöcher(Aufschluss 2: Fossilfreie Gipse, Schichtquelle, Karsthöhlen) zur Sophienhöhe . Über die mittlere Horizontale an der Studentenrutsche (Aufschluss 3: Verwerfung im Muschelkalk, Erosionsrinne) vorbei ins Pennickental über die Diebeskrippe (Aufschluss 4: Rezenter Bergrutsch im Muschelkalk, Abrißkluft) bis zum Fürstenbrunnen (Aufschluss 5: Schichtquelle zwischen Oberen Buntsandstein und unterem Muschelkalk). Nach wenigen 100 m im Talgrund zurückgehend, gelangt man schließlich zum letzten Aufschlusspunkt 6: Kalktuffbruch im Pennickental mit holozänen Kaltktuff, Fossilien u.a. Hier ist der Lehrpfad vorläufig zu Ende. Es ist geplant ihn noch zu erweitern.

Die einzelnen Aufschlusspunkte werden auf meiner Seite erklärt (Achtung Seite ist noch in Arbeit). Eine Chronik, die auch historische Aspekte mit erklärt, kann für weitergehende Hintergrundinformationen genutzt werden. Der Lehrpfad ist noch nicht in den offiziellen Wanderkarten eingetragen.

Es gab offenbar eine Diskussion warum dieser von mir 2008 für Wikipedia entworfene Artikel dort gleich wieder gelöscht wurde. Auf Grund dieser Löschaktion hatte ich den Artikel nicht wieder eingestellt. Dieses hat der Autor der Seite wordlingo .com offenbar für seine Seite ausgenutzt da der Text offenbar noch gespeichert war (oder in der kurzen Zeit gespeichert wurde). Nun haben wenigstens andere etwas davon. Am Ende ist es für die Popularität des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena gut!

Hier einige Auszüge aus der Diskussion des "Lösch- und Verschiebungslogbuches" vom 15.10.-23.10. 2008

Zweiter Geologischer Lehrpfad von Jena (gelöscht)

Seit einer Woche in der QS. Relevanz wurde angezweifelt. Lehrpfad samt Homepage noch in Arbeit, auf keiner Karte verzeichnet, wohl noch nicht relevant. Über Artikelqualität ist da auch wenig zu holen. Löschen...12:42, 15. Okt. 2008 Behalten - Relevanz gegeben (regional verzeichnet und oft empfohlen) - ungenügende Recherche durch LA-Steller (s. allein google). Bitte gründlicher in Zukunft arbeiten. Zudem erscheint mir eine eigene Abstimmung über den eigene Antrag als unseriös und sollte zurückgenommen werden. Einzig die Sprache im Artikel sollte von der zT gebrauchten ich-Form gelöst werden --... 12:55, 15. Okt. 2008 Ich habe gar nicht recherchiert, ich habe das übernommen, was in der QS-Diskussion gesagt wurde, da ich davon ausgehe, dass da nicht gelogen wird. Ich bin nur der Bausteinschubser. Aber Du hast jetzt 7 volle Tage Zeit, daraus einen super Artikel zu machen, gerne auch mit Quellen, mit Fotos, mit Karten. --... 12:59, 15. Okt. 2008 Kann man das nicht in den BNR verschieben, bis sich Der Lehrpfad ist noch nicht in den offiziellen Wanderkarten eingetragen. oder zumindest Achtung Seite ist noch in Arbeit (Und zwar die Seite hier!) geregelt haben?-- ... 13:46, 15. Okt. 2008 Schon der erste Satz ist unerträglich, in der Form kein Artikel, löschen oder in BNR verschieben. Ob es überhaupt eine Relevanz gibt ist auch fraglich, weil nicht dargestellt. --... 09:55, 16. Okt. 2008

Zunächst eine URV von ... Daran änderte der "Hinweis auf der Disk." nichts, weil nicht klar wird ob WP Account und WebSeite-Autor identisch sind. Sprachlich war das Intro unbrauchbar. Relevanz besteht. Ich entlinke den Artikel nicht. Wer zu einem Artikel ausbauen möchte, melde sich bitte für eine BNR-Version. -- ... 12:45, 23. Okt. 2008

Man glaubte wohl nicht, das ich auch der Web-Autor war und ich den Text von meiner Seite übernommen hatte (also auch der Urheber!). Ein Link zur Lehrpfadseite ist aber vorhanden.

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/15._Oktober_2008#Zweiter_Geologischer_Lehrpfad_von_Jena_.28gel.C3.B6scht.29

Es finden sich aber auch deutliche Hinweise auf den GL2:

..."Die Studentenrutsche ist der dritte Aufschluss des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena. Eine Erläuterungstafel befindet sich unweit des Aufschlusses am Weg"...Wenige 100 m nördlich der Teufelslöcher kann man eine markante geologische Störung am Hangbereich erkennen (Lichtenhainer Störung). Dort tritt dann im gleichen Niveau der Chirotheriensandstein zu Tage. An den Teufelslöchern beginnt der Heimatkundliche Lehrpfad und nahe diesem ca. 100 m nördlich an der Lichtenhainer Störung der Zweite Geologische Lehrpfad von Jena...

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Kernberg_(Jena)

26.02.2011:

Kleine Infowanderung zwischen Aufschluss 4 (Diebeskrippe) und Abzweig Fränkelsgrund: Die ehemals geschwärzten Symbole des Heimatkundlichen Lehrpfades wurden alle erneuert (im Bereich Fränkelsgrund). Schäden konnte ich nicht bemerken. lediglich am Beginn des 3. Markierungsabschnittes war ein kleiner Markierungspfeil umgebogen. Dieses wurde wieder in Ordnung gebracht.

März 2011:

Starke Felsabbrüche südlich von Aufschluss 2 gemeldet. Die Wöllnitzer Straße ist südlich vom Lehrpfadabzweig gesperrt.

09. 04. 2011:

Holzmarktfest in Jenas Zentrum: Eine kurze Sicht am Stand der ÜAG und des Stadtforstes zeigte Symbole des GL 2 als "Farbtupfer" auf einigen Bildern der Ausstellungstafeln. Der KSJ /Stadtforst Jena plant im Jenaer Paradies eine kleine Ausstellung zu Fossilien und typische Gesteinen der Region und ihre Geschichte. Man darf gespannt sein , ob der GL 2 dabei auch eine Erwähnung findet.

12.04.2011:

Es gibt weitere Berichte über Felsstürze an den Teufelslöchern: Probebohrungen sollen bis auf den Sandstein stoßen, viel Geld muss die Stadt zur Hangsicherung aufbringen, Abholzungen am Hang... etc. (Pressemitteilung O T Z 12.04.2011). Man hatte eben die Erläuterungstafel zum Aufschluss 1 mit dem Profil der Wöllnitzer Straße auch nach Süden zu (Grenze Gips/Sandstein, Verwerfungen, Schlotten - und Höhlenbildungen) nicht ernst genommen, oder?


Bohrkerne der Salinarrötfoge aus den Probebohrungen (Bildquelle: Allgemeiner Anzeiger)

Diese Bilder geben einen Eindruck von dem Felssturz dicht südlich vom Aufschluss 2 des GL 2: m³ große Blöcke liegen am Steilhang (Bilder rechts und links). Eine mächtige Abrisskluft ist am anstehenden Gipsfelsen der Salinarrötfolge zu sehen (Bild mitte). Sie deutet darauf hin, dass in Zukunft sich noch weitere Felsblöcke lösen könnten. Eine hoch gefährliche Situation für die direkt darüber stehenden neuen Einfamilienhäuser! Etwas weiter nördlich vom Felssturz deutet Wasser auf eine neue Schichtquelle hin. Es handelt sich dabei um seitliche kleinräumige Störungsbereiche der Lichtenhainer Störung (s. Aufschluss 1 des GL 2).


28.04.2011:

Auf den Spuren der visionären Erweiterung des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena: Mit einer Kindergruppe wurde von Lobeda-Ost nach Drackendorf gewandert. Dabei habe ich versucht das letzte Stück der geplanten Erweiterung des GL 2 in der Realität zu konstruieren. Gerade am Ende des Lehrpfades am Aufschluss 12: "Fossilführende Tenuisbank der Pelitrötfolge nach PASSARGE" könnte man den Lehrpfad in seinem Verlauf ganz gut nachvollziehen. Das Ende wäre entweder am südöstlichen Ende des Weges nahe Lobeda-Ost oder am nordwestlichen Ende oberhalb von Drackendorf zu sehen. Dort würden sich mit relativ wenig Aufwand die Tenuisbank der Pelitrötfolge am Weg freilegen lassen. Der Lehrpfad würde dann entlang des Schafberges verlaufen. Dort ist schon eine Art Lehrpfad vom Drackendorfer Heimatverein e.V. angelegt worden (Rundgang). Aufschlüsse in der Salinarrötfolge sind linkerhand am Weg zu sehen. In einem Kellergewölbe sind ebenfalls Aufschlüsse auf einem Bild dargestellt. Mögliche Standorte für Lehrpfadsymbole wurden schon einmal gesichtet und eine Fotomontage angefertigt (s. Bilder). Schwieriger würde sich dann aber der weitere Verlauf zwischen den "Aufschlüssen 10" (coelestinführende Myophorienfolge im Himmelreichsgraben), "11" (malachitführende Subundatusbank der Pelitrötfolge am Burgberg der Lobdeburg) und dann weiter bis zum Ort Drackendorf gestalten, da dort relativ weite Strecken zurückgelegt werden müssten. Man kann ja schon einmal solchen Visionen nachgehen!


Möglicher Tafelstandort für den letzten Aufschluss des erweiterten Zweiten geologischen Lehrpfades von Jena nordöstlich von Lobeda-Ost in einem Hohlweg nach Drackendorf (linkes Bild). Hier ist die stark fossilführende Tenuisbank des grauen Röts (PASSARGE 1891) sogar im Weg aufgeschlossen (rechtes Bild). Geringe Aufschürfungen könnten diese Dolomitbank noch besser in Erscheinung treten lassen. Ein weiterer geeigneter Standort wäre am Abhang südöstlich von Drackendorf ca. 100 m weiter an diesem Weg in Richtung Drackendorf. Dieser Einschnitt ist aber stärker verwachen.

Kurz vor dem "Ende des GL 2" gelangt man vom "Aufschluss 12" über einen Wanderweg zur Straße Schafberg in Drackendorf.



Der "Rundgang", ein durch den Drackendorfer Heimatverein e.V. angelegter Weg, verläuft teilweise entlang der Straße Schafberg. Dieser könnte gut in den GL 2 eingefügt werden. Auf der Tafel "Dorfquelle" (rechtes Bild) sind geologische Aufschlüsse in einem Gewölbekeller abgebildet (nicht öffentlich zugänglich).

Backsteinturm links an der Straße am Schafberg in Drackendorf mit einem Symbol des Jenaer Kernberglaufes und einer Vision! Ob das später wirklich einmal Realität wird ist stark zu bezweifeln!


19.06.2011:

20. Thüringer Wandertag in Jena:

Mit großer Politprominenz wurde der 20. Thüringer Wandertag in Jena veranstaltet. Aufgrund einer Ankündigung in einem Flyer, dass eine Wanderung entlang des Geol. Lehrpfades 2 (Wanderung Nr. 8 - siehe 27.01.2011) durchgeführt werden sollte, entschloss ich mich daran teilzunehmen. Mit ca. 60 Personen, darunter die Thüringer Ministerpräsidentin Chr. Lieberknecht, Kultusminister C. Matschie und Oberbürgermeister Dr. A. Schröter ging es am Aufschluss 1 vorbei bis zu den Teufelslöchern. Dort erklärte ich den Anwesenden sehr kurz einige historische und geologische Aspekte des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena und des Aufschlusses 2. Der Leiter dieser Exkursion war sehr froh, dass ich vor Ort einige Erklärungen zur Geologie abgeben konnte. Auf dem weiteren Weg wurden immer wieder Erklärungen gegeben. Vor dem Aufschluss 3 und dann noch einmal an der Erläuterungstafel dieses Aufschlusses wurden von mir kurze Erklärungen zur Geologie gegeben. Während der Wanderung wurde auch immer wieder auf Vandalismus hingewiesen unter dem Wegweiser, Erläuterungstafeln und Wegesymbole zu leiden hatten. Leider war unübersehbar, dass der "Schwarzsprüher" schon wieder sein Werk getan hatte. Einige Symbole des Saale Horizontale waren geschwärzt sowie Wegweiser an der Sophienhöhe mit roter Farbe beschmiert. Auch die Erläuterungstafel nahe Aufschluss 3 war beklebt, der Hinweis auf "70 m nördlich" war abgekratzt und die Pfosten hatten einen Schlag abbekommen. Die Tafel wies schon eine leichte Schrägstellung auf. Für mich war es schon bedenklich wie sich der Zustand an einigen Stellen des GL 2 in letzter Zeit verändert hatte. Lediglich die Übersichtstafel unterhalb der Sophienhöhe war erneuert wurden (dort fehlten nun allerdings die Wegesymbole). Am Aufschluss 3 (Studentenrutsche) vorbei ging es schließlich kurz nach dem Eingang ins Pennickental wieder im Gänsemarsch hinunter ins Tal. Die Fotografen und Sicherheitsleute hatten dabei arg zu tun, entsprechende Bilder der Politprominenz anzufertigen und gleichzeitig noch auf die Politprominenz aufzupassen. Ich konnte dabei auch einige Dinge den GL1 betreffend an den Oberbürgermeister herantragen (siehe chronik 6 des GL1). Am Ende bedankte sich die Ministerpräsidentin bei mir für meine geologischen Erklärungen. Es war ein durchaus sehr ereignisreicher Tag für beide Geologische Lehrpfade von Jena.

Hier nun die ersten Bilder (vor Presse und Fernsehen!):

Im Eilschritt am Aufschluss1 des GL 2 vorbei - die Teilnehmer der Wanderung Nr. 8 des 20. Thüringer Wandertages ein kurzer Halt an den Teufelslöchern (Aufschluss 2)


vor der erneuerten Übersichtstafel unterhalb der Sophienhöhe beschmierte Wanderwegweiser am Aussichtspunkt Sophienhöhe


Politprominenz am GL 2: von links nach rechts: Matschie-Lieberknecht-Schröter beschmiertes Wegesymbol der Saale Horizontale an der Sophienhöhe (Besonders den Symbolen dieses Weges hatte es der Sprüher neuerlich angetan!


beklebte Erläuterungstafel am Aufschluss 3- nun mit einem späteren kleineren Einsatz kann man das wieder in Ordnung bringen Schlimmer: Beschädigungen an den Pfosten dieser Erläuterungstafel. Dadurch beginnende Schrägstellung!


im Gänsemarsch ging es abwärts unterhalb des GL 2 (Bildquelle: mdr Thüringenjournal) Auf dem Bild der Teilnahmeurkunde des 20. Wandertages ist ein Bild des GL 2 kurz hinter Aufschluss 3 (Studentenrutsche) zu sehen.


Weitere Bilder aus dem Umfeld des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena (Aufschlüsse 1 und 2):

Eine neue Baugrube rechts des GL 2 etwa auf der Höhe des Felsabbruches zeigt Schichten der Pelitrötfolge (gipshaltige Tenuisbank?). Im Jenertal nahe Aufschluss 1des GL 2 scheint eine neue Baugrube zu entstehen. Dort könnte man möglicherweise mit Mineralfunden rechnen? Anstehender Bausandstein links - nördlich der zweiten Störung im Bereich des Jenertals (Aufschluss1) an der Wöllnitzer Straße Nr. 3. Dort sind auch hinter den Häusern weitere Bausandsteinaufschlüsse wieder freigelegt worden (mit "Höhlen")


27.08.2011:

Nach Sanierung des Hangbereiches südlich der Teufelslöcher (Aufschluss 2) entstanden auf der einen Seite großartige neue Aufschlüsse im Salinarröt und im Übergang zum Sollingsandstein (Bild mitte). Andererseits wurden klassische Aufschlüsse in diesem Übergangsbereich nahezu beseitigt (Bild rechts). Interessante mineralogische Besonderheiten kamen nach mehr als 20 Jahren dort wieder zu Tage! (weitere Bilder auf den Seiten "Aufschlüsse" und "Mineralien" folgen).


*Am Aufschluss 2 (Teufelslöcher) traf ich zwei "Geocachinger" mit denen ein angeregtes Gespräch geführt wurde. Gut versteckt erklärte man mir die "Schatzkiste" des Geo/Earthcachingpunktes. Leider hatte ich nicht alle Fragen in Erinnerung, die dort beantwortet werden sollten (s. 27.07.2010). Am Markierungsbaum mit dem GL 2 Symbol sind weitere Wegemarkierungen neu angebracht. Auch hier herrscht jetzt eine "Markierungsvielfalt" ähnlich wie im weiteren Verlauf des GL 2 auf der Kernberghorizontale (siehe Bild oben links).

Es wird wieder an der Idee gearbeitet einen Flyer für den GL 2 in der Art des Flyers für den GL 1 in naher Zukunft herstellen zu lassen.

*Dazu gibt es auch einen Eintrag auf der Earthcacheseite: 27.08.2011 (Auszug):

...Die Teufelslöcher waren uns schon bekannt, aber wir waren noch nie dort. Heute viel Interessantes gelernt und gerade als wir die Wasserprobe genommen haben, wurden wir von einem Mann mit Eimer und Hammer angesprochen. Es stellte sich heraus, dass es der Heer, der in Frage 2 gefragt ist, war und wir bekamen eine komplette Einführung in die Geologie Jenas. Sehr interessant!!! Und von (Earth)Caches hat er auch schon gehört. Er hat gerade an einem frischen Erdrutsch einen seit 20 Jahren in Jena nicht mehr nachgewiesenen Quarz gefunden und war ganz aus dem Häuschen. Mit was man sich alles beschäftigen und begeistern kann...

September/Oktober 2011:

Zahlreiche Besuche im Zusammenhang mit Mineralvorkommen nahe Aufschluss 2 des GL 2. Neben Funden von kleinen Quarzkristallen (sog. "Hyazinthen", s. Bild rechts unten, Größe ca. 6 mm) wurde auch eine bisher nicht so bekannte Quelle rechts vom Fahrweg zur Sophienhöhe beobachtet. Ein bemerkenswerter Fossilfund (Pflanzenrest aus Gagat/Anthracolith) konnte in den Fossilfreien Gipsen entdeckt werden- siehe Bild mitte. Weitere Mineralfunde siehe entsprechende Seiten.


Links: Diese bisher kaum bekannte Quelle wenige 10er m rechts vom GL 2 entfernt, könnte in einer späteren Aktion vom Astwerk befreit und würde somit wieder in einen sehenswerten Zustand versetzt werden. Eine Idee, die durchaus realisiert werden könnte. Auch der darüber liegende Aufschluss in den Fossilfreien Gipsen, die so fossilfrei gar nicht sind wie jüngste Funde beweisen, ist es wert in den Zweiten Geologischen Lehrpfad mit einbezogen zu werden. Kalktuffablagerungen im Bereich des verschütteten Bächleins zeigen die im Quellwasser gelösten Kalke an (vgl. Sinterterrassen an der Quelle der Teufelslöcher). Wenige Meter weiter südlich folgt ein rezenter Erdrutsch und dann folgen Aufschlüsse im Übergang. Danach beginnt die Sanierungsfläche mit den jüngsten Mineralfunden. (kurzprismatische Quarz - Doppelender Kristalle sog. Hyazinthen - siehe rechtes Bild).

23.10.2011:

Ingo Löffler beim Erklären des hyazinthenführenden Horizontes nahe Aufschluss 2 des GL 2

Auf den Spuren der Vergangenheit mit Ingo Löffler: Nahe Aufschluss 2 des GL 2 führte ich mit Ingo Löffler - einer meiner aktivsten AG- Schüler aus der Zeit von 1985-1990 - ein anregendes Gespräch über den Aufschluss unterhalb der Sophienhöhe. Dabei wurde auch über die mögliche Einbeziehung und Sanierung der kleinen Quelle gesprochen. Vorbereitend wurden schon einmal ein paar Äste aus dem Quellbereich entfernt. Die Quelle war Herrn Löffler in der Vergangenheit auch nicht bekannt. Laut Presseinformation gab es einen dubiosen Müllfund nahe des Aufschlusses 3 im Bereich des Weges unweit der Studentenrutsche.


24.10.2011:

Mit minimalem Aufwand konnten die Äste im Bereich der Quelle vollständig zur Seite geräumt werden. Es ist geplant den Quellbereich weiter, besonders im oberen Bereich, freizulegen. Im oberen Bereich der Quelle durchfließt das Bächlein eine Felsbank von Chirotheriensandstein. Das wäre insofern etwas besonderes, da diese Schichten an der Teufelslöcherquelle störungsbedingt nicht mehr anstehend zu beobachten sind. Man könnte vom nahe vorbeiführenden Geologischen Lehrpfad 2 einen kurzen Stichweg zur Quelle anlegen (Hinweis "Zur Quelle Aufschluss 2 a"). Auf der Tafel von Aufschluss 1 ist im Profil diese Quelle auch erwähnt.

Die Quelle vor (links) und nach (rechts) Beseitigung von Astwerk.


27.10.2011:

Besuch der Ü A G Naturparadiesausstellung mit Nordschulkindern: Dort gab es auch einiges über die Geologie von Jena zu sehen. Auf Schautafeln und in mehreren Exponaten sah ich Gesteinsproben, Fossilien, Mineralien und einen Film über die Entstehung der Gesteine um Jena. Erwähnungen der beiden Geologischen Lehrpfade fand ich aber nicht. In einem kleinen Film wurden die Aufschlüsse 2, 3 und 6 des GL 2 kurz im Bild gezeigt (ohne Hinweise zum Lehrpfad). Die Ausstellung wird von jungen Ü A G - Mitarbeitern betreut. Ich bot meine spätere Hilfe bei der Ergänzung von Fossilien, Mineralien und bei der Korrektur von Bezeichnungen bei einigen Fossilien an.

Das historische Bild aus dem Jahr 1974 (?) zeigt die noch in Betrieb befindlichen Kalktuffabbaue im Pennickental:


03.11.2011:

Endlich fand ich auch eine *Literatur zum blau markierten Wanderweg, den so genannten "Feengrotten - Kyffhäuser-Weg", der den Zweiten Geologischen Lehrpfad an einer Stelle kurz tangiert. Natürlich wird der GL 2 dort nicht genannt. Nur zum GL 2 fand ich auf S. 52 geologische Hinweise wie folgt... Der Wanderweg passiert direkt (!) einige geologische Besonderheiten der Kernberge wie die "Teufelslöcher", die "Studentenrutsche" und die "Diebeskrippe". Entsprechende Tafeln klären darüber auf ... Der Fürstenbrunnen wird auf einem Bild gezeigt (S. 53): Ein lauschiger Platz in den Kernbergen- der Fürstenbrunnen. Das stimmt natürlich nicht (müsste eigentlich Pennickental heißen), obwohl hier dieser Weg auf einer kurzen Strecke tatsächlich mit dem GL 2 zusammen verläuft. Die Teufelslöcher und die anderen genannten Geologischen Aufschlüsse des GL 2 befinden sich auch nicht direkt am blau markierten Wanderweg. Insofern stimmt das mit dem direkten Passieren der "geologischen Besonderheiten" nicht. Auch der Verlauf dieses blauen Wanderweges ist auf einer Karte (S. 50) nicht korrekt eingezeichnet wurden. Dort verläuft er mit dem GL 2 bis zum Ziegengrund ab Fürstenbrunnen parallel! Hier stimmen Beschreibung und eingezeichneter Verlauf über weite Strecken nicht überein.

* Literatur: Claus Triebiger und Jan Grünfeld: Wanderführer Feengrotten-Kyffhäuser-Weg, mitteldeutscher Verlag, 2011

11.12.2011:

Aus ganz besonderem Anlass hier zwei historische Bilder vom Aufschluss 2 des G L 2 aus dem Jahr 1933:


(Fotos K. Junge 19.02.1933)

30.12.2011:

Es gibt neue Anläufe in Richtung Erstellung eines Flyers vom Zweiten Geologischen Lehrpfad (ähnlich des vom Ersten). Vielleicht gelingt es einen solchen bis zur großen Führung mit der AG "Geotopschutz" und dem NABU KV Jena Ende April des kommenden Jahres herausgeben zu können (Studentenarbeit). Davor müsste der Lehrpfad aber erst mit den betreffenden Personen abgegangen werden. Im Dezember gab es neben den hier schon beschriebenen Ereignissen kaum nenneswerte Neuigkeiten vom GL 2 zu berichten. Lediglich im Vortrag über die Mineralvorkommen in Jena und Umgebung am 12.12. wurde kurz auf die in der Erläuterungstafel vom Aufschluss 1 beschriebenen Mineralvorkommen hingewiesen. Ähnlich wie am GL 1 sollte man im kommenden Jahr den Lehrpfad einmal wieder vollständig abwandern und die Symbole sowie den Zustand überprüfen. Höhepunkte im Jahr 2011 waren zweifellos die Wanderung mit Politprominenz am 19.06. zum 20 . Th. Wandertag und natürlich die Mineralfunde in der unmittelbaren Umgebung ab August...

04.02.2012:

Winterimpressionen am Beginn des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena: Zu meiner Überraschung wurde die Quelle, die rechts des Weges erst im vergangenem Jahr neu (?) wieder entdeckt wurde, mittels eines Grabens nach rechts umgeleitet (s. Bilder links). Damit wurde mein Projekt vom vergangenem Herbst - die Sanierung und Säuberung dieser Quelle - wahrscheinlich im Auftrag des Umweltamtes fortgesetzt. Das nun herauszufinden wäre interessant. Im Bereich der Teufelslöcherquellen findet man natürlich jetzt die bei solchen tiefen Temperaturen sich bildenden Eisablagerungen (s. Bilder rechts). Sehr gut kann man zur Zeit die geologischen Besonderheiten am Aufschluss 1 des GL 2 im Gelände erkennen.



25.02.2012:

Neues vom GL 2: Während einer Nachsuche am Aufschluss mit den "Hyazinthen" sah ich die beschmierte Erläuterungstafel am Aufschluss 2 (Teufelslöcher). Zeitnahe werde ich nun versuchen diese Schmierereien zu beseitigen (s. linkes Bild). Schmierereinen gab es ja in der Vergangenheit schon einmal an der Vorgängererläuterungstafel (3.5.1996).

Letzte Eisreste in einer Spalte am "Hyazinthenaufschluss" nahe des GL 2.


16.04.2012:

Tolle Überraschung in Buchhandlung entdeckt: Auf einer Karte sind erstmals offiziell beide Geologischen Lehrpfade von Jena mit den einzelnen Aufschlusspunkten eingezeichnet! Dazu gibt es eine Kurzbeschreibung aller Aufschlusspunkte des Zweiten Geologischen Lehrpfades einschließlich zwei noch geplanten Aufschlüssen im Pennickental (Aufschlüsse 7 und 8). Der Zweite Geologische Lehrpfad wird zwar als "geplant" überschrieben, obwohl ja 6 der genannten Aufschlüsse schon existieren. Wahrscheinlich bezieht sich die Planung auf die beiden noch nicht markierten Aufschlüsse 7 (VII) und 8 (VIII). Eine Idee, die durchaus ohne großen Aufwand später mal realisierbar wäre. Die Erweiterung des Lehrpfades bis Drackendorf (Aufschlüsse 9-12) wäre ohnehin zur Zeit nicht machbar. Die geologische Beschreibung der Aufschlüsse ist korrekt. In einem geologischen Profil finden sich die Aufschlüsse entsprechend der Stratigraphie eingezeichnet (römische Zahlen). Auch im Verlauf habe ich keine Fehler entdecken können. Rechtzeitig zur nahenden Geotopschutztagung am 20.4./21.4, wo eine Führung entlang des GL 2 stattfinden wird, kann man nun auch eine Art "Flyer" mit Karte vom GL 2 zeigen (dieser wäre aber kostenpflichtig für 4,50 € in verschiedenen Buchhandlungen zu erwerben). Das soll sich auch auf einen noch herauszugebenden Reiseführer über Jena beziehen, wo der GL 2 nun auch erstmalig mit Namen erwähnt werden soll (siehe chronik Teil 7 GL 1).

Ich war schon sehr überrascht, was so im Hintergrund alles abläuft.

Man beachte auch hier die hochgestellte 2 über dem GL-Symbol (siehe auch Chronik Teil 7 des GL 1).


21.04.2012:

Exkursion entlang des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena mit der Arbeitsgruppe "Geotopschutz" im TGV und dem NABU /KV Jena: Die in Jena erstmals durchgeführte (inzwischen schon 24.) Arbeitstagung der Arbeitsgruppe Geotopschutz im TGV e.V. hatte den Zweiten Geologischen Lehrpfad zum Ziel. 15 Teilnehmer begaben sich über die Aufschlüsse 1 und 2 (s. Bild links), nebst Quelle und Sanierungshang südlich vom Lehrpfad, 3 und 4 bis zum Fränkelsgrund. Neben geologischen Betrachtungen sprach ich auch immer wieder auf Probleme bei der Unterhaltung des Lehrpfades an. So waren auch wieder Schwärzungen von Wanderwegssymbolen sowie Beschädigungen auch an GL 2 Symbolen (s. Bild rechts) im Verlaufe der Wegestrecke nicht zu übersehen. Auf der Erläuterungstafel beim Aufschluss 3 (Studentenrutsche) kleben immer noch Reste eines Aufklebers. Infolge der fortgeschrittenen Zeit wurde der Lehrpfad im Fränkelsgrund verlassen und der nahe Steinbruch sowie der Travertinaufschluss im Tal (möglicher Aufschluss 7 der Erweiterung) besichtigt. Am kaum noch erkennbaren evtl. zukünftigen "Aufschluss 8" (Grauer Röt oberhalb nördlich der Wöllnitzer Kirche) wurde die Exkursion beendet. Von den Teilnehmern wurde der Geologische Lehrpfad 2 als sehr gut gelungen eingeschätzt (Bericht im TGV - Mitteilungsblatt und weitere Bilder folgen).


17.05.2012:

Während einer Exkursion wurde festgestellt, das der Markierungsbaum am Ausgang der Diebeskrippe (Aufschluss 4) umgebrochen war und in der Hangböschung lag. Ob das im Zusammenhang mit dem "Männertag" steht, konnte nicht herausgefunden werden. Weitere Schäden im Verlaufe des Weges sind nicht bekannt.


16.08.2012:

Eine neue Literatur überrascht erneut mit der Namensnennung des Zweiten Geologischen Lehrpfades (S.249): ...Geologisch interessant ist das Gebiet weiterhin als Grenze zwischen dem Oberen und Mittleren Buntsandstein. Darüber informiert der an den Teufelslöchern beginnende 2. Geologische Lehrpfad... Obwohl das nicht ganz korrekt ist (der Lehrpfad beginnt etwas vor den Teufelslöchern) ist die Erwähnung des korrekten Namens doch schon sehr lobenswert. Eine Seite weiter findet man das gleiche Bild der historischen Ansicht wie im Infoblatt (s. 5.9.2007 dieses Tagebuch). Weiter liest man auf S.7: Ein geologischer Lehrpfad im Osten der Stadt verbindet markante Aufschlüsse miteinander, z. B. von den Teufelslöchern über die Studentenrutsche zur Diebeskrippe... Nur stellt sich hier die Frage: GL1 oder GL2 ? Die Route ist ein Teil des GL2, die Beschreibung scheint mehr auf den GL1 hinzuweisen. Beide sind im Osten der Stadt. Es gibt aber zwei Lehrpfade und nicht nur einen, wie ja auch im Buch zu lesen ist. Das hätte man noch deutlicher schreiben können (siehe auch chronik 7 des GL 1 und Literatur).

14.09.2012:

Eine weitere neue Literatur erwähnt den Zweiten Geologischen Lehrpfad namentlich mit den Aufschlusspunkten 3 (Studentenrutsche) und 4 (Diebeskrippe- mit Aufschlussskizze): Jürgen Ellenberg - Geologie erleben Saale - Holzland und Jena, Jenzig - Verlag, 2012 S. 44-45. Die Aufschlüsse 3 und 4 werden als "Pkt. 3 bzw. 4 Geol. Lehrpfad 2 Jena" bezeichnet. Weitere Hinweise findet man nicht, obwohl ausführlich die Aufschlüsse 1 und 2 am Beginn des Zweiten Geologischen Lehrpfades beschrieben werden. Der schon "antike Fehler" mit der ersten urkundlichen Erwähnung der Teufelslöcher findet sich auch wieder in dieser aktuellen Literatur!

18.11.2012:

"Schwarzsprayer" wieder massiv unterwegs: Im Abschnitt des GL 2 zwischen Ende Kernbergstraße und Abzweig untere Horizontale (gelbe Markierung) war der Sprayer wieder massiv unterwegs! Sämtliche Wegemarkierungen aller Wanderwege waren geschwärzt. Die wichtigen Symbole waren schon erneuert. Das ist ein "Katz und Maus Spiel!!!!" Schon bei der Erstmarkierung 2006 gab es Probleme mit dem unbekannten Sprayer. Auch eine Pressenotiz Anfang 2007 (s. 30.01.2007) half offenbar absolut nichts! Wann wird dem endlich Einhalt geboten?!


3 Beispiele der erneuten massiven Schwärzung den GL 2 betreffend: von links nach rechts: Ende Kernbergstraße - in der Hohle zur Sophienhöhe - am Abzweig zum gelb markierten Weg (untere Horizontale - hier waren alle Wegesymbole im weiteren Verlauf geschwärzt, wurden aber teilweise schon wieder erneuert)

23.03.2013:

Eine kurze Teilbegehung des Zweiten Geologischen Lehrpfades zeigt außer ein paar "Winteraufnahmen" im begangenem Bereich kaum Veränderungen. An der Quelle nahe dem Weg wurde ein großer Gipsbrocken aus der Rinne entfernt. Nachfolgend ein paar Naturaufnahmen aus dem Umfeld des GL 2 im vorderen Bereich des Lehrpfades:


Überblick und Eisbildungen nahe GL 2 Aufschluss 2 (Aufnahme 23.3.2013)

Blick vom "GL2" zum "GL1"!


31.03.2013:

Es gibt einen neuen Geocache am Aufschluss 4 an der Diebekrippe: www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?wp=GC48JV7

06.04.2013:

Besprühungen an Tafel Aufschluss 1 festgestellt: Während der Vorbeifahrt am Aufschluss 1 Lichtenhainer Störung in der Wöllnitzer Straße wurde die im Bild zu sehende frische Besprühung festgestellt. In den nächsten Tagen versuche ich diese hoffentlich erfolgreich zu beseitigen. Das ist ein äußerst ernst zu nehmendes Ereignis und tritt nun auch in letzter Zeit vermehrt am GL 2 auf.


08.04.2013:

Die schwarze Besprühung auf der Tafel von Aufschluss 1 konnte mit Lösungsmitteln relativ problemlos beseitigt werden. In einem Artikel der OTZ vom 3.4.13 sah ich ein Bild vom Sphinxfelsen am Zweiten Geologischen Lehrpfad mit dem GL 2 Symbol (Bildquelle: OTZ)


02./03.06.2013:

Rundgang auf Teilbereichen des Zweiten Geologischen Lehrpfades: Der eigentliche Grund war natürlich das Hochwasser der Saale und die Kontrolle des Zustands von Markierungen und Tafeln am Zweiten Geologischen Lehrpfad. Zunächst wurde am Aufschluss 2 Teufelslöcher festgestellt, das dort der Wassereinlauf erneuert wird. Vor Ort befand sich eine kleine Baustelle mit Graben und Aushub. Die Quellen führten natürlich erheblich mehr Wasser als normal. Auf dem Weg zur Sophienhöhe floss ein Bach im Hohlweg bis weit in die Kernbergstraße. Einen noch größeren Bach gab es im Bereich des Fränkelsgrundes an Gruppen von Frauenschuhorchideen vorbeifließend (s. Bilder zweite Reihe). Die Übersichtstafel unterhalb der Sophienhöhe ist zwar in einem besseren Zustand als die am GL 1. Dafür zieren aber zahlreiche Aufkleberreste die Landkarte. Von der Sophienhöhe bis zum Aufschluss 3 Studentenrutsche hatte man einen guten Überblick über das Ausmaß der Überschwemmungen in der Saaleaue weit unten (s. Bilder erste Reihe). Orchideen schmücken den Wegesrand. An einigen Symbolen (u. a. Saalehorizontale) hatte der Schwarzsprüher wieder ganze Arbeit geleistet!

Das Ernst-Abbe-Stadion in der Oberaue vom GL 2 aus gesehen


Detail von oberhalb Aufschluss 3


Der Fränkelsgrund ist zu einem Bach geworden. Den Naturschönheiten im Umfeld des Zweiten Geologischen Lehrpfades tut das natürlich keinen Abbruch.


Hier ein Vergleich mit dem Hochwasser vom April 1994:

Stadion 1994 Stadion Juni 2013


Schleichersee 1994 Schleichersee Juni 2013


16.06.2013:

Nachdem in letzter Zeit viel über den GL 1 geschrieben wurde, habe ich mich heute einmal zu einer kleinen fußläufigen Exkursion zum Beginn des GL 2 aufgemacht. Die Teufelslöcherquellen (Aufschluss 2) führen weiterhin viel Wasser. Sogar die linke Quelle seitlich der Hauptaustritte war wieder aktiv. Das hatte ich das letzte Mal im Mai 2006 beobachtet, als ich mit den Markierungsarbeiten begann (siehe 4.5.2006 und Bild links unten). Der Grund lag aber nicht nur in der starken Wasserführung. Jemand hatte versucht die Quellaustritte mit Steinen zuzustopfen (s. Bild mitte unten), so dass sich das Wasser natürlich andere Wege suchen musste. Nach Wegnahme der Steine wurde der seitliche Quellaustritt etwas schwächer, floss aber weiterhin noch relativ stark. Die Arbeiten an der Quellfassung waren abgeschlossen und das Areal wieder in einem sauberen Zustand (s Bild rechts unten- das kleine Bild zeigt den Zustand während der Bauarbeiten). Auch die Markierungen im unteren Bereich sind noch in Ordnung.


29.06.2013:

Teilbegehung des GL 2 mit dem Ziel der Sichtung der auch hier bevorstehenden Markierungsausbesserungsarbeiten (s. GL1 chronik Teil 7). Dabei wurde gleich ein Wegweiser, der bisher an einem Baum oberhalb des Abzweiges im Fränkelsgrund lehnte, am ursprünglichen Standort befestigt (s. Bild unten). Schwarz übersprühte GL Zeichen werden im Bereich Kernbergstraße bis zur Sophienhöhe zu erneuern sein. Ebenso ein Zeichen am Ende der Diebeskrippe. Dort liegt der ehemalige Markierungsbaum seit über einem Jahr unterhalb am Weg als morscher Stamm (s. Bild 17.5.2012). Auch am GL 2 scheint man den Thüringenweg nicht mehr zu kennen ! Wann mit den Markierungsarbeiten begonnen wird, kann noch nicht gesagt werden.


15.09.2013:

Tag des Geotops 2013: Nach 6 Jahren war es wieder einmal soweit. Der Tag des Geotops wurde mit Führungen am Aufschluss 2 des GL 2 "gefeiert". Neben Erklärungen vor Ort über die Gesteine des Oberen Buntsandsteins und ihre Ablagerungsbedingungen, Fragen der Verkarstung bis hin zu Folgerungen und ingenieurgeologischen Aspekten zum Baugrund gab es für angemeldete Teilnehmer 15- minütigen Führungen in kleinen Gruppen mit max. 7 Personen in der linken Höhle. Die rechte Höhle konnte auf eigene Gefahr selbständig betreten werden. Insgesamt nahmen weit über 50 Teilnehmer an den 8 Führungen teil. Das Interesse der Teilnehmer war so groß, dass die Zeiten für die Führungen zeitlich überschritten wurden und die Veranstaltung erst gegen 12.00 Uhr beendet war. Informationsmaterial, Literatur zu den Teufelslöchern, zu Fledermäusen und Flyer vom GL 1 lagen aus. Herr Ertl erklärte Interessantes über die einheimischen Fledermäuse. Eine gelungene Veranstaltung war die einhellige Meinung aller Beteiligten und eine spätere Wiederholung wurde empfohlen. Mein Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere Herrn Ertl von den Sielmanns Natur-Rangern e.V. Team Jena, Herrn Julich vom Umweltamt Jena, Herrn Dr. Voigt vom Institut für Geowissenschaften der FSU Jena und Herrn Ziege von der VHS unter deren Organisation das Ganze lief. Im Gespräch erfuhr ich auch von Problemen der Lesbarkeit der kleinen Tafel mit den Messergebnissen an der Diebeskrippe (Aufschluss 4). Diese Tafel wurde wohl abgemacht. Nun suche man nach evtl. früher vorhandenen Bildern mit den noch erkennbaren Daten (s. Bild 14.2 2007 Tagebuch). Das Problem der Nichtlesbarkeit bestand aber schon seit sehr langer Zeit (weit vor 1989).

Das Plakat unter der Erläuterungstafel Einweisung und Erklärungen vor der Führung


in der Höhle am Ufer des "Sees" zum Abschluss zufriedene Gesichter der Veranstalter


Herr Ertl übergab mir anlässlich eines folgenden Vortrages auch noch eine CD mit weiteren Bildern vom Tag des Geotops.

23.11.2013:

Dokumentarfilm über "Jenas gepriesene Berge" angekündigt: In der OTZ vom 23.11.13 in der Beilage unter "Thüringer Geschichten" wird ein Film "Durch Jenas Gebirge" mit einem Interview des Filmemachers beschrieben, der in Kürze vorgestellt werden soll. Er dürfte dann auch in den Verkauf kommen. Der Filmemacher beschreibt auch die Geologie zum Beispiel an den Kernbergen, im Pennickental u. a. Es geht auch um Fossilfunde wie Muschelabdrücke im Kalk, die man mit etwas Glück finden kann. Auch die Travertinbrüche, der Fürstenbrunnen (geschichtlich) und die Diebeskrippe werden kurz beschrieben. Im Interview finden sich allerdings keine Hinweise auf den dort verlaufenden Zweiten Geologischen Lehrpfad von Jena. Schmunzelnd musste ich feststellen wie die Presse aus der Diebeskrippe eine "Krankheit" machte!

In einer später (im Januar2014) erscheinenden Fachzeitschrift über Fossilen wird es auch um das Pennickental gehen. Mehr wird dazu aber noch nicht verraten.

28.11.2013:

Filmpremiere der DVD über die "Gebirge Jenas" im Stadtmuseum Göhre: Obwohl ich nicht zu den geladenen Gästen gehörte, konnte ich Dank "Beziehungen" und Nichtteilnahme eines Mitwirkenden für ihn mit in den ersten Reihen mir den Film anschauen. Der Raum war übervoll und viele Interessenten wurden schon lange vor Beginn der Vorführung wieder zurück geschickt. Neugierig war ich schon ob die Geologischen Lehrpfade mit bei den "Wanderungen" berücksichtigt wurden. In einer Vorankündigung in der Presse (s. GL 2) fand ich schon keine Hinweise auf die Geologischen Lehrpfade aber sehr viel zur Geologie erklärt. Der GL 2 wurde tatsächlich nicht erwähnt. Ich sah aber "versteckt" drei Mal ein GL 2 Symbol (am Fürstenbrunnen, an der Diebeskrippe und am Sphinxfelsen jeweils von der Ferne aufgenommen). Bei der Beschreibung der Geologie der Diebeskrippe konnte man auch die Tafel im weiten Hintergrund zur Hälfte einmal kurz sehen. Dafür wurde die verbeulte Blechtafel mit den nicht mehr lesbaren Daten aus der DDR - Kulturbundzeit direkt gezeigt. Auch an den anderen Aufschlüssen (Fürstenbrunnen und Kalktuffbruch) ging es um die Geologie. Es wurde aber nichts zum Zweiten Geologischen Lehrpfad von Jena gesagt oder gezeigt. Trotz der fehlenden Würdigung des GL 2 werden im Film tolle Aufnahmen und wichtige historische Informationen gezeigt bzw. erklärt. Zur Literatur wird *er aber nicht hinzugefügt (*das "Booklet" zum Film, das ebenfalls 1 x den "Grippefehler" auf S. 14 enthält !).

06.12.2013:

Feedback zur Veranstaltung zum Tag des Geotops vom 15.9.13 an das "Bayerisches Landesamt für Umwelt Ref. 101: Geoinformation und Geomanagement" geschickt. Der Text wird auch im folgenden Mitteilungsblatt des TGV veröffentlicht. Als Antwort kam einige Tage später per E- Mail:
"Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und Ihre erfolgreiche Führung zum Tag des Geotops. Ich habe sie auch an die Verantwortlichen in Thüringen weitergeleitet. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese interessante Führung erneut anbieten!"

14.12.2013:

Literatur zum Thüringenweg: OUTDOOR "Thüringenweg" vom Conrad Stein Verlag 2012 auf Hinweise zum den Zweiten Geologischen Lehrpfad durchgesehen. Direkte Verweise finden sich in der 8. Etappe "Von Thalbürgel nach Jena" nicht. Es werden aber die Diebeskrippe und die Studentenrutsche geologisch kurz erklärt. Auf S. 90/91 findet sich zur Studentenrutsche dann auch etwas "versteckt" der Verweis auf eine "Erläuterungstafel unweit des Aufschlusses am Weg". Auf die Problematik mit der unzureichenden Markierung des Thüringenweges wird in der chronik Teil 7 des GL 1 hingewiesen.

03.01.2014:

Kleine Teilabschnittsbegehung des GL 2 zwischen Aufschluss 1 und Sophienhöhe (Übersichtstafel): In 2014 stehen auch für den Zweiten Geologischen Lehrpfad von Jena wieder einige Arbeiten an. Es sind dies zum Beispiel die zweite (Ausbesserungs- ) Markierung, besonders in den Bereichen zwischen Ende Kernbergstraße und Übersichtstafel an der Sophienhöhe. Dieser Bereich war ja besonders von den Schwärzungen betroffen! Am Geocachingpunkt Teufelslöcher wurden in der "Schatzkiste" ein paar Visitenkarten hinterlegt. Dann kann sich der Interessierte noch mehr über die Besonderheiten der Teufelslöcher im Internet informieren. Am Ende des Trüperweges versperrt ein Neubau den direkten ehemaligen Weg. Dort wäre später auch eine Neumarkierung notwendig. Ein paar GL-Symbole könnten so ähnlich wie am GL 1 oberhalb der Wilhelmshöhe (Aufschlüsse 3a und 3 b - s. chroniken des GL 1) isoliert an den weiteren geplanten Aufschlusspunkten 7-12 angebracht werden. Diese Idee überkam mich bei der Sichtung des Aufschlusses im Himmelreichsgraben (zukünftig Aufschluss 10 ?). Ob das Gesamtprojekt "Erweiterung des Zweiten Geologischen Lehrpfades bis nach Drackendorf" nun noch bis 2020 insgesamt realisiert werden kann, steht aber noch "in den Sternen".

23.01.2014:

Im aktuellen Heft "Der Steinkern" wird auf den Seiten 54 und 55 der GL 2 erwähnt: "...Erklimmt man die Hänge der Kernberge, so erreicht man die Diebeskrippe, einen rezenten, noch nicht abgeschlossenen Bergrutsch im Bereich der Oolithzone des mu und eine Station des Zweiten Geologischen Lehrpfades von Jena (siehe Abb. 2 und www.geojena.de)..."

10.05.2014:

Anlässlich einer geführten Exkursion mit geologieinteressierten Fossiliensammlern aus Berlin, Göttingen und Nußloch (bei Heidelberg) wurden Teilbereiche des Zweiten Geologischen Lehrpfades begangen. So konnten Erklärungen im Bereich der Diebeskrippe (Aufschluss 4) und am Ende des Geologischen Lehrpfades gegeben werden. Die historische Meßtafel aus den 60er Jahren hatte jemand versucht zu restaurieren. Leider gibt es keine Aufnahme die die Messdaten aus dieser Zeit zeigen, so dass eine vollständige Restaurierung derzeit nicht möglich ist. Markierungen und Erläuterungstafeln waren in den begangenen Bereichen noch gut erhalten (bzw. mit den bekannten Beschädigungen). Trotzdem ist es erforderlich die Markierungen des GL 2 mal wieder zu erneuern. So zeigt sich zum Bsp. am Ende des Lehrpfades am Markierungsbaum (Kalktuffbruch), das ausgerechnet dieser für einen Vogel (Specht?) interessant ist! Dort befinden sich Löcher oberhalb und unterhalb der GL Symbole mit dem E (Bild unten).

Bildanhang:

Am Aufschluss 4 DiebeskrippeDie zweite Tafel am Eingang zum Aufschluss 6

Der Specht hat ganze Arbeit geleistet!Alte Tafel


17.05./21.05.2014:

Familienwandertag und Schülerexkursion entlang Teilbereichen des GL 2. Diese Begehungen dienten auch der Vorbereitung einer  Ausbesserungsmarkierung der GL Symbole in nächster Zeit. Es zeigte sich die Notwendigkeit geschwärzte und fehlerhafte Symbole gehäuft vor allem im Bereich zwischen Ende Kernbergstraße und Sophienhöhe zu erneuern. An der Sophienhöhe findet man eine neue Ruhebankgruppe. Im Bereich des Weges wurden den interessierten Eltern und Schülern geologische und botanische Besonderheiten gezeigt. Die Teilnehmer wurden auch über die Problematik mit den Markierungsarbeiten und über nach wie vor fehlende Wegweiser zum GL 2 informiert. Die nachfolgende Schülerexkursion am 21.5. zeigte im Bereich des Fürstenbrunnens und an der Tafel des Aufschlusses 6 (Kalktuffablagerungen) ein paar kleine Schäden durch Aufkleber(reste) an den Erläuterungstafeln und auf der Übersichtstafel am Fürstenbrunnen. Die Aufkleberreste wurden weitestgehend beseitigt. In diesem Bereich wird es auch erforderlich sein, später einige GL Symbole auszubessern.(Bilder folgen)

22.06.2014:

Kleine Reparatur an der Erläuterungstafel von Aufschluss 1: Die seitliche Abdeckung (Kreuz) war auf der rechten Seite des Daches abgeklappt und drohte herunterzufallen. Mittes zwei Nägel wurden die Leisten wieder befestigt. Auch auf der anderen Seite wurde zur Stabilisierung ebenfalls ein Nagel eingeschlagen. Das Holz der Erläuterungstafel fängt aber langsam an zu verwittern. Weitere Schäden können folgen.

26.12.2014:

Auch zum GL 2 fand ich eine historische Beschreibung in Meyers Reisebücher THÜRINGEN, kleine Ausgabe von 1910 auf S. 86: .... um die Kernberge herum auf der sogen. Horizontale bis oberhalb der Sophienhöhe..... und die Diebeskrippe (Absturzmasse) zum Fürstenbrunnen...

Eine Teilbegehung des zweiten Geologischen Lehrpfades am zweiten Weihnachtsfeiertag zeigte, das hier im kommenden Jahr unbedingt eine Teilerneuerung der GL 2 Symbole erfolgen müsste! Zumindest zwischen Ende der Kernbergstraße und kurz vor dem Abbiegen des Lehrpfades nach rechts (vor der Übersichtstafel) sind sämtliche GL 2 Symbole geschwärzt. Das war aber schon seit einiger Zeit bekannt (betrifft auch teilweise die anderen Wegezeichen). Ob das nun 2015 endlich in Angriff genommen werden könnte? Dieser Lehrpfad wurde auch in letzter Zeit etwas vernachlässigt. Dafür entschädigte ein wunderbarer Blick auf die Stadt Jena diesen Zustand der Wanderwegesymbole am Zweiten Geologischen Lehrpfad von Jena:

Aussicht vom Sendemaststandort Kernberge oberhalb vom GL 2


09.05.2015:

Endlich gab es wieder einmal ein Ereignis am Zweiten Geologischen Lehrpfad von Jena: Einer Einladung durch die Bürgerinitiative ProKernberge (http://prokernberge.de/) folgend, führte ich vor zahlreichen, sehr interessierten Teilnehmern (ca. 30) eine geologische Wanderung über Teilbereiche des GL 2 durch. Neben Erklärungen zu den Aufschlüssen 1-4 dieses Lehrpfades, gab es geschichtliche Hintergrundinformationen zu erfahren und botanische Besonderheiten zu sehen. Besonders beeindruckte mich ein spontanes Angebot durch einen Teilnehmer dieser Wanderung, bei der Erneuerung der durch die in der Vergangenheit von Schwäzung betroffenen GL 2 Wanderwegssymbolen mithelfen zu wollen. Die Teilnehmer zeigten sich entsetzt beim Anblick der immer noch vorhandenen Schwärzungen im Bereich des Aufstieges zur Sophienhöhe und an anderen Stellen im Verlauf des Weges. Gleichzeitig wurde angeboten sich dem längst überfälligen Flyer zu diesem Lehrpfad einmal anzunehmen. Die völlig fehlenden Wegweiser für den Zweiten Geologischen Lehrpfad wurden von den Teilnehmern natürlich beim Anblick der Wegweiserpfähle bemerkt. Hier scheint dieser hoch interessante Lehrpfad bei den zuständigen Stellen keine Lobby zu haben, war die Meinung einiger Teilnehmer. Dass das nicht nur ein Problem am GL 2 sei, sondern auch für den GL 1 zutrifft, wurde auch mit einiger Verwunderung aufgenommen. Am GL 1 waren ja  früher wenigstens einige Wegweiser (zum Teil Eigenanfertigung) vorhanden gewesen. Diese wurden in letzter Zeit nun auch noch an den Pfählen aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen entfernt. Nach Meinung aller Teilnehmer müsste dieser "wegweiserlose" Zustand an beiden Lehrpfaden auch schnellstens beendet werden!

Auch für mich gab es neue interessante Hintergrundinformationen zu geschichtlichen Aspekten und zur erstmaligen Klärung des Names "Kernberge". Dieser hätte einen geologischen Hintergrund. Der Name könnte von "Karren" abgeleitet sein. Im Mittelalter waren die Kernberge kahl und die Hänge waren von oberflächlicher Verkarstung geprägt:

Eine Karre oder Schratte ist eine morphologische Kleinform, die durch Lösungsverwitterung im Karst entsteht. Sie wird in Kalk-, Dolomit-, Gips- und Salzgestein angetroffen. Unter Karren versteht man durch Gesteinsauflösung ausgeweitete im Kluftnetz vorgezeichnete Wege des Wassers von der Oberfläche in das Innere des Karstes. Auch unter der Decke verkarstungsunfähiger Überlagerung verläuft die Karrenbildung in gesetzmäßiger Weise, in strengster Abhängigkeit vom Kluftnetz (geologisch. Orgeln usw.), ebenso in Höhlen.        (Quelle: Wikipedia)

Es wurden auch geschichtliche Parallelen zum Ersten Geologischen Lehrpfad gezeigt und Hinweise/Bilder zu den kürzlich erst gesicherten Gipsschlotten 2 am GL 1 gegeben bzw. gezeigt. Auf Grund der Zeitüberschreitung wurde die Wanderung im Fränkelsgrund beendet. Ich versprach in einer folgenden Wanderung die Führung bis zum Ende des Zweiten Geologischen Lehrpfades zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen.

Ein positvies Feedback bekam ich dann am folgenden Tag in einer E- Mail:

Sehr geehrter Herr Linde, ich möchte mich im Namen der Bürgerinitiative ProKernberge noch einmal sehr herzlich für die spannende Führung gestern bedanken! Leider konnte ich ja nicht bis zum Schluss dabei bleiben, aber ich habe schon sehr viel gutes Echo gehört. Die Teilnehmer haben sich über die sehr gelungene Veranstaltung gefreut. Selbst für “alteingesessene” Kernbergler habe es Neues und vor allem Hintergrundwissen zu erleben gegeben. Wir würden gern auf unserer Homepage über die Wanderung berichten. Dürfen wir die anhängenden Fotos von Ihnen einstellen? Mit nochmaligem herzlichen Dank und besten Grüßen Ihre Katharina Bracht

Am Aufschluss 1 des GL 2Aufschluss 3 des GL 2:  Warum ist die Erläuterungstafel ca. 80 m nach Süden versetzt?

06.09.2015:

Ein paar historische Bilder vom GL 2 aus dem Bereich Diebeskrippe  (Aufschluss 4) und Pennickental...

Diebeskrippe Mai 1938Diebeskrippe Mai 1938Haeckelhöhe ? Mai 1938Auf der Horizontale im Pennickental Mai 1938

29.11./01.12.2015:

Das Dach an der Erläuterungstafel am Aufschluss 1 des GL 2 (Wöllnitzer Straße) war entfernt worden. Ob eine Reparatur dieses stattfindet oder ob es ein mutwilliger Schaden ist, konnte noch nicht herausgefunden werden. Gehen nun die Beschädigungen auch massiv an den Tafeln des GL 2 los? Zwei Tage später sah ich die "ÜAG" (Nachfolgefirma) beim Geländerneubau und beim Wiederanbringen des Daches. Meine Befürchtungen waren glücklicherweise unbegründet:

Die Tafel hat wieder ein DachGerade wird ein neues Geländer durch die ÜAG aufgestellt


31.12.2015:

Ein kurzer Jahresrückblick auf den Zweiten Geologischen Lehrpfad von Jena: Wie man am Tagebuch sieht, gab es bedingt durch die Ereignisse am GL 1 kaum Bemerkenswertes. Lediglich fast am Jahresende gab es eine positive Nachricht am Aufschluss 1. Das Geländer wurde erneuert und die Fehlstellen am Dach der Tafel repariert. In der Zukunft dürfte der GL 2 aber wieder mehr im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen. Für 2016 ist im Rahmen einer Chronik des Kernbergviertels geplant, eine erstmalige vollständige Beschreibung von geologischen Besonderheiten zum GL 2 zu veröffentlichen. Dazu laufen schon erste Vorbereitungen, wie Materialsammlung, Absprachen etc. Viele Daten können dann auch von diesem Tagebuch für die Chronik verwendet werden. Das wird wohl aber nicht vor Mitte 2016 geschehen. Lange geplante Nachmarkierungsarbeiten müssten nun auch endlich einmal realisiert werden. Im jüngsten Reiseplaner 2016 (travel guide) der Stadt Jena werden weder Erster noch Zweiter Geologischer Lehrpfad erwähnt. Ein Problem, was ja schon seit vielen Jahren besteht (fehlende Lobby). Lediglich auf S. 19 rechts oben bei der Kurzbeschreibung der Jenaer SaaleHorizontale kann der geübte "Kenner" des Weges auf einem Foto auf dem "Sphinxfelsen" ein kleines GL 2 Zeichen entdecken (siehe Bild).

Jena 2016 Reiseplaner S.19

Leider habe ich den GL 2 nicht so unter ständiger Kontrolle wie es beim GL 1 der Fall ist. Mal schauen was die Zukunft bringt......

13.02.2016:

Hier ein nettes Rätsel mit einem Bild von den Kernbergen (GL 2). Wissen Sie die Antwort? (Bildquelle OTZ 13.2.16):

Wer weiß die Antwort?

01.03.2016:

Die UNB Jena (Untere Naturschutzbehörde) plant eine neue Erläuterungstafel für den Aufschluss 2 Teufelslöcher noch im ersten Halbjahr 2016 aufzustellen. Dafür bat eine Mitarbeiterin mich um eine Zuarbeit zu den Tafeln 1 und 2 des GL 2. Ich stellte eine Übersicht über mir vorhandene Bild- und Textdateien zusammen. Bei den Textdateien besitze ich allerdings nur den Text von Tafel 1 in digitaler Form (siehe Beschreibung des GL 2 - in Vorbereitung). Die alten Tafeln von 1986-1987 bzw. 1996, die 2006 der ÜAG als Grundlage für die Herstellung der neuen Tafeln an den Aufschlüssen 1 und 2 dienten, sind mir auch nur als Bild vorhanden. Die alte Geologietafel vom Aufschluss 2 befindet sich aber als "Original" im priv. "Museum". Es ist immer noch nicht geklärt, wo zum Beispiel die alte Tafel von Aufschluss 1 damals nach der Abnahme dieser durch Unbekannte (1998 ?) verblieben ist.

20.03.2016:

Folgende Mail erhielt ich vom stock-landschaftsarchitekten Büro in Jena: Unser Büro erarbeitet derzeit im Auftrag der Stadt Jena ein Entwicklungskonzept zur Freiraumstruktur Jena incl. eines historischen Plans von Jena um 1900. Darin enthalten sind repräsentative historische Schnitte mit Angaben zur Landnutzung. Wir würden die Pläne gern mit hist. Bildmaterial ergänzen, um Datenlücken zu schließen und unsere visuellen Darstellungen zu untermalen. Nun haben wir auf Ihrer Website für uns einige interessante Bild(er) gefunden von Diebeskrippe, Fränkelsgrund, Teufelslöchern, Häckelhöhe und dem Steinbruch im Pennickental. Leider liegen uns von diesem Standort nur wenige hist. Bilder vor, denn selbst das Stadtmuseum verfügt nicht über flächendeckendes Bildmaterial.

Im Zusammenhang mit den Recherchen zu diesen Bildern (auch für die spätere vollständige Beschreibung des GL 2) fand ich auch noch ein Bild vom GL 2 aus dem Jahr 1964, das den Bereich zwischen Diebeskrippe und dem Steinbruch Fränkelsgrund kurz nach seiner Stillegung zeigt:

Auf dem GL 2 im Jahr 1964

07.04.2016:

Heute habe ich von Herrn Lambert Grolle das unten zu sehende Bild von den "kleinen Teufelslöchern" bekommen.

Dazu schreibt Herr Grolle:

Hallo Herr Linde, anbei sende ich Ihnen ein altes Foto aus meinem Privat-Archiv von dem Gebiet an der Wöllnitzer Str., wo der Schmirgel-Sand ehemals gewonnen wurde, bevor die Höhle eingestürzt ist. (Foto stammt von ca. 1930) Vielleicht interessiert dies. Viele Grüße Lambert Grolle

Nun ist auch eindeutig mein Bild (Farbdia - siehe 5.1/6.1.2007 diese Chronik) dem Aufschluss 1 des GL 2 zuzuordnen. Vielen Dank an Herrn Grolle für dieses sehr interessante Bild! 

"Kleine Teufelslöcher" Aufschluss 1 des GL 2 ca. 1930, Privatarchiv L. Grolle


02.12.2016:

Schwerer Anschlag auf den GL 2: Nach längerer Pause erfolgte eine Vorbeifahrt an den ersten beiden Tafeln des GL 2. Dabei wurde festgestellt das die erste Tafel an der Wöllnitzer Straße (Aufschluss 1 Lichtenhainer Störung) stark beschädigt war. Mehrere Einschläge in das Plexiglas waren vorhanden. Ein Einschlag im unteren Bereich der Tafel war bis auf das rückseitige Holz durchgeschlagen. Die Tafel und die hintere Holzabdeckung waren teilweise herausgebrochen. Man hatte auch auf die Holzverkleidung mit roher Gewalt den Einschlagstellen im Holz nach eingeschlagen. Vermutlich wurde das mit dem unmittelbar daneben liegenden Pfahl für die Leitungen in der Straße getan. Dieser lag unweit der Tafel ebenfalls beschädigt. Nach genau 10 Jahren  (Aufstellung Nov. 2006) ist das ein sehr ernstzunehmender Vorfall. Ob mutwillig, vorsätzlich oder in fester Absicht sei hier dahingestellt. Die Erneuerung der Plexiglases wird nötig sein. Die Tafel wurde provisorisch mit Band gesichert. Die zweite Tafel an den Teufelslöchern war abgebaut und mit Warnbändern versehen. Ob sie auch beschädigt wurde oder nur ausgetauscht wird bleibt abzuwarten. Das Umweltamt wird darüber informiert.

Beschädigung durch alle Schichten der Tafel!!!!!!

Ohne Worte!!!!!!!!!Provisorisch geflicktDie fehlende Tafel an den Teufelslöchern


Wer macht nur so etwas??????????

17.12.2016:

Bei Reparaturversuchen mit großem Klebeband wurden wieder neue Schäden festgestellt. Die Plexiglasabdeckung war nun nicht mehr zu retten und wurde zum Teil entfernt. Mit dem Klebeband wurden die Schäden an der Tafel provisorisch geflickt. Dafür gibt es auch eine gute Nachricht. Das Umweltamt hat zwei neue Tafeln an den Teufelslöchern aufgestellt. Die eine Tafel zur Geologie weist auch auf den GL 2 hin. Ein Fehler wurde entdeckt: Es gibt keinen "rosettenartigen Fasergips". Man hatte den Entwurf auch mir nicht zur Korrektur gesandt (oder evtl. während meiner Abwesenheit im September bis November?).

geflickte Tafel Zwei neue Tafeln am Aufschluss 2 des GL 2Zwei neue Tafeln am Aufschluss 2 des GL 2 Detail der linken TafelEs gibt keinen"rosettenartigen Fasergips"?


26.12.2016:

Wenig Erfreuliches gab es am GL 2: Die Tafel am Beginn des GL 2 in der Wöllnitzer Straße wurde im Dezember gleich zweimal stark beschädigt (siehe Vorbeiträge). Ein Kontrollgang nicht nur über den unteren Abschnitt, sondern über den gesamten Verlauf des GL 2 ist dringend angeraten. Auch längst fällige Markierungsarbeiten sind angesichts der Schwärzungen im unteren Bereich zwischen Kernbergstraße und Abzweig an der Übersichtstafel im kommenden Jahr nötig, wie eine kurze traditionelle Begehung am zweiten Weihnachtsfeiertag zeigte. Angesichts der Ereignisse am GL 1 stand auch in diesem Jahr der GL 2 im Schatten des GL 1. Erfreulich waren zwei neue Tafeln am Aufschluss 2 an den Teufelslöchern die durch das Umweltamt im Dezember noch aufgestellt wurden.

Kein Weihnachtsstern, sondern eine von vielen Einschlägen auf das Plexiglas der Erläuterungstafel!!!!Der Aufschluss 1 des GL 2 auf einer Postkarte von 1930 (Quelle Erläuterungstafel)


29.06.2017:

Im Zusammenhang mit Recherchen zur Einweihungsführung des GL 1 am 24.6. 1987 habe ich auch für den GL 2 eine Führung aus dem Jahr 1988 entdeckt. Der GL 2 wurde zwar nicht direkt begangen, aber in Teilbereichen tangiert und im früher auch einmal geplanten Erweiterungsbereich bewandert:

*Zur Johannisberghorizontale (Wanderung gemeinsam mit der FG Geologie-Mineralogie): Altlobeda - Himmelreichsgraben - Johannisberghorizontale - Fürstenbrunnen - Wöllnitz (29.5.1988, Wf. Conrad Linde und Siegfried Rösler, HW, ca. 7 km)

(Wf: Wanderführer, HW: Halbtageswanderung, *Quelle: Homepage der Wandergruppe "Paul Patzer")

wird fortgesetzt....