www.geojena.de

Vierzehnter Teil: Der "Erste Geologische Lehrpfad 2020" nimmt Gestalt an!

03.01.2019:

Kontrollgang am GL 1 bis Steinmale: Es gab keine Schäden oder Besonderheiten. Lediglich im Bereich Ulmers Ruh und bei den Steinmalen wurden ein paar Äste beseitigt. Sonst hatte der GL 1 die Sylvesternacht gut überstanden.

Der Aufschluss 4 Ulmers Ruh leider im Dornröschenschlaf ?Blick vom Fuchsturm unten in Richtung GL 2 mit dem bald nicht mehr vorhandenen Schornstein in Winzerla.


05.01.2019

Sogar aus großer Höhe kann man beide Gipsschlotten erkennen. Aufnahmedatum Anfang 2017. Rundgang über das Baugebiet und Gipsschlotten 1 und 2, sowie Aufschluss 2 b. An der Einbindung in den Hauptwanderweg müsste unbedingt etwas Schotter aufgetragen werden. Das Verkehrsschild am unteren Weg, unterhalb der GS 1, war umgeworfen und das Verbotsschild verschwunden.

Auf google maps sind in der Bildmitte die GS 1 deutlich zu sehen  (28.3.2017 )Die GS 2 sind etwas undeutlich zu sehen (28.3.2017)


10.01.2019

Viel Schnee nun auch im Lehrpfadgebiet:

Noch nicht rekordverdächtig ist der Blick von der neuen TreppeDa nützt auch nicht ein neuer Hinweispfahl !


12.01.2019

2019 scheint für den "GL 1 2020" nicht so ein erfolgreiches Jahr zu werden? Diesen Eindruck gewann ich während eines kurzen Kontrollganges bis Aufschluss 3. Dieser erfolgte auf Grund von möglichen Schneebruchschäden (heruntergefallene Äste) nach dem starken Schneefall (siehe Vorbeitrag). Dabei wurde festgestellt, dass die Erläuterungstafel am Aufschluss 3 abgebaut war.

Seit 7.1.19 verschwunden?Eine kleine Beschädigung am Dach war vorhanden.Die Vorgängertafel ist seit 2004 im Museum.


Eine Information seitens der Stadt an mich lag auch nicht vor und Beschädigungen waren, zumindest bis zum 3.1., an der schon im Oktober 2004 erneuerten Tafel  (siehe Chronik Teil 3) nicht festzustellen. Auch die Inhaberin der Gaststätte Wilhelmshöhe wusste nichts zum Verbleib dieser Tafel. Ihr würde diese Tafel auch nicht stören. Da bleiben jetzt nur Erkundigungen über den Verbleib der Tafel beim Umweltamt bzw. eine Nachfrage über den Mängelmelder. An Vandalismus (wie bei Aufschluss 1b) denke ich zunächst nicht. Die Wege zwischen Aufschluss 2 b und 3 (bzw. 4) sind nach Tauwetter und Schlamm in einem sehr schlechten Zustand, so dass weitere Schäden oberhalb vom Aufschluss 3 nicht festgestellt werden konnten.

Der Aufschluss ohne Tafel. Nur der Pfahl steht noch.Der Aufschluss ohne Tafel. Die Übersichtstafel ist aber noch da.


14.01.2019

Meine Befürchtungen bezüglich der Erläuterungstafel vom Aufschluss 3 waren unbegründet. Eine Nachfrage bei der ÜAG ergab, dass die Tafel wegen einer Reparatur (offenbar wegen dem beschädigten Dach?) in die Werkstatt gelangte und später wieder angebracht werden soll. Vielleicht kann man danach den Anschnitt auch noch etwas freilegen.

20.01.2019

Schneller als gedacht wurde die Erläuterungstafel an der Wilhelmshöhe wieder angebracht. Das Dach und die Rückseite waren repariert. Die Fortsetzung des Kontrollganges (siehe Vorbeitrag) bis zum Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege zeigte keine Schäden durch herabgefallene Äste. Die Wege waren auf Grund von Frost wieder sehr gut begehbar.

Die Tafel war wieder angebracht. Danke an die ÜAG!

Ein Bild von der Wilhelmshöhe aus den 20er Jahren. Oberhalb des Hauses rechts oben sieht man die Halde von "Aufschluss 3 b" mit den ehemaligen Coelestinvorkommen.


21.01.2019

Seltenes Naturschauspiel auch im Lehrpfadgebiet gut sichtbar. Die totale Mondfinsternis sah man hoch über den GS 2 und später in der Endphase fast direkt rechts über den GS 2.

Der Blutmond über den GS 2Die abklingende Finsternis in der Morgendämmerung über den GS 2 und Jena


Nun ist die Erläuterungstafel an den GS 1 sicher auch wegen notwendiger Arbeiten (Reparatur und neuer Farbauftrag) von der ÜAG vorübergehend abgebaut wurden. Es scheint, dass die ÜAG diese kalte Jahreszeit nutzt, um sich der Tafeln von Lehrpfaden, etc. anzunehmen. Das ist seit der Aufstellung der Tafel im Jahr 2000 (siehe Chronik Teil 3) die erste größere Instandsetzung mit Abnahme der Tafel. Eine sehr lobenswerte Sache!

Die GS 1 sind ohne Tafel!Die GS 1 sind ohne Tafel!


Die letzte Baugrube in der oberen Reihe der O W Straße entsteht am Wendehammer nahe der GS 2.

24.01.2019

So schnell ging es! Die Erläuterungstafel an den GS 1 war wieder aufgestellt. Sie wurde etwas gekürzt und neu gestrichen. Ich hatte auch den Eindruck, dass die Übersichtstafel unten am Zick-Zack Weg auf der Vorderseite einen neuen Lackanstrich bekam.

Die Tafel sieht wie neu aus aber kürzer!Die letzte Baugrube nahe der GS 1/2 im Sauriersandstein.


29.01.2019

TGV förderte Arbeiten am Aufschluss 1: Mit einem Betrag von 595 € förderte der TGV die Sanierungs- und Freilegungsarbeiten am Aufschluss 1 in der Schillstraße, die zunächst privat vom Besitzer vorfinanziert wurden. Die bei der Sparkasse SHK Jena beantragten Fördermittel wurden dann erst einmal vom Verein finanziert (Geotopschutz). Der im Sommer 2018 gestellte Antrag wurde inzwischen an die Stiftungssparkasse weitergeleitet und ist in Arbeit. Ein Beitrag für das Mitteilungsheft des TGV wird vorbereitet. (siehe Chronik Teil 13)

Pressemitteilung über das Ulmerdenkmal. In einem umfangreichen Beitrag berichtete die TLZ über die Entstehung und Umsetzung des Ulmerdenkmals unterhalb vom Fuchsturm. Obwohl die Problematik der Felsstürze mit Daten (2008, 2012 und 2016) belegt wird, gibt es keine Hinweise zum Geologischen Lehrpfad 1, der seit 1987 dort entlangführt und nun auch gesperrt ist, bzw. umgeleitet wird. Es wird nur der weiß - blau - weiße Weg erwähnt. Dieser führte bis zur Sperrung auch am seit 2001 bestehenden Geotop vorbei (das wird auch erwähnt: Als positives Ereignis ist für das Jahr 2001 festzuhalten, dass der Bereich rund um Ulmers Ruh als Naturdenkmal von der Stadt Jena unter Schutz gestellt wurde.") Diese Informationen muss sich der Autor des Beitrages offenbar auch aus den Chroniken erlesen haben. Wieder einmal ein Beweis, wie doch der GL 1 ignoriert wird!

02.02.2019

In der zuletzt angelegten Baugrube nahe der GS 2 am Wendehammer der Otto Wagner Straße sah man noch einmal den klassischen Bereich der beiden Tenuisbänke und den Sauriersandstein (oben). Es konnten auf Grund des rasch voranschreitenden Abbaus keine Fossilien geborgen werden, dafür wurde ein ganz lokaler Bereich mit Satinspat angetroffen (siehe Seite Mineralien).

An den alten Aufschlüssen am Weg unterhalb der GS 1 wurden etwas Strauchwerk entfernt.

Die Baugrube nahe GS 2 mit den zwei DolomitbänkenNahe der GS 2 entstand eine letzte Baugrube


03.02.2019

Wieder interessante "schlechte" Neuigkeiten vom "GL 1 2020": Dieses Mal ist der Aufschluss 4 Geotop "Ulmers Ruh" betroffen. Die Tafel wurde nun zum 4. Male umgesetzt! Sie steht jetzt am Abzweig des grün markierten Wanderweges abseits vom ehemaligen Denkmal und Aufschluss. Auch die Absperrung ist um ca. 20 m nach Westen versetzt worden. Damit ist die Erläuterungstafel eigentlich fast sinnlos, weil man die entsprechenden Gesteinsschichten dort nicht studieren kann. Hängt diese Versetzung vielleicht auch mit dem kürzlich in der Presse zu lesenden Artikel über das Denkmal "Ulmers Ruh" zusammen oder ist es eine weitere "Revision" des geologischen Lehrpfades durch das Umweltamt? Es gab aber im Vorfeld keine Informationen darüber. Nun ist der GL 1 dort weiter verkürzt wurden und hat in diesem Bereich an Attraktivität und Informationsgehalt verloren.

Die Absperrung und Erläuterungstafel wurde versetzt.Am alten Standort war nur noch eine Befestigung verankert.Von unten sieht man nun die Tafel auch nicht mehr. Der ehemalige Pfad zu den Aufschlüssen der Myophorienfolge ist völlig zugewachsen.Am von unten kommenden "grünen Wanderweg" ist nun die Absperrung zum ehemaligen GL 1.


05.02.2019

Gespräch mit Sparkassenstiftung bezüglich Förderung Erster Geologischer Lehrpfad, Aufschluss 1 durch den TGV: (Bericht folgt)

Diese Mail erhielt ich von der Ortsteilbürgermeisterin:

Sehr geehrter Herr Linde, ob Sie sich die Datei bezüglich der geologischen Lehrpfade mal ansehen können? Die Stadt beabsichtigt, die Wanderwege neu zu ordnen und zu kennzeichnen. Sind die geologischen Wanderwege aus Ihrer Sicht ausreichend berücksichtigt? Gibt es aus Ihrer Sicht andere oder weitere Anregungen zu dem Papier? Mit Dank und Gruß Rosa Maria Haschke

Finde ich sehr bemerkenswert! Im dazugehörigen Papier werden beide Geologischen Lehrpfade erwähnt. Das ist auch ein Ergebnis meiner Verhandlungen mit dem Stadtforst im vergangenen Herbst (siehe Chronik Teil 13).  

Der GL 1 in der Liste (Tabelle)!Der GL 1 ist nicht im Verlauf eingezeichnet aber die GS1!


12.02.2019

Während eines Kontrollganges über die GS 2 traf ich einen Mann, der auffällig das Gelände und die Gipsschlotten fotografierte. Ich sprach ihn an und es stellte sich heraus, dass er wohl der Architekt des Grundstückes links neben der GS 2 war. Man würde wohl in Kürze auch dort mit dem Bauen anfangen. Interessiert hörte er meinen Ausführungen zu den GS 2 und zur Webseite www.geojena.de zu und versprach die letzten Betonreste dort an den GS 2 später mit zu beseitigen. Ich verwies auch auf die Zuständigkeit der Stadt für die GS 2. Man darf nun gespannt sein, wie es dort weiter geht. Ein deutlich sichbares Zeichen der Bautätigkeit ist der Kran links der GS 2 vor der Skyline von Jena vom Wohnzimmerfenster aufgenommen (Otto-Wagner Straße).

Erstmals seit 1937 steht ein Kran in der Sichtschneise vom Fenster aus gesehen!


18.02.2019

Nun geht es auch im unmittelbarem Umfeld der GS 2 mit den Bauarbeiten los! Bäume wurden gefällt und das Gelände nördlich der GS 2 beräumt. Am Wendehammer der KB Straße steht auch ein Bagger und erste neue Salinarrötaufschlüsse werden sichtbar. Die Höhle und der rezente Erdfall werden wohl bald verschwinden. Ich bleibe an den Aufschlüssen dran und kontrolliere, in wie weit der Abstand zu den GS 2 eingehalten wird.

Unmittelbar an den GS 2 wird jetzt aufgeräumt!Die letzten Betonreste sind schon verschwunden.Unterhalb der GS 2 am Wendehammer entsteht eine Baugrube.Die Höhle wird wohl bald der Vergangenheit angehören.


An den GS 1 im Bereich der Gingkoschlotte und an den neuen Abgrabungen werden wieder kleine Reinigungsarbeiten nötig. Hier wurde "gerutscht" und die Schlotte mit Laub und Ästen verfüllt.

Hier wurde wieder "gerutscht".Die Gingkoschlotte ist wieder mit Laub bedeckt!


21.02.2019

Grüne Markierung im Bereich GS 2 entdeckt! Ist es nur eine Abstandsbegrenzung von der OW Straße oder bedeutet dieser grüne Pflock nichts Gutes? Ein weiterer befindet sich weiter nördlich in Richtung GS 1. Alle anderen Pflöcke wurden neu mit Farbe besprüht bzw. neu gesetzt. Von nun an werden fast tägliche Sichtkontrollen im Bereich der GS 2 nötig! Von den GS 2 bietet sich nun ein freier Blick auf die Karl-Brauckmann-Straße. Der Aufschluss über der Höhle wird auch weiter zeitnahe beobachtet.

Was bedeutet diese grüne Markierung?Blick in Richtung beginnender Baugrube von den GS 2 aus.

 


24.02.2019

Wieder ist eine GL Markierung verschwunden. Dieses Mal eine sehr seltene an einem Metallgeländer (mit Pfeil). Sie stammt auch schon aus den Anfangsjahren des Ersten Geologischen Lehrpfades und hatte jede Neulackierung des Geländers bisher überstanden. An der Überquerung des Schlendorfer Oberweges war sie am letzten T-Träger des Geländers auf der rechten Seite zu sehen. Jetzt fanden dort Rodungsarbeiten statt. Dabei hatte man das Geländer entfernt. Eine neues GL Zeichen könnte man am linken Träger, der noch vorhanden ist, oder am Verkehrsschild später dort aufmalen. Die GS 1 wurden an den schon genannten Stellen wieder vom Laub befreit.

Eine Schneise befindet sich jetzt kurz vor dem Schlendorfer Oberweg.Nur noch der Stumpf des T-Trägers ist zu sehen.


25.02.2019

Die Baugrube links unterhalb der GS 2 nimmt Fahrt auf! Inzwischen ist der anstehende Gips unter Lehm zu beobachten. Da es sich um Fasergips mit Mergelsteinbänken handelt, kann man die dort auftretenden Schlottenbildungen nicht so gut erkennen. Eine tiefe Abrißkluft war senkundär mit Gips überzogen. Man darf gespannt sein, was dort noch alles zu Tage tritt. Die Gipshöhle ist noch vorhanden, wird aber sicher in Kürze verschwinden.

Blick von den GS 2 auf die BaustelleDer umgekehrte Blick von der Baustelle lässt erahnen wie nahe die Bauarbeiten an die GS 2 heranrücken.Wie dort zu erwarten, kommen unter Lehm fossilfreie Gipse zu TageEine offene Abrißkluft ist mit sekundärem Gips überzogen.


26.02.2018

Ein wahres "Schlottenparadies" tut sich zwischen den GS 1 und 2 auf. Genau so wie ich es schon während der Ausgrabungen der GS 1 im neuen Terrain damals 2015 geahnt hatte, sind beide Gipsschlotten nur die "Spitzen der Eisberge zwischen den GS 1 und 2". Die Bauarbeiten werden weiter beobachtet und Bilder folgen...

Ein Schlottenparadies nahe der GS 2 !


27.02.2019

Weiter geht es: Bis hart an den linken Rand der GS 2 wurde das Gelände abgegraben. Die Markierung, die inzwischen aus einem hohen Holzstab besteht, gibt weiterhin Rätsel auf. Bisher hält man sich aber strikt an die Grenze der GS 2. Details der Schlottenbildungen in der Baugrube folgen später mit entsprechenden Bildern. Es gab wieder ein informatives Gespräch mit zukünftigen Bewohnern der KB Straße.

Dieser hohe Markierungsstab befindet sich im Bereich der GS 2.Blick von den GS 2 auf die Baugrube.Blick von der Baugrube auf die GS 2. Blick von Norden über die Baugrube zu den GS 2.


01.03.2019

Da die Baustelle nun unmittelbar links und unterhalb der GS 2 endet, war ich heute vor Ort und befestigte ein Absperrband mit Schild an den Rändern zur Baustelle. Sollten doch Besucher die auf städtischem Gebiet liegenden GS 2 besuchen, ist eine solche Warnung schon angebracht. Die gigantischen Ausmaße der Gipsschlottenbaugrube mit Rinnen, Schlotten, Klüften und kleinen Hohlräumen wird noch weiter untersucht. Verschiedenfarbige zum Teil mächtige Fasergipsbänder und derber Gips mit Kristallen besetzt, waren schon die ersten Funde.

Ein Absperrband sichert den nördlichen Rand zur Baustelle.Der Blick von unten zeigt, wie beängstigend nahe die Baugrube an die GS 2 heranreicht.Blick von den GS 2Die Baugrube von unten gesehen.


03.03.2019

Arbeiten am Aufschluss 2 a (Gipsschlotten 2): Die Schrift auf der Nottafel wurde erneuert und ergänzt. Am Schlottenwächter erweiterte ich die schon vorhandene Gesteinssammlung. Äste und kleine dürre Büsche wurden beseitigt und etwas Laub aus den Schlotten genommen.

Erneuerung der Schrift. Eine neue Tafel wird aber bald unabdingbar.Die erweiterte und teilweise beschriftete Steinsammlung.


04.03.2019

Sturmschäden nach Sturmtief "Bennet": Im Lehrpfadgebiet (unterer Teil) gab es einige Äste zu beseitigen. Vor allem im Bereich Zick-Zack - Weg an den dürren Birken krachten wieder ein paar dickere Ästen mitten auf dem Weg. Es ist nun wieder an der Zeit den Stadtforst darüber zu informieren, dass die längst fällige Beseitigung der drei Birkenruinen wieder in Erinnerung zu bringen ist (siehe Mängelmelder).

Wieder krachte ein größerer Ast auf den GL 1 !Und wieder schlug er mitten auf den Weg ein!

Interessantes Gespräch mit dem Baggerfahrer der Baugrube links und unterhalb der GS 2.

07.03.2019

Die neue Situation an den GS 2: Hier wurde ein Bauzaun aufgestellt, der teilweise über die Fläche der GS 2 verläuft. Die Gipshöhle am Wendehammer der KB Straße wurde verschüttet bzw. zerstört.

Der Bauzaun geht quer über die Fläche der GS 2.Blick von unten auf die GS 2 mit Bauzaun.

08.03.2019

Vor Ortbegehung mit Vertretern vom NABU, dem "Gipsschlottenmanager" und Ortsteilbürgermeister (Bericht folgt)

10.03.2019

Sturmtief DRAGI hinterlässt erhebliche Schäden im Lehrpfadgebiet: An den GS 2 wurde der erst vor ein paar Tagen aufgestellte Bauzaun komplett umgelegt. Der Baumarkierungspfahl und die Noterläuterungstafel wurden dabei aus ihrer Verankerung gerissen. Die Tafel steht nun oberhalb am Baum und ist vorerst vor weiteren Beschädigungen geschützt. Sie soll ohnehin erneuert werden, weil der Holzpfahl seit 2015 im Boden schon sehr morsch war. Der Bauzaun wurde wieder aufgerichtet. Auch an anderen Stellen, wie in der KB Straße (Fußwegverlängerung) lag der Zaun komplett nieder. In der O W Straße fast direkt oberhalb der GS 2 brach ein kompletter Baum ab und traf die Straße und den Eingang des Bauwagens. Auch oberhalb des Aufschlusses 2 b brach ein großer Ast eines Baumes ab. Er lag aber oberhalb zum Teil im Grundstück . Der Aufschluss war nicht davon betroffen. Auf den Wegen zwischen GS 1 und Aufschluss 2 b lagen viele Äste.

Neuer Weg- neue Probleme: An unteren neu markierten Weg zu den GS 1 war der Zaun an zwei Stellen beschädigt. Die schon bekannte Stelle konnte schnell wieder repariert werden und ein umgefallenes Zaunsfeld wurde auch wieder in den Zaun eingebracht. Weitere Schäden oberhalb ab Aufschluss 2 b Richtung Wilhelmshöhe sind bestimmt auch zu erwarten. Da muß aber erst das nächste Sturmfeld von EBERHARD durchgezogen sein.

An den GS 2 war alles umgefallen!Die Nottafel steht jetzt am Baum.Äste am Bauwagen in der O W Straße (nahe GS 2).Immer wieder befestigt werden muß der Zaun unten am Weg.Ein umgefallenes Zaunsfeld.Glück gehabt am Aufschluss 2 b. Der Baum blieb oben!


11.03.2019

Im Lehrpfadgebiet gibt es weitere Sturmschäden neu nach Sturm EBERHARD. Das konnte bei einem kurzen Rundgang im Gebiet GS 1/2 festgestellt werden. Der Bauzaun an den GS 2 war wieder umgekippt. Dieses Mal aber in die andere Richtung. Am Weg unterhalb war der Zaun wieder vom Pfosten gelöst und ein großer dürrer Baum blockiert den Weg. Kleine Äste wurden schon beseitigt. Die großen Äste erfordern aber dieses Mal eine andere Technik. Da muss man schauen, ob das selbst bewältigt werden kann. Viel Baumüll lag in der Umgebung und fast alle Klos waren umgekippt. Am Bauwagen oberhalb der GS 2 (O W Straße) waren die Schäden schon beseitigt.

Ein Baum versperrt den unteren Weg unterhalb GS 1.Der Baum fiel in den Garten (oberhalb Aufschluss 2 b).Der umgelegte Bauzaun an den GS 2.Blick in die Baugrube von den GS 2 aus.


16.03.2019

Beseitigung der Sturmschäden nach Sturm EBERHARD im unteren Lehrpfadabschnitt: Die Blockierung des unteren Weges zwischen Zick-Zack Weg und Treppe durch einen großen dürren Baum konnte durch Absägen von 3 größeren Stämmen und einigen kleineren Ästen beseitigt werden. Dann wurde auch noch der Zaun etwas befestigt. Außerdem wurde einige Äste des teilweise im Bereich der GS 2 liegenden Stammes abgesägt. Man hatte den Stamm einfach von oben (O W Straße) den Hang herunter geschmissen. Es folgt noch eine Begehung des mittleren und oberen Lehrpfadabschnittes. Hier hoffe ich auf nur geringe Schäden durch die vergangenen Stürme. Ein Antrag zur nachträglichen Finanzierung der Arbeiten am Aufschluss 1 im vergangenen Juni (siehe Chronik Teil 13) wurde geschrieben und muss nun nur noch durch den TGV und die Stiftungssparkasse abgesegnet werden.

Die Stämme liegen schon abgesägt unten.Der Weg ist wieder frei und der Zaun repariert.


17.03.2019

Kontrollgang bis zu den Steinmalen: Es gab keine größeren Schäden nach den Stürmen der vergangenen Tage. Lediglich in der Nähe des Geologischen Lehrpfades am Denkmal für 100 Jahre Heimatpflege mussten ein großer Ast und ein querliegender Stamm am Verbindungsweg zur Südseite des Hausberges zur Seite geräumt werden.

22.03.2019

Neuigkeiten im Umfeld der GS 2 (Informationen vom NABU):

Der Naturschutzbeirat tagte und es wurde auch das Problem der immer noch nicht unter Schutz gestellten GS 2 angesprochen:

- Die Höhle am Wendehammer der KB Straße (inzwischen beseitigt) wurde von dem Thüringischen Höhlenverein e.V. begutachtet und bewertet. Welche Stellungnahme geschrieben wurde, ist nicht bekannt.

Trotz meiner damaligen Hinweise über das Vorhandensein einer Höhle an den Höhlenverein, sind auch mir darüber keine Hinweise zur Bewertung bekannt. Da gab es auch ein Verbot der Weitergabe von Informationen außerhalb des Thüringer Höhlenvereins und den FD Umwelt über diese Höhlenbildung (mündliche Mitteilung durch Höhlenverein).

- Die "Gipsschlotten 2" sind noch nicht als Geotop ausgewiesen.

- Zu den Dimensionen der Baugrube unterhalb sieht der Fachdienst keinen Handlungsbedarf.

- Es wurden noch keine Hangstützen angebracht. Die Bäume auf dem Grundstück von KIJ, welches für die Gipsschlotten 2 ausgemessen wurde, seien im unteren Bereich wurzelfrei. Das gefährde die Stabilität, was der FD Umwelt zur Kenntnis nimmt.

Am Fuß der Gipsschlotten 2 steht massiver Porphyrgips an. Er musste mit Meißel beseitigt werden. Aus diesem Grund standen die GS 2 ohne damalige Bauarbeiten an der Oberfläche seit 1908 an. An den GS 1 hatten im Sommer 1908 im Gegensatz Bauarbeiten zur deren Freilegung geführt.

24.03.2019

Kurze Führung über GL 1 mit einem befreundeten Sammler: Es ging über beide Gipsschlotten, Aufschluss 1 und Aufschluss 2 b. Am unteren Weg wurde freundlicherweise der noch rechts liegende große Stamm des dürren Baumes etwas weiter weggeschafft. Am Anfang der KB Straße ensteht wieder eine neue Baugrube mit lehmgefüllten Gipsschlotten. (Siehe bei Aufschlüsse). Dem Thüringer Höhlenverein wurde kurz mitgeteilt, dass die Höhle am Wendehammer der KB Straße nun endgültig beseitigt wurde. Es gab dazu sogar vom Höhlenverein ein Gutachten, welches weder dem NABU, noch mir bekannt war. Hier wurden Informationen offenbar bewusst blockiert (siehe Vorbeitrag).

An den GS 2Blick von den GS 2 in die Baugrube

30.03.2019

Sensationeller Sinterfund in kleiner Gipshöhle: Ein sehr guter Fund von Calzitsinter (braun/orange) konnte in einem komplett mit Sinter ausgekleideten Hohlraum im Gips der Nordwand der Baugrube (nahe GS 1/2) gefunden werden. Die Sinterhöhle wurde dokumentiert und das Material wurde, soweit es ging, gesichert. Siehe Mineralfunde. Während der Bergung kam ein Anwohner und ich erfuhr bei einem Gespräch mit dem Hauseigentümer des Fachwerkhauses unterhalb der Baugrube am Wendehammer der K-B-Straße geschichtlich Interessantes. Das Haus neben der ehemaligen Schule von Karl-Brauckmann (heute Wohnhaus B. Schneider) wurde von der Carl-Zeiß-Stiftung gebaut und es gibt eine alte Kaufurkunde mit der Unterschrift von Ernst Abbe aus dem Jahr 1901. Ich übergab dem Besitzer des Hauses eine Sintercalzitstufe.

31.03.2019

Kontrollrundgänge zwischen Aufschluss 1b, 2b, GS 1 und GS 2. Im Umfeld der GS 1 wurden einige Steine für den Lesesteinhaufen ergänzt (meist Unterer Muschelkalk), Äste wurden beseitigt u. a. der Stumpf des ehemaligen Kirschbaumes nahe der GS 1, er war herausgerissen worden. Die GS 2 stehen wie auf einer steilen Klippe und ein Betreten der Baugrube von den GS 2 aus führt unweigerlich zum lebensgefährlichen Absturz. Am Weg unterhalb der GS 1 lag noch ein Rest einer ehemaligen Verkehrsschildbefestigung. Er wurde zum Fuchsturmweg/W. Pitt Weg gebracht.

Blick zu den GS 2 aus der BaugrubeBlick von der KB Straße zu den GS 2


06.04.2019

Holzmarktfest in Jena: Schon eine Tradition ist der jährliche Besuch des Holzmarktfestes (14.4.18, Chronik Teil 13). Man trifft dort die richtigen Ansprechpartner, wenn es um Probleme mit dem Stadtforst und den Geologischen Lehrpfaden geht. Im Gespräch mit der ÜAG erfuhr ich auf Nachfrage, dass die Erläuterungstafel für den Aufschluss 1 des GL 2 immer noch dort im Lager liegt und auf Erneuerung wartet. Dazu gab es auch ein Gespräch mit dem Jenaer Stadtförster (siehe dazu GL 2 Tagebuch). Ich sprach beim Forst die längst überfällige Beseitigung der 3 Birkenruinen am GL 1 in der Nähe des Geotops "Gipsschlotten 1" an. Sie waren ja erneut Gegenstand einer Meldung im Mängelmelder. Man will sich nun zeitnahe dieser Sache annehmen. Während eines Rundganges am GL bemerkte ich das Fehlen eines größeren Fasergipsstückes an den GS 2 (kleine Ausstellung am Gartenzwerg). Es scheint einen Liebhaber gefunden zu haben. Das kleinere Gegenstück ist auf der Seite Mineralien abgebildet.

Am selben Tag beseitigte ich noch aufkommendes Strauchwerk links am Aufschluss 1 in der Schillstraße. Hier konnte ich ein abgebrochenes Stück des 1986 (!) mit grüner Farbe bemalten Gipses der Gipsklippe bergen. Es ist für das "Museum" vorgesehen. Die Farbe war noch erstaunlich gut zu sehen. Siehe Chronik Teil 1, Bild 5.

Der von erneut aufkommenden Strauchwerk befreite Abschnitt des Aufschlusses.Die Gipsklippe mit der grünen Farbe aus dem Jahr 1986 und dem abgebrochenen Stück.


09.04.2019

Eine weitere Reaktion der Verwaltung zum leidigen Thema "3 Birkenruinen" am Geologischen Lehrpfad 1:

Im Stadtwald Jena säumen u.a. aus Naturschutzgründen sehr viele abgestorbene Bäume die Wald- und Wanderwege. Das Betreten des Waldes geschieht auf eigene Gefahr. Die Frequentierung des Weges spielt nach höchtsrichterlicher Rechtsentscheidung (BGH) dabei keine Rolle. Bei stürmischer Wetterlage ist die Benutzung von Waldwegen gefährlicher und vermeidbar. Es bestehen keine Verkehrssicherungspflichten der Stadt gegenüber den Wegenutzern. Die bezeichneten toten Birken stehen bereits sein mehreren Jahren in diesem Waldblock. Da die Birken später irgendwann auf den ungewidmeten Waldweg kippen könnten, haben wir uns entschlossen, sie vorbeugend zu entfernen. Eine Fällung kann nur durch eine entspechende Fachfirma für Spezielfällungen vorgenommen werden. Diesbezüglich planen wir noch dieses Jahr eine Ausschreibung und Auftragsvergabe, während der die Birken ebenfalls entfernt werden.

Ich wies vorsichtshalber in einer kurzen Antwort auch noch einmal auf die darunter verlaufende Lichtleitung und Geländer hin, worauf kurz danach nicht etwa ein Dankenschön für diesen Hinweis kam, sondern eine Belehrung, das ja gerade deshalb eine (teure?) Spezielfällung durch eine Fachfirma dort im Waldblock (übersetzt Waldstück) erforderlich sei !

Auch das Thema Docplayer org (zum Teil unberechtigte Kritik an den Geologischen Lehrpfaden mit Nennung meines Namens) scheint sich nach wiederholtem Widerspruch gegen meine Namensnennung dort und entsprechendem Druck erledigt zu haben. Die Seite wurde aus dem Netz genommen (Fehler 404). 

11.04.2019 

Es geht wieder los mit dem Schriftverkehr: Nach nun fast 4 Jahren wird wieder an die immer noch nicht erfolgte Unterschutzstellung beim FD Umwelt (neuer FD Leiter!) erinnert. Dazu wurden die Unterlagen von 2015 erneut eingereicht (siehe Chronik Teil 9). Das Ziel soll sein, bis zum September 2019 die GS 2 nun endlich als Geotop auszuweisen, und eine neue Tafel dort zu erstellen. Das ist ja auch das Gesamtziel für den "GL 1 2020", der dann dort auch entlang geführt werden sollte (mit direkter Zugänglichkeit zu den GS 2). Unterstützung habe ich da auch beim NABU und der Ortsteilbürgermeisterin. Vielen Dank auch für deren Einsatz zur möglichen Unterschutzstellung (Geotop)! Die Baugrube unterhalb der GS 2 ist inzwischen fast bis zum Straßenniveau fertig.

21.04.2019

Kontrollgang nach der Ferienwoche. Der Schreck war zunächst kurz groß! Die Tafel am Aufschluss 2 b war weg! Sie lag aber glücklicherweise gleich neben dem Weg. Sofort wurde sie wieder angebracht. Nun aber abreisssicher weit oben oberhalb der Tafel "Schutt abladen verboten". Hier hatte ich noch einmal Glück gehabt, im Gegensatz zu Aufschluss 1 b. Die schon lange gekennzeichneten kleinen Bäume (2), die mitten in der Ansicht stehen, sollten nun auch zeitnahe abgesägt werden. Ein großer morscher Stamm wurde auch am Weg abgelegt und ich hatte den Eindruck, dass dort immer mal wieder jemand zu Gange ist. Die Baugrube unterhalb der GS 2 ist fertig. Nur der Bagger steht noch auf einer Insel. Das Umweltamt will sich um die Unterschutzstellung der GS 2 nun kümmern. Das ist eine sehr gute Nachricht:

Sehr geehrter Herr Linde, gern bestätige ich Ihnen den Erhalt Ihrer E-mail vom 09.04.2019, mit welcher Sie an die Unterschutzstellung der Gipsschlotten 2 erinnern. Hierzu werden Sie in Kürze eine umfassende Antwort aus dem Dezernat Stadtentwicklung und Umweltschutz erhalten. Ich kann Ihnen jedoch bereits heute mitteilen, dass das Verfahren zur Unterschutzstellung des Geotops in diesem Jahr nunmehr aufgenommen werden soll.

Die Tafel war weg!Die Tafel war kurz weg und wurde wieder angebracht!


Blick in die fertige Baugrube von den GS 2 aus. Die GS 2 sitzen teilweise nun auf einer Klippe.An der verlängerten K B Straße wurde der Salinarrötaufschluss eingezäunt.


22.04.2019

Was hat dieser alte, umgekippte und beschädigte Straßenbegrenzungspfahl bei Bärnau am Steinberg (803 m NN) nahe am Grenzlandturm und an der Grenze zu Tschechien (Oberpfälzer Wald) mit dem Ersten Geologischen Lehrpfad 2020 von Jena zu tun?

Reste der Kunststoffkappe eines baugleichen Pfahles aus dem Oberpfälzer Wald.Der umgearbeitete Pfahl am GL 1 mit der intakten Kunstoffkappe!

Die Antwort gibt es in der Chronik Teil 13 anlässlich der Eröffnung des Weges am Zick-Zack Weg. Dort befindet sich die einzige noch erhaltene Kappe eines weiteren Pfahles, der nur noch Reste von Holz enthielt aber eine intakte Kappe. Es scheint nach über 40 Jahren davon dort nur noch zwei Pfähle (bzw. deren Reste) gegeben zu haben!


 

24.04.2019

Nun ist auch der Felsaufschluss rechts der Treppe am neuen GL Verlauf (vor den Gipsschlotten) verschwunden. Ein kleiner Aufschluss entsteht unmittelbar rechts im unteren Treppenabschnitt. Am illegalen Zugangsweg von der mittleren Treppe zu den GS 2 wird ein Grundstück mit einem provisorischem Zaun versehen. Nun muss bald ein neuer Zugang zu den GS 2 von der O W Straße aus geschaffen werden. Ob es bald auch direkt unterhalb der GS 2 mit den Bauarbeiten losgeht? (Bilder folgen)

wird fortgesetzt